Podcaster
Episoden
08.01.2026
45 Minuten
Wie bleiben wir zuversichtlich in Zeiten von Krisen, Unsicherheit
und Dauernegativität? In dieser ersten Folge unserer
Mutmacher-Staffel sprechen wir mit Christian Thiele über
Optimismus, Selbstwirksamkeit und die Frage, warum Hoffnung kein
naives Weglächeln von Problemen ist – sondern eine bewusste
Entscheidung.
Christian Thiele ist Experte für Positive Leadership, Coach,
Trainer und Speaker. Er war selbst Führungskraft in der
Medienbranche, kennt Druck – und hat sich entschieden, anders zu
arbeiten. Heute lehrt er Positive Psychologie an der Deutschen
Hochschule für Sport und Gesundheit und wurde unter anderem als
LinkedIn Top Voice ausgezeichnet. Thiele beschäftigt sich seit
vielen Jahren mit der Frage, wie Menschen und Organisationen auch
unter Druck handlungsfähig, menschlich und zuversichtlich bleiben
können. Er ist leidenschaftlicher Bergmensch – und überzeugt
davon, dass man draußen genauso viel fürs Leben lernt wie im
Seminarraum.
Darum geht es in dieser Folge:
Warum uns negative Nachrichten stärker anziehen als positive
– und was der Negativity Bias damit zu tun hat.
Weshalb viele Menschen privat zuversichtlich sind,
gesellschaftlich aber pessimistisch.
Wie Selbstwirksamkeit ein Gegengift gegen Ohnmacht sein kann.
Was wir aus Krisen wie Pandemie und Energiekrise über
kollektive Zuversicht lernen können.
Warum Gemeinschaft und Sinn zentrale Ressourcen in unsicheren
Zeiten sind.
Wie posttraumatisches Wachstum entstehen kann – und warum es
Zeit braucht.
Welche Rolle kleine Rituale, Engagement und „Wirksamkeit im
Alltag“ spielen.
Warum Zuversicht nicht Rückzug bedeutet, sondern
Verantwortung
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21.03.2025
38 Minuten
Migration ist eine der zentralen gesellschaftspolitischen
Herausforderungen unserer Zeit. Zwischen Krisen, Konflikten und
Fachkräftemangel steht Deutschland – wie viele europäische
Staaten – vor der Aufgabe, Zuwanderung realistischer, klarer und
gerechter zu gestalten. In dieser zweiteiligen Podcast-Folge
sprechen wir mit einem der wichtigsten Experten für Migrations-
und Asylrecht: Prof. Dr. Daniel Thym.
Im ersten Teil des Gesprächs haben wir die Grundprobleme
der deutschen und europäischen Migrationspolitik
skizziert.
Prof. Thym analysierte:
• warum Deutschland längst eine Einwanderungsgesellschaft
ist, aber sich selbst noch nicht so versteht,
• wie das Dublin-System und das europäische
Asylrecht strukturell überlastet sind,
• warum viele Asylverfahren ineffizient, aber
gleichzeitig juristisch schwer reformierbar sind.
Ein weiterer Fokus lag auf dem Sondierungspapier
von CDU und SPD, das u. a. verschärfte Zurückweisungen,
schnellere Abschiebungen und Einschränkungen beim Familiennachzug
vorsieht.
Thym zeigte auf, wo dieses Papier rechtlich
angreifbar, politisch unklar oder integrationspolitisch
kontraproduktiv ist – und wo realistische Ansätze liegen könnten.
In diesem zweiten Teil des Gesprächs blicken wir nach
vorn:
Welche Instrumente braucht es, um Migration zu steuern, ohne das
Asylrecht auszuhöhlen oder Überforderung zu riskieren?
Prof. Thym erklärt:
• warum Drittstaatenlösungen wie in
Großbritannien oder Italien rechtlich problematisch, aber nicht
grundsätzlich falsch sind – sofern menschenrechtliche Standards
eingehalten werden,
• wie Migrationsabkommen mit Herkunftsstaaten
helfen können, Rückführungen zu erleichtern – wenn sie mit
Angeboten für legale Migration verknüpft werden,
• wieso Deutschland mehr tun muss, um Arbeitsmigration
gezielt zu ermöglichen – als Alternative zur
Fluchtmigration.
