Beschreibung
vor 2 Wochen
Nach den drei polnischen Teilungen im 18. Jahrhundert verfolgten
das Königreich Preußen sowie die Habsburgermonarchie eine jeweils
eigene Sprachenpolitik in den von ihnen annektierten Territorien.
In den Diskursen über Sprachvermittlung und die Ausgestaltung des
Schulwesens zeigten sich oftmals Absichten einer
‚Nationalerziehung‘, sie lassen aber auch die zugrundeliegenden
geistigen Strömungen sowie lokalen Traditionen durchscheinen.
Benedikt Stimmer, Preisträger des HiKo_21 − Nachwuchspreises 2026,
hat die Schul- und Sprachenpolitik der beiden deutschsprachigen
Teilungsmächte in den ehemaligen polnischen Gebieten in seiner
Dissertation geschichtswissenschaftlich erforscht. Im Gespräch mit
Jannes Bergmann gibt er Einblicke in den Wandel des Schulsystems
sowie der Bedeutung der (Mutter-)Sprache im 18. Jahrhundert. Er
zeichnet die Maßnahmen nach, mit denen Preußen und Österreich die
deutsche Sprache vor Ort als Herrschaftsinstrument einzusetzen
versuchten, und er zeigt die Veränderungsprozesse im Umgang mit dem
Polnischen. Zudem beleuchtet er die Spuren, die diese Politik
langfristig im kulturellen Gedächtnis der Polen und Polinnen
hinterlassen hat − auch über die Zeit der Teilung hinaus.
das Königreich Preußen sowie die Habsburgermonarchie eine jeweils
eigene Sprachenpolitik in den von ihnen annektierten Territorien.
In den Diskursen über Sprachvermittlung und die Ausgestaltung des
Schulwesens zeigten sich oftmals Absichten einer
‚Nationalerziehung‘, sie lassen aber auch die zugrundeliegenden
geistigen Strömungen sowie lokalen Traditionen durchscheinen.
Benedikt Stimmer, Preisträger des HiKo_21 − Nachwuchspreises 2026,
hat die Schul- und Sprachenpolitik der beiden deutschsprachigen
Teilungsmächte in den ehemaligen polnischen Gebieten in seiner
Dissertation geschichtswissenschaftlich erforscht. Im Gespräch mit
Jannes Bergmann gibt er Einblicke in den Wandel des Schulsystems
sowie der Bedeutung der (Mutter-)Sprache im 18. Jahrhundert. Er
zeichnet die Maßnahmen nach, mit denen Preußen und Österreich die
deutsche Sprache vor Ort als Herrschaftsinstrument einzusetzen
versuchten, und er zeigt die Veränderungsprozesse im Umgang mit dem
Polnischen. Zudem beleuchtet er die Spuren, die diese Politik
langfristig im kulturellen Gedächtnis der Polen und Polinnen
hinterlassen hat − auch über die Zeit der Teilung hinaus.
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