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Beschreibung
vor 3 Wochen
Kriege, Klimawandel, politische Erschütterungen,
gesellschaftliche Gereiztheit – und dazu ein Nachrichtenstrom,
der kaum noch Pausen kennt. Viele Menschen leben inzwischen mit
einem Dauerkrisengefühl: nicht immer im Panikmodus, aber in
ständiger Anspannung. Genau darüber sprechen Michael Reinhard und
Thomas Kirchberg in dieser Folge von „2 alte wei(s)se
Männer“ mit Ronja von Wurmb-Seibel.
Sie ist Journalistin, Autorin und Filmemacherin. Wurmb-Seibel
studierte Politikwissenschaften in München, arbeitete zunächst
als Redakteurin im Politikressort der ZEIT und
machte sich 2013 selbständig. Bekannt wurde sie unter anderem
durch ihre Arbeit als Reporterin in Kabul. Ihre journalistische
Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet. In ihrem Bestseller
„Wie wir die Welt sehen“ beschäftigt sie sich
damit, wie Nachrichten unser Denken prägen – und wie wir lernen
können, die Welt wahrzunehmen, ohne an ihr zu verzweifeln.
Außerdem hat sie mit „Zusammen“ ein Buch und
einen Film vorgelegt, in denen es um die Kraft von Verbundenheit
geht.
Im Gespräch beschreibt Ronja von Wurmb-Seibel, was negative
Nachrichten mit uns machen können: Ohnmacht verstärken, Rückzug
fördern und das Gefühl erzeugen, die Welt werde immer schlechter
– und wir könnten nichts daran ändern. Gleichzeitig macht sie
deutlich: Es geht nicht darum, wegzuschauen oder sich von Krisen
nicht mehr berühren zu lassen. Entscheidend sei vielmehr, neben
dem Problem immer auch nach dem nächsten möglichen Schritt zu
suchen. Ihre Formel dafür: „Scheiße plus X“ –
also: Was ist der erste kleine Schritt in Richtung Lösung?
Ein zentrales Thema der Folge ist Verbundenheit. Für Ronja von
Wurmb-Seibel ist sie weit mehr als Trost. Verbundenheit ist ein
konkreter Hebel gegen Ohnmacht – im Privaten wie im Politischen.
Sie spricht von „Mini-Demokratien“: Familien, Freundeskreise,
Nachbarschaften, Vereine, Teams. Je stabiler diese kleinen Räume
des Miteinanders sind, desto stabiler kann auch die Demokratie
als Ganzes werden.
Außerdem geht es um Mut. Mut entsteht nicht nur durch große
Gesten, sondern oft durch kleine Schritte: den Mund aufmachen,
wenn Menschen abgewertet werden; ein Gespräch beginnen; sich
engagieren; an Türen klingeln; zuhören, ohne den anderen sofort
überzeugen zu wollen. Ronja von Wurmb-Seibel erzählt von ihrer
eigenen politischen Kandidatur und davon, wie sehr direkte
Gespräche mit Menschen ihr Bild von Gesellschaft verändert haben.
Am Ende bleibt ein klarer Mutmacher-Gedanke: Wir sind nicht so
ohnmächtig, wie es sich manchmal anfühlt. Es gibt immer einen
nächsten Schritt. Und oft beginnt er dort, wo Menschen wieder
miteinander ins Gespräch kommen.
Und wenn Sie unsere Gespräche auch jenseits des Podcasts
nachlesen möchten:
Unser neues Buch ist erschienen:
„2 alte wei(s)se Männer: Mutmacher für schwere Zeiten –
was hoffen lässt“
Jetzt im Buchhandel und auf allen gängigen Plattformen
erhältlich.
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wei(s)se Männer, teilt den Podcast und folgt uns in den
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