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Episoden

31 Minuten
Struktur und Material lautet der Schwerpunkt der Ausstellung ABSTRAKT im Museum Moderner Kunst Kärnten, durch die uns Nora Leitgeb und Brigitte Kogler führen. Im Beitrag (Teil 1) von vor zwei Wochen standen skulpturartige Werke im Fokus. Wir betrachteten eine Feuer Intervention von Bernard Aubertin und weitere Werke der ZERO-Avantgarde wie reliefartige Bilder von Hans Bischoffshausen und Otto Piene sowie riesig aufgeschäumte Bilderrahmen von Cornelius Kolig.

In diesem zweiten Teil des Rundgangs durch die Ausstellung ABSTRAKT struktur+material geht es um stille Horizonte, vertikal verborgene Landkarten und einen real beschossenen Mond – zumindest seine Darstellung. Wir beschäftigen uns mit geometrischen Formen und Linien, die – kreisförmig, gewellt, vertikal oder horizontal – angelegt, visuelle Illusionen erschaffen.

Zu Beginn kommt Manfred Bockelmann selbst in einem Interview aus dem Jahr 2025 zu Wort. Er erzählt von den Anfängen seines Kunstschaffens und insbesondere seiner sogenannten „Malerei der Stille“: abstrakten Linien, die horizontal angeordnet die Assoziation von weiten Landschaften und fernen Horizonten heraufbeschwören.

Zurück im MMKK führen uns danach Nora Leitgeb und Brigitte Kogler weiter durch die Ausstellung ABSTRAKT. Wir schauen uns die Werke von Manfred Bockelmann genauer an und widmen uns anschließend u.a. dem beschossenen Mond von Hans Bischoffshausen, einer Landkarten-Installation von Michael Kos, in der die Landkarten selbst verborgen sind, und einem bleischweren Teppich von Katharina Heinrich, die in dieser Arbeit 1000 m Bleidraht verflochten hat.

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner

Anmerkung: Teil 1 mit dem Titel „Luft, Licht, Feuer“ (ausgestrahlt am 19.8.2026) gibt es hier nachzuhören: https://cba.media/789552
30 Minuten
Eine Kapelle, die fast bis zum Rand gefüllt ist mit einem riesigen weißen Ballon. Und eine Ausstellung mit dem Titel „ABSTRAKT material+struktur“, die mit einer Feuer-Intervention beginnt. Wer hätte gedacht, dass abstrakte Kunst so spannend sein kann?

Im MMKK, dem Museum Moderner Kunst Kärnten in Klagenfurt führen Nora Leitgeb und Brigitte Kogler führen durch eine Ausstellung, deren „Focus“, also Brenn-Punkt, auf Materialität und Struktur liegt. Weiters besuchen wir in der Burgkapelle die Installation „Weiße Leere“ von Hayato Mizutani.

Der zweite Teil unseres Gesprächs folgt im nächsten Beitrag in zwei Wochen.

Gestaltung der Sendung Dagmar Travner
33 Minuten
Artist Talk mit Deborah Sengl

Deborah Sengl ist bekannt für ihre ausdrucksstarken Tier-Mensch Darstellungen: Mischwesen mit dem Körper von – oft realen – Persönlichkeiten und einem passendem Tierkopf. Nun lernen wir mit ihren aktuellen Werkreihen „Lasst Rosen sprechen“ und „Kärnten ganz Innen“ neue Aspekte der Künstlerin kennen. Für ihre Ausstellung zum 30jährigen Jubiläum der Galerie Walker auf Schloss Ebenau hat sie sich in Anspielung auf das Rosental eine ganz besondere Serie mit Rosenköpfen auf den historischen Körpern von Dichtern und Dichterinnen einfallen lassen. Weitere Räume des Schlosses sind der Auseinandersetzung mit Ingeborg Bachmann und anderer berühmter Frauen Kärntens gewidmet  – die in ganz Senglscher Manier als menschliche Hybridwesen mit Tierköpfen dargestellt werden.

