Wirtschaftsnews vom 19. Mai 2026

Wirtschaftsnews vom 19. Mai 2026

vor 2 Tagen
Wirtschaftsnews

Beschreibung

vor 2 Tagen

Die aktuellen Wirtschaftsnachrichten mit Michael
Weyland 


Thema heute:     Wenn der Online-Check-in
zum Abo wird - Europäisches Verbraucherzentrum (EVZ) geht von
hoher Dunkelziffer aus   


 


Online einchecken, Sitzplatz wählen, Bordkarte erhalten
– diese Schritte gehören für viele Reisende heute
selbstverständlich zur Flugvorbereitung. Zunehmend werden sie
jedoch nicht mehr direkt über die Airline erledigt, sondern über
externe Dienstleister.


Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland
beobachtet: Für Nutzer ist dabei häufig nicht klar erkennbar, mit
wem sie es tatsächlich zu tun haben – und ob sie gerade lediglich
einen Einzelservice nutzen oder ein kostenpflichtiges Abonnement
abschließen.


Der günstige Einstieg – und was daraus werden
kann


Dass Drittanbieter den Online-Check-in übernehmen,
Sitzplätze reservieren oder Bordkarten bereitstellen, kommt immer
häufiger vor. Beworben werden diese Angebote oft als einfache
Zusatzleistungen für gerade einmal einen Euro. Doch die
vermeintliche Einzelleistung entpuppt sich nicht selten als
„Türöffner“: Denn wer zustimmt, schließt damit möglicherweise
zusätzliche Leistungen oder ein Abonnement ab. In einigen Fällen
werden wenige Tage später deutlich höhere Beträge – etwa rund 79
Euro – abgebucht. Gleichzeitig berichten Verbraucher, dass die
Dienstleistung trotz dieser Zusatzkosten oft nicht wie erwartet
erbracht wird oder sogar ganz ausbleibt.


 Warum viele Fälle gar nicht beim EVZ
landen


Dem Europäischen Verbraucherzentrum liegen zahlreiche
Beschwerden zu solchen Konstellationen vor. Die tatsächliche Zahl
der Betroffenen dürfte jedoch deutlich höher liegen. Denn viele
Verbraucher versuchen zunächst, das Problem selbst zu klären –
und schließen den Vorgang dann frühzeitig ab.


Wenn Zuständigkeiten unklar werden


Neben den finanziellen Folgen ergeben sich auch praktische
Probleme. Viele Verbraucher gehen davon aus, den Online-Check-in
direkt über die Airline vorgenommen zu haben. Dass ein externer
Dienstleister zwischengeschaltet ist, wird oft erst dann
deutlich, wenn zusätzliche Beträge abgebucht werden. Besonders
bei der Nutzung über das Smartphone sind Hinweise zum
tatsächlichen Vertragspartner, zu Kosten oder zur Laufzeit häufig
nur schwer auffindbar oder nicht vollständig dargestellt.


Praktische Nachteile im Reisealltag


Unabhängig von dieser rechtlichen Frage zeigen sich für
Verbraucher aber auch ganz praktische Nachteile – etwa bei
verschobenen Flugzeiten, neu vergebenen Sitzplätzen oder einem
später öffnenden Check-in. Wer direkt mit der Airline verbunden
ist, erhält solche Informationen in der Regel unmittelbar, etwa
über die App oder per Mail. Wer den Vorgang über einen
Drittanbieter abgewickelt hat, muss Informationen oft
selbstständig und über Umwege suchen. Wer den Online-Check-in
nutzt, sollte sich einen Moment Zeit nehmen, vor allem wenn der
Vorgang nicht direkt über die Airline läuft. Vor dem Klick
prüfen, wer den Service anbietet.


 


 


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https://www.was-audio.de/aanews/News20260519_kvp.mp3
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