Arte Alpe Adria | Kultur Momente

Arte Alpe Adria | Kultur Momente

Episoden

Tabuisierung, Sprachlosigkeit, Fasten | Ina Loitzl
18.02.2026
29 Minuten
Tabuisierung, Sprachlosigkeit und zeitgemäßes Fasten Ein Aschermittwoch-Special mit Ina Loitzl Gespräch mit Ina Loitzl über ihre Fastentuch-Installation „Lingua – sprachlos“ im Klagenfurter Dom, das Projekt „monstramus – wir zeigen“ im MMKK (beides 2023) sowie die Ausstellung „Waste Art – Wertloses wird Kunst“ in der Galerie Freihausgasse Villach (2022). Im Jahr 2023 zierte ein außergewöhnliches Fastentuch den Klagenfurter Dom. Entworfen hat es die aus Klagenfurt stammende und nun in Wien lebende Ausnahmekünstlerin Ina Loitzl. Loitzls Arbeiten thematisieren Transformation und Ambivalenz, wobei sie die Grenzen gesellschaftlicher Tabubrüche und patriarchaler Wertevorstellungen auslotet. Die Freiheit von Kunst im Spannungsfeld von Religions- und Gesellschaftskritik kann nur durch die Macht des Dialogs bestehen bleiben. Nachdenklich macht die von Ina Loitzl kuratierte Ausstellung „Waste Art – Wertloses wird Kunst“ aus dem Jahr 2022. Ina Loitzl fungierte hier als Künstlerin und Kuratorin und machte deutlich, dass auch das scheinbar Wertlose Bedeutung erlangen kann. Gerade in der Fastenzeit bekommt Verzicht, Reduktion, Umwertung eine neue Dimension. Wie beim Fasten hinterfrägt Loitzl in ihrer Ausstellung: Was brauchen wir wirklich? Was kann bestehen? Was hat Wert? Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner    
Mehr
„Neue Krippen“ im Kunstbahnhof Wörthersee in Velden | Barbara Ambrusch-Rapp
03.12.2025
38 Minuten
„Neue Krippen“ im Kunstbahnhof Wörthersee in Velden/Kärnten Barbara Ambrusch-Rapp über eine ungewöhnliche Krippen-Ausstellung Zu einer ganz speziellen Krippenschau lädt Barbara Ambrusch-Rapp im Kunstbahnhof Wörthersee in Velden am Hausbahnsteig. Wir sprechen über zeitgenössische Interpretationen des Krippenmotivs, sowie die Auseinandersetzung von Kunstkritik, Zensur und Vandalismus. Aber auch und vor allem dreht es sich in der Ausstellung um Hoffnung und die positive Gestaltung unserer Welt und die Zukunft unseres Planeten, trotz aller widrigen Umstände. Es geht also um die ureigenste Bedeutung des lateinischen Adventus, nämlich der Ankunft des Erlösers. Die Vernissage der Ausstellung „Neue Krippen“ findet am Freitag, den 5. 12. um 19 Uhr, Midissage am 6. und Finissage am 8. Dezember statt. Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner Weitere Info zur Ausstellung: https://www.kunstbahnhofwoerthersee.at/event/neue-krippen-in-kaernten-2/
Mehr
Manfred Bockelmann: Zeichnen gegen das Vergessen
10.10.2025
32 Minuten
Manfred Bockelmann: Zeichnen gegen das Vergessen Arte Alpe Adria | Kultur Momente trifft den gebürtigen Klagenfurter Künstler Manfred Bockelmann im Alten Pfarrhof Saag in Nötsch, wo er über seinen künstlerischen Werdegang spricht und wie es zu seiner Werkreihe „Zeichnen gegen das Vergessen“ kam. „Das Blatt ist ein Symbol, dass das Leben weitergeht… Ich muss den Blättern eine Farbe geben, die sie nicht haben, damit Menschen stehen bleiben und sich fragen: Warum hat er das blau gemacht?“ – Manfred Bockelmann. Nach Erfolgen in der Fotografie widmete sich der Künstler seiner „Malerei der Stille“ – das sind horizonal ausgerichtete, abstrakte Landschaften, die metaphorisch den Horizont transzendieren. Neuere Arbeiten wie „Sterbende Blätter“ zeigen gefallene Herbstblätter in blauer Farbe und weisen auf die Vergänglichkeit des Lebens hin. Nach einer überlebensgroßen Zeichnung von Christine Lavant für eine Lesung dachte sich der Künstler: „Wenn ich ein Foto hab, könnte ich etwas zeichnen, das mehr ist, als das Foto.“ So entdeckte Manfred Bockelmann seinem eigenen Lebensherbst die Portraitzeichnung für sich und begann zu seinem 70. Geburtstag mit der Werkserie „Zeichnen gegen das Vergessen“. Die riesigen Kohlezeichnungen sind berührend und erschreckend zugleich. Die großformatigen Portraits zeigen Kinder und Jugendliche, unmittelbar vor deren Deportation nach Auschwitz, wo sie dem NS-Regime zum Opfer fielen. Die zukünftigen Gräuel sind nicht sichtbar, doch mit dem heutigen Wissen sind diese so unschuldig anmutenden Werke kaum auszuhalten. Mit diesen Arbeiten setzt der Künstler ein Zeichen der Erinnerungskultur und gibt den in Vergessenheit geratenen NS-Opfern Gesicht und Namen zurück. Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner Eine Auswahl der Werkserie „Zeichnen gegen das Vergessen“ ist bis zum 14. November 2025 im Künstlerhaus Klagenfurt im Rahmen der Ausstellung „Mazeltov! oder Glück gehabt!“ zu sehen.