Das Werk von Deborah Sengl ist facettenreich und geht weit über simple Fabelwesen oder Allegorien hinaus. Neben den aktuellen, eigens für diese Ausstellung geschaffenen Werken, gibt es auch Arbeiten der sich ergänzenden Serien „Trouble in Paradise“ und „Inside Out“ zu besichtigen. Darüberhinaus gibt es derzeit in Kärnten noch weitere Werke der Künstlerin zu bewundern. Beispielsweise Deborah Sengls Beitrag zur MillstART 2026: Ein realer Schweinskopf auf einem menschlichen Wachskörper, der auf einem Hometrainer radelt. Weiters ist als Dauerleihgabe der Galerie Walker im kärnten.museum der Setzkasten „Minimundus“ mit einer Reihe ungewöhnlicher Klagenfurter „Wahrzeichen“ ausgestellt, der 2018 zum 500jährigen Jubiläum der Stadt Klagenfurt angefertigt wurde.

Deborah Sengls Werk ist geprägt von enormer Vielfalt und tiefgründiger Intellektualität; der Künstlerin gelingt es jedoch, Kunstinteressierte an der Hand zu nehmen und die Arbeiten niederschwellig, auf ganz intuitive Weise erfahrbar zu machen. Das muss man als Künstlerin erst mal schaffen!

Auf Schloss Ebenau im Rosental erwartet uns also eine ganz besondere Schau, durch die uns die Künstlerin selbst führt.

Interview, Begleittext und Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
31 Minuten
Bereits zum fünften Mal arbeitet Ina Loitzl den ganzen Juli über im Sommeratelier vom „Kunstbahnhof Wörthersee“ in Velden. Hier entsteht ihre neueste Werkreihe „Big Object and small CUTOUTS“. Das Atelier bzw. die Ausstellungsräumen liegen direkt am Hausbahnsteig Velden im alten Bahnhofsgebäude und sind sowohl von Kunstinteressierten als auch von Reisenden niederschwellig besuchbar. Ina Loitzl, eine gebürtige Klagenfurterin, die nun in Wien lebt, genießt diese Kreativ-Zeit an diesem besonderen Ort der zufälligen Begegnungen, wo man der Künstlerin bei der Arbeit zuschauen oder bei einem Workshop mitmachen kann.

Während dieses Sommeraufenthalts entsteht – neben einer neuen sechsteiligen CUTOUT Fenster-Installation am Hausbahnsteig West des Bahnhofs Velden – ein geheimnisvolles großes Objekt in Gelb. Man darf auf die Vernissage am 31.7. gespannt sein, wenn die aktuellen Werke enthüllt werden.

Interview und Gestaltung des Beitrags: Dagmar Travner
30 Minuten
Im zweiten Teil des Ausstellungsrundgangs „das TIER. und wir / animality“ im Rahmen der MillstART 2026 führt uns der Kurartor Michael Kos durch weitere Räume des Stifts Millstatt, wie u.a. den Gewölbekeller, die Waschküche und den Kreuzgang; die historischen Orte sind derzeit bevölkert von allerlei tierischen Gestalten.

Gestaltung des Beitrags: Dagmar Travner

Der erste Teil mit Anette Lang und Michael Kos über die Mottozimmer und über das historische Stift, das derzeit mit zeitgenössischer Kunst bestückt ist, gibt es im Beitrag davor bzw. kann in der Mediathek nachgehört werden: https://cba.media/781608
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Über diesen Podcast

Kultur-Kritik, Grenz-Gänge und Zwischen-Räume in Kunst, Architektur, Literatur, Performance aus dem Raum Kärnten, Slowenien und Italien. Redaktion: Dagmar Travner Eine neue Folge von Arte Alpe Adria | KulturMomente gibt es an jedem 1. und 3. Mittwoch im Monat von 18:30-19:00 auf Radio Agora 105,5 und nach Ausstrahlung ab 19:00 als Podcast
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