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Beschreibung
vor 2 Monaten
Im kahlen Stadtwald von Köpenick, kurz nach dem Mittag des 27.
Januar 1943, erstarren spielende Kinder über dem leblosen Körper
einer nackten Frau. Das knirschende Laub, ein süß‑metallischer
Geruch in der kalten Luft und ein fest um den Hals gebundenes
Halstuch erzeugen ein Bild des Schreckens, das in den Köpfen der
Anwesenden haften bleibt.
Der folgende Bericht taucht ein in den Mord an Frieda Rösner, die
in jenem Wald entdeckt wurde, und verfolgt den Weg, wie die
örtliche Kriminalpolizei den hilflosen Mann Bruno Lüdke – damals
als „doofer Bruno“ verspottet – zum alleinigen Schuldigen machte.
Es werden die sozialen Verhältnisse im Berlin‑Köpenick der
Kriegstage, die Praktiken der RSHA‑Ermittler und die
systematischen Manipulationen beschrieben, die den Fall zu einer
Propagandafalle des NS‑Regimes werden ließen.
Die Episode wirft Fragen nach der Wahrheit hinter den
Geständnissen, den Opfern der Justizlüge und den stillen Zeugen,
die im Schatten der Geschichte verblieben, auf. Sie zeigt, wie
ein einzelner Mord zum Vorwand für ein Netz von Fehlurteilen
wurde und warum die Aufarbeitung dieses Falls bis heute als
Mahnmal für justizielle Missstände gilt.
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