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Beschreibung
vor 3 Tagen
Christian Ludwig Attersee gibt Einblicke in seine bildwerfende
Attersee-Sprache, seine Liebe zur Malerei, die Höhen und Tiefen
des Kunstbetriebs und erklärt, warum die künstliche Intelligenz
außerstande ist, inspirierende Neuschöpfungen in der Kunst zu
produzieren.
„Mit einem Stück Blei und einem Stück Papier kann man täglich die
Welt verändern“ – Christian Ludwig Attersee
Attersees Bilder erkennt man auf den ersten Blick, sein Stil
entzieht sich jeglicher kunsthistorischer Einordnung, denn er hat
sich seinen eigenen unverwechselbaren Stil erschaffen. Der
86jährige Künstler und ehemalige Segelsportler – daher der Name
ATTERSEE – hält sich mit Pilates, dem Tragen von Bildern und
seinen Reisen körperlich fit; die mentale Fitness ist wohl seinem
wachen Geist geschuldet, der tagtäglich in einen Dialog mit
seinen Bildern, der Sprache und Musik tritt und nicht stillsteht.
Welcher arrivierte Künstler probiert schon aus Neugier KI-Systeme
aus, um danach über künstlerische Anwendungen der Künstlichen
Intelligenz philosophieren zu können? Attersee ist – wie man es
heute ausdrücken würde – ein Mehrfachtalent, also ein
Multikünstler, der sowohl in der Musik, Sprach- und Bildenden
Kunst gleichermaßen beheimatet ist. Die Titel seiner Gemälde sind
in der typischen Attersee-Sprache verfasst und lauten u.a.
‚Servierte Tropfen‘, ‚Fischverliebt‘, ‚Herzhändler‘,
‚Halbmondliebe‘, ‚Dominolauf‘, ‚Gondelheimat‘ und ‚Das
Würfelrätsel‘. Für ihn ist es wichtig zu betonen, dass er
angewandte Kunst schafft, die also im täglichen Leben der
Menschen eine Rolle spielt und die nicht fürs Museum gemacht ist,
sondern vielmehr zum Alltag gehört; Attersees Werke sollen in
Wohnräumen zur täglichen Auseinandersetzung mit Kunst anregen.
Weitere Anwendungen seiner Kunst sind die Gestaltung von
Bühnenbildern oder Designs von Weinetiketten und Briefmarken.
Die Ausstellung ‚Servierte Tropfen – Bilddichtungen aus letzter
Zeit’ zeigt über 40 neuere Werke, darunter etliche aus diesem
Jahr 2026 und ist bis Ende September im Alten Pfarrhof
Saak/Nötsch, Galerie Walker, zu sehen.
Interview, Begleittext und Gestaltung des Beitrags: Dagmar
Travner
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