Mehr
Margarethe Stolz Hoke – Ein Leben in 100 Bildern | Armin Guerino
01.10.2025
29 Minuten
Margarethe Stolz Hoke (1925–2018) Ein Leben in 100 Bildern – kuratiert von Armin Guerino „Es hatte für sie immer einen besonderen Reiz, mit ihrem Gegenüber in Dialog zu treten: Menschen, Tiere, Landschaften, Jahreszeiten. Ihre Aquarelle sind ihre Sicht der Dinge, die wirklicher sind als die Wirklichkeit.“ – Armin Guerino Armin Guerino, Sohn des Künstlerpaares  Giselbert Hoke und Margarethe Stolz Hoke, hat zum 100. Geburtstag seiner Mutter die Ausstellung „Ein Leben in 100 Bildern“ in der Alpen-Adria-Galerie in Klagenfurt kuratiert (Ausstellungsdauer 24.9.–9.11.2025). Margarethe Stolz wurde 1925 in Bozen-Gries als Tochter des Südtiroler Fresco-Malers Rudolf Stolz geboren und wuchs in Sexten in einer von Musik und Kunst geprägten Familie auf. 1947 zog sie nach Wien, um an der Akademie der Bildenden Künste Malerei zu studieren. Dort lernte sie ihren späteren Mann Giselbert Hoke kennen. Margarethe Stolz Hoke verstarb 2018 im Kreis ihrer Familie auf Schloss Saager in Kärnten. Armin Guerino führt durch die Ausstellung „Ein Leben in 100 Bildern“ und gibt dabei sehr persönliche Einblicke in Leben und Werk seiner Mutter Margarethe Stolz Hoke: „Es sind eigentlich immer Zwiegespräche mit Modellen, mit Kindern, mit Gegenständen, mit Tieren mit Landschaften. Ihr eigenes Selbst kommt immer mit ins Bild, wenn sie die Dinge malt, wie sie sie sieht. Margarete Stolz Hoke portraitiert die Landschaft, während bei Giselbert Hoke die Landschaften zusammengebaut werden.“ Interview, Begleittext und Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Mehr
Das vertraute Ungreifbare: Die Miniaturwelten von Oleg&Ludmilla
17.09.2025
29 Minuten
Das vertraute Ungreifbare: Die Miniaturwelten von Oleg&Ludmilla Gespräch mit Reinhold Egerth und Christine Pirker anlässlich ihrer Ausstellung „Das vertraute Ungreifbare“ in der Kleinen Galerie im Künstlerhaus Klagenfurt  Zu Gast ist das Künstlerduo Oleg&Ludmilla, das sind Reinhold Egerth und Christine Pirker, um über ihre Werkserie „Das vertraute Ungreifbare“ zu sprechen. Oleg&Ludmilla kreieren fantastische Miniaturwelten in Objektkästen, die, losgelöst von Zeit und Raum, Historisches mit Aktuellem verküpfen. Die detailreichen Dioramen wirken als Zeitfenster in einen Kosmos überraschender Allegorien. Die Arbeiten nehmen sich auch  politischer Themen an und werfen gesellschaftskritische Fragen auf, deren Geschichte und Geschichten sich assoziativ erschließen. Da jede Lesart individuell ist, ergeben sich unterschiedlichste Erzählungen. Vielsagende Titel wie „Die Rückkehr der Tyrannen“, „Die Kontinuität der leeren Versprechungen“ oder „Paradize reloaded“ tun ein übriges, die Phantasie der Betrachtenden anzuregen. Die Ausstellung „Das vertraute Ungreifbare“ wird in der Kleinen Galerie im Künstlerhaus Klagenfurt am 18. 9. eröffnet und ist bis 14. 11. zu sehen. Interview, Begleittext und Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Mehr

Über diesen Podcast

Kultur-Kritik, Grenz-Gänge und Zwischen-Räume in Kunst, Architektur, Literatur, Performance aus dem Raum Kärnten, Slowenien und Italien. Redaktion: Dagmar Travner Eine neue Folge von Arte Alpe Adria | KulturMomente gibt es an jedem 1. und 3. Mittwoch im Monat von 18:30-19:00 auf Radio Agora 105,5 und nach Ausstrahlung ab 19:00 als Podcast

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15