Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 1 Tag
In der heutigen Folge geht es um Demand Avoidance. Demand
Avoidance beschreibt das innere Ausweichen, Blockieren oder den
Widerstand, der entsteht, sobald jemand eine Anforderung an einen
stellt. Der Begriff wird vor allem im Zusammenhang mit Autismus
benannt, wo es den PDA-Typ gibt (PDA für Pathological Demand
Avoidance), aber auch unter ADHSler:innen sind leichtere Facetten
von Demand Avoidance bekannt.
Und dabei geht es nicht immer um große Aufgaben. Manchmal reicht
es schon, dass man eine Nachricht beantworten soll oder ein Bild
aufhängen. Wir sprechen darüber, warum dieses
Vermeidungsverhalten bei ADHS auftritt, warum es nichts mit
Faulheit oder Trotz zu tun hat, und weshalb dieser Widerstand
eher eine instinktive Schutzreaktion ist, als eine bewusste
Entscheidung.
Ein kurzer Hinweis: Wir sind keine Therapeutinnen oder Ärztinnen.
In dieser Folge berichten wir aus unserer persönlichen Erfahrung,
aus Beobachtung und aus dem, was uns geholfen hat, nicht aus
einer professionellen oder klinischen Perspektive.
Drei Gedanken aus der Folge:
Demand Avoidance ist meistens eher eine Reaktion auf Druck,
nicht auf die Aufgabe selbst. Der Stress entsteht durch die
plötzliche Anforderung. Gerade bei ADHS spielen hier Überforderung,
emotionale Dysregulation oder Versagensangst eine Rolle, aber auch
Zeitblindheit und das Gefühl von Autonomieverlust. Dass wir dicht
machen und die Aufgabe nicht ausführen können ist ein
Schutzmechanismus, kein Trotz.Externe Deadlines geben Struktur,
Relevanz und einen Rahmen. Sie können uns helfen, Aufgaben
anzugehen, ohne uns die Autonomie zu nehmen. Denn theoretisch
können wir bei einer Deadline immer noch selbst entscheiden, ob wir
jetzt oder später anfangen und wie wir die Aufgabe umsetzen.
Direkte Anforderungen, insbesondere, wenn wir „jetzt sofort“ etwas
machen sollen, fühlen sich dagegen schnell an wie Kontrolle, Kritik
oder Einengung. Die Deadline sagt: „Das ist wichtig.“ Die Anweisung
sagt: „Du musst jetzt.“Demand Avoidance wird nicht durch mehr Druck
besser, sondern durch Sicherheit.
Zu verstehen, dass es ein „Ich kann gerade nicht“ ist und kein „Ich
will nicht“, nimmt Scham aus der Situation und wenn es möglich ist,
können wir vielleicht sogar mit unserem Gegenüber darüber reden.
Auch „nein“ sagen lernen kann auf Dauer helfen, insbesondere, wenn
wir das „nein“ bewusst aussprechen, nachdem wir einmal tief
durchgeatmet haben.
Du möchtest uns erreichen?
» Instagram: @bunnybrains.podcast
» E-Mail: hallo@bunnybrains.de
» Website: www.bunnybrains.de
» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin
» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin
» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorin
Du möchtest uns einen Kaffee spendieren?
» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
Weitere Episoden
47 Minuten
vor 1 Woche
53 Minuten
vor 2 Wochen
40 Minuten
vor 3 Wochen
40 Minuten
vor 4 Wochen
35 Minuten
vor 1 Monat
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.