Außerdem beleuchten wir:
• die Rolle der EU-Asylreform (GEAS),
• die Notwendigkeit, das Selbstbild als Einwanderungsland
zu klären,
• und die Frage, wie sich gesellschaftliche Akzeptanz für
Migration gewinnen lässt, ohne auf populistische
Abkürzungen zu setzen.
Thym plädiert für eine doppelte Strategie: Ordnung
schaffen und zugleich Chancen eröffnen.
Zur Person: Prof. Dr. Daniel Thym
Daniel Thym ist Professor für Öffentliches Recht, Europa- und
Völkerrecht an der Universität Konstanz und
leitet dort das Forschungszentrum Ausländer- &
Asylrecht. Er war viele Jahre Mitglied und
stellvertretender Vorsitzender des Sachverständigenrats für
Integration und Migration (SVR). Als einer der
profiliertesten Migrationsrechtsexperten Deutschlands berät er
regelmäßig Bundestagsausschüsse und europäische Institutionen.
Das aktuelle Buch: „Migration steuern. Eine Anleitung für
das Hier und Jetzt“ (C.H. Beck, 2025)
In seinem neuen Buch liefert Daniel Thym eine klare
Analyse der deutschen Migrationspolitik – und konkrete
Reformvorschläge.
Er zeigt:
• weshalb das Asylrecht differenziert betrachtet und
klüger angewandt werden sollte,
• wie man legale Migration stärkt, ohne den
Schutz von Geflüchteten zu schwächen,
• und wie eine ehrliche Migrationspolitik Vertrauen
zurückgewinnen kann – in der Gesellschaft und im
internationalen Diskurs.
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21.03.2025
31 Minuten
Migration ist eine der zentralen gesellschaftspolitischen
Herausforderungen unserer Zeit. Zwischen Krisen, Konflikten und
Fachkräftemangel steht Deutschland – wie viele europäische
Staaten – vor der Aufgabe, Zuwanderung realistischer, klarer und
gerechter zu gestalten. In dieser zweiteiligen Podcast-Folge
sprechen wir mit einem der wichtigsten Experten für Migrations-
und Asylrecht: Prof. Dr. Daniel Thym.
Teil 1: Wo Deutschland steht – und warum das Asylsystem
an seine Grenzen kommt
Im ersten Teil des Gesprächs skizzieren wir die
Grundprobleme der deutschen und europäischen
Migrationspolitik.
Prof. Thym analysiert:
• warum Deutschland längst eine Einwanderungsgesellschaft
ist, aber sich selbst noch nicht so versteht,
• wie das Dublin-System und das europäische
Asylrecht strukturell überlastet sind,
• warum viele Asylverfahren ineffizient, aber
gleichzeitig juristisch schwer reformierbar sind.
Er erläutert, warum Deutschland in der Praxis längst
„harte Maßnahmen“ durchsetzt – etwa durch
restriktive Visaregeln oder informelle Grenzabschottung –, diese
aber selten ehrlich debattiert. Es gehe nicht darum, zwischen
Offenheit und Abschottung zu wählen, sondern um kluge
Steuerung, die Kontrolle mit Humanität vereint.
Ein weiterer Fokus liegt auf dem Sondierungspapier von
CDU und SPD, das u. a. verschärfte Zurückweisungen,
schnellere Abschiebungen und Einschränkungen beim Familiennachzug
vorsieht.
Thym zeigt auf, wo dieses Papier rechtlich
angreifbar, politisch unklar oder integrationspolitisch
kontraproduktiv ist – und wo realistische Ansätze liegen könnten.
Im zweiten Teil des Gesprächs blicken wir nach
vorn: Welche Instrumente braucht es, um Migration zu
steuern, ohne das Asylrecht auszuhöhlen oder Überforderung zu
riskieren?
Prof. Thym erklärt:
• warum Drittstaatenlösungen wie in
Großbritannien oder Italien rechtlich problematisch, aber nicht
grundsätzlich falsch sind – sofern menschenrechtliche Standards
eingehalten werden,
• wie Migrationsabkommen mit Herkunftsstaaten
helfen können, Rückführungen zu erleichtern – wenn sie mit
Angeboten für legale Migration verknüpft werden,
• wieso Deutschland mehr tun muss, um Arbeitsmigration
gezielt zu ermöglichen – als Alternative zur
Fluchtmigration.
