HiKoPod – der Wissenschaftspodcast der Historischen Kommission zu Berlin

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Podcaster

Episoden

40 ǀ HiKoPod I Babylon Berlin. Mythos und historischer Hintergrund
22.12.2025
49 Minuten
Im Sommer 2026 soll die fünfte und letzte Staffel der Erfolgsserie ‚Babylon Berlin‘ veröffentlicht werden. Aus diesem Anlass taucht Hanno Hochmuth im Gespräch mit Jannes Bergmann in den Mythos von Berlin als Sündenbabel und verruchte Metropole ein. Es wird der Bogen geschlagen von der Weimarer Republik zu den multiplen Krisen der Gegenwart – von der jungen Demokratie, die dem massiven Druck von rechts nicht standhielt, zu den heutigen Herausforderungen. Wenngleich Geschichte sich nicht wiederholt und Historiker*innen vor vermeintlichen Analogien warnen, so ist doch unsere Erinnerungskultur nicht davor gefeit, Parallelen entdecken zu wollen. Die gehäufte Wiederkehr von 100. Jahrestagen wichtiger Ereignisse der Weimarer Republik begünstigt diesen Trend. Hanno Hochmuth ordnet die Geschichten um Gereon Rath und Charlotte Ritter sowohl historisch als auch medienkritisch ein. Er offenbart wissenswerte Details zur Berliner Stadtgeschichte, unter anderem rund um den heutigen Rosa-Luxemburg-Platz. Nicht zuletzt trennt er geschickt zwischen den von Volker Kutscher detailgetreu recherchierten Romanen und der dramaturgisch notwendigen Zuspitzung, wie sie in der Filmserie nötig ist.
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39 I HiKoPod I 1945. Kriegsende und Neubeginn 4 I Gewalt und Mobilität
15.12.2025
51 Minuten
In den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs führten die militärische Lage und die Pläne des NS-Regimes zu einer besonderen Form erhöhter Mobilität und extremer Gewalt – zