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Beschreibung
vor 2 Monaten
Der Himmel über der Wiese bei Erkrath war ein bleiches Blau, als
die 17‑jährige Hausangestellte Maria Hahn den Abend mit einem
fremden, höflich gekleideten Mann verbrachte. Ihr Lachen hallte
über das Gras, während sie nach einem langen Tag im Biergarten
Rotwein und Schokolade genoss. Plötzlich wandelt das friedliche
Bild in ein kaltes Schweigen, das die Dunkelheit der nahen Wälder
durchdringt.
Im August 1929 führte das Gespräch zu einem Spaziergang am Rand
des Waldes, wo der Mann seine Hände um den Hals des Mädchens
schloss und sie in ein blutiges Inferno stürzte. Die forensischen
Befunde zeigten mehrere Stichwunden am Kopf und in der Brust, ein
grausames Muster, das später das Markenzeichen des sogenannten
„Vampirs von Erkrath“ wurde. Die Stadt Düsseldorf, in ihrer
industriellen Blüte, war von der Reihe der Morde erschüttert,
während die Behörden noch an veralteten Ermittlungsmethoden
hingen.
Der Fall hinterlässt ein Netz aus unbeantworteten Fragen: Wie
lange hatte der Täter bereits unentdeckt gewütet und welche
gesellschaftlichen Spannungen ermöglichten sein grausames Spiel?
Das Schicksal von Maria Hahn und den anderen Opfern mahnt an die
Zerbrechlichkeit des Alltags im Schatten einer nie endenden
Finsternis.
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