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Beschreibung
vor 2 Monaten
Am 19. April 1960 wurden die Leichen von Dr. Otto Praun und
seiner Haushälterin Elfriede Kloo in Prauns Villa bei Pöcking
gefunden. Neben Praun lag eine Pistole und die Polizei
bezeichnete den Vorfall sofort als erweiterten Suizid. Erst nach
einer von Prauns Sohn Günther angeforderten Exhumierung kam eine
zweite Kugel im Schädel Prauns ans Licht – ein unwiderlegbarer
Hinweis, dass kein Selbstmord möglich war.
In dieser Episode enthüllen wir, wie lückenhafte Spurensicherung,
das Trinken von Cognac am Tatort und das Auslassen grundlegender
Autopsien den Fall jahrelang als Selbsttötung tarnten. Wir folgen
den Spuren von Fingerabdrücken, der ungewöhnlich langen
Leichenstarre und den politischen Verstrickungen, die den Prozess
gegen Vera Brühne und Johann Ferbach prägten, und zeigen, warum
das Justizsystem einen Doppelmord beinahe unentdeckt ließ.
Die Stimme des ersten Sohnes Günther Praun, der die zweite Kugel
forderte, blieb erst nach Jahren ungehört.
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