Thym plädiert für eine doppelte Strategie: Ordnung
schaffen und zugleich Chancen eröffnen.
Zur Person: Prof. Dr. Daniel Thym
Daniel Thym ist Professor für Öffentliches Recht, Europa- und
Völkerrecht an der Universität Konstanz und
leitet dort das Forschungszentrum Ausländer- &
Asylrecht. Er war viele Jahre Mitglied und
stellvertretender Vorsitzender des Sachverständigenrats für
Integration und Migration (SVR). Als einer der
profiliertesten Migrationsrechtsexperten Deutschlands berät er
regelmäßig Bundestagsausschüsse und europäische Institutionen.
Das aktuelle Buch: „Migration steuern. Eine Anleitung für
das Hier und Jetzt“ (C.H. Beck, 2025)
In seinem neuen Buch liefert Daniel Thym eine klare
Analyse der deutschen Migrationspolitik – und konkrete
Reformvorschläge.
Er zeigt:
• weshalb das Asylrecht differenziert betrachtet und
klüger angewandt werden sollte,
• wie man legale Migration stärkt, ohne den
Schutz von Geflüchteten zu schwächen,
• und wie eine ehrliche Migrationspolitik Vertrauen
zurückgewinnen kann – in der Gesellschaft und im
internationalen Diskurs.
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07.02.2025
49 Minuten
In dieser Folge von „2 alte wei(s)se Männer“
diskutieren Thomas Kirchberg und Michael Reinhard mit Prof. Dr.
Martin Werding, einem der führenden Rentenexperten Deutschlands,
über die Zukunft der gesetzlichen Altersvorsorge. Die
Rentenkassen stehen unter massivem Druck: Immer weniger
Beitragszahler müssen immer mehr Rentner finanzieren, während die
Bundeszuschüsse aus Steuermitteln weiter steigen. Wie kann die
Rente langfristig gesichert werden, ohne die junge Generation zu
überlasten? Welche Reformen sind notwendig, und warum wagt die
Politik keine Veränderungen?
Zunächst analysiert das Trio die aktuelle Situation des
Rentensystems. Heute finanzieren die Beitragszahler nicht nur
ihre eigene Rente, sondern auch zahlreiche versicherungsfremde
Leistungen. 2024 liegt der Bundeszuschuss zur Rentenkasse bereits
bei rund 110 Milliarden Euro – eine Zahl, die in den kommenden
Jahren weiter steigen wird. Gleichzeitig nehmen Altersarmut und
Ungerechtigkeiten zwischen verschiedenen Gruppen zu. Beamte und
viele Selbstständige zahlen nicht in die Rentenkasse ein, während
Arbeitnehmer die steigenden Kosten allein tragen. Ist das System
überhaupt noch tragfähig, oder braucht es einen kompletten
Neustart?
Was passiert, wenn nichts geändert wird? Das Problem ist seit
Jahrzehnten bekannt, doch echte Reformen bleiben aus. Wenn das
Rentenniveau bei 48 Prozent stabil bleiben soll, werden die
Beiträge in den kommenden Jahrzehnten drastisch steigen. Jüngere
Generationen zahlen immer mehr, bekommen aber immer weniger
zurück. Ist das fair? Und was bedeutet das für Arbeitnehmer, die
heute Mitte 30 sind?
Im dritten Teil der Folge geht es um Lösungen. Prof. Werding
erklärt verschiedene Reformansätze: Sollte das
Renteneintrittsalter weiter steigen? Ist eine Aktienrente nach
schwedischem Vorbild der richtige Weg? Wäre eine Einheitsrente
für alle – inklusive Beamte und Selbstständige – gerechter? Und
wie können Anreize geschaffen werden, damit Menschen länger
arbeiten?
Der abschließende Blick in die Zukunft spürt Antworten auf
drängende Fragen nach: Wie könnte das Rentensystem 2040 aussehen?
Welche Reformen sind realistisch und politisch durchsetzbar? Und
was müssen junge Menschen heute tun, um sich vor Altersarmut zu
schützen?
Diese Folge bietet einen tiefgehenden Einblick in die Krise
unseres Rentensystems – und zeigt auf, welche Reformen dringend
nötig wären.
Zur Person
Dr. Martin Werding ist seit 2008 Professor für Sozialpolitik und
öffentliche Finanzen an der Ruhr-Universität Bochum. Geboren 1964
in Leverkusen, studierte er zunächst Philosophie an der
Hochschule für Philosophie in München, bevor sein Studium der
Volkswirtschaftslehrer an der Ludwig-Maximilians-Universität
München und an der Universität Passau fortsetzte.
Nach seiner Promotion 1997 und Habilitation 2008 in Passau
leitete er von 2000 bis 2008 den Bereich Sozialpolitik und
Arbeitsmarkt am Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung in München.
Seine Forschungsschwerpunkte umfassen öffentliche Finanzen,
Sozialpolitik, insbesondere Alterssicherung und Familienpolitik,
Bevölkerungsökonomie sowie Arbeitsmarktpolitik. Seit 2022 ist
Professor Werding Mitglied des Sachverständigenrats zur
Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, auch bekannt
als "die Wirtschaftsweisen".
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31.01.2025
43 Minuten
Im aktuellen Bundestagswahl-Extra von „2 alte wei(s)se Männer“
sprechen Thomas Kirchberg und Michael Reinhard mit dem
renommierten Generationenforscher Dr. Rüdiger Maas über eines der
brisantesten Themen des Bundestagswahlkampfs 2025: Warum wählen
so viele junge Menschen die AfD?
In den vergangenen Jahren hat sich ein überraschender Trend
abgezeichnet: Immer mehr Erstwähler und junge Erwachsene geben
ihre Stimme der AfD – besonders in Ostdeutschland. Rüdiger Maas
hat in seinen Studien intensiv untersucht, welche
gesellschaftlichen, politischen und psychologischen Faktoren
dahinterstecken. In unserem Gespräch erklärt er, warum Social
Media eine entscheidende Rolle spielt, wie sich Fake News und
digitale Echokammern auf das Wahlverhalten auswirken und weshalb
traditionelle Parteien sich schwer tun, junge Menschen für sich
zu gewinnen.
„Die AfD ist die einzige Partei, die Jugendliche gezielt
anspricht – während die etablierten Parteien sich überwiegend um
ältere Wähler kümmern“, so Maas. Aber ist das der einzige Grund?
Welche Rolle spielen Zukunftsängste, Unsicherheit und das Gefühl
vieler junger Menschen, von der Politik nicht ernst genommen zu
werden? Und wie können demokratische Parteien darauf reagieren,
um junge Wähler nicht zu verlieren?
Ein aufschlussreiches Gespräch über die Herausforderungen unserer
Demokratie, das ihr nicht verpassen solltet! Jetzt reinhören!
Zur Person
Dr. Rüdiger Maas ist ein führender
Generationenforscher, Psychologe und Bestsellerautor. Geboren
1979 in Schwabmünchen, studierte er Psychologie und Philosophie
in Deutschland und Japan. 2012 gründete er die Maas
Beratungsgesellschaft mbH und 2017 das Institut für
Generationenforschung in Augsburg. Seine Arbeit konzentriert sich
auf die Generation Z, Cyberpsychologie und gesellschaftliche
Dynamiken. Mit seinem Buch „Generation lebensunfähig“ erlangte er
breite Aufmerksamkeit. Mit seiner internationalen Erfahrung und
seinem erfrischenden Ansatz ist Rüdiger Maas auch ein gefragter
Keynote-Speaker und Interviewpartner.
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Über diesen Podcast
Sie nennen sich selbstironisch „2 alte weis(s)e Männer“, die noch
etwas zu sagen haben: Dr. Thomas Kirchberg, bis zu seinem Ruhestand
Vorstandsmitglied eines Industrieunternehmens, und Michael
Reinhard, zuletzt 21 Jahre lang Chefredakteur der Main-Post in
Würzburg. In ihrer aktuellen Mutmacher-Staffel geht es jeden
Freitag um das, was in aufgewühlten Zeiten besonders kostbar ist:
Orientierung, Zuversicht und Mut. Wo liegen Lösungen? Was macht
Mut? Was gibt konkreten Anlass zur Zuversicht? Antworten darauf
suchen die beiden alten wei(s)sen Männer bei Expertinnen und
Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen, die klug einordnen,
Orientierung geben – und für die eine hoffnungsvolle Zukunft keine
Utopie ist. Wir lehnen Häme und Verunglimpfung gegenüber
Andersdenkenden ab und werben für Respekt, Toleranz und Offenheit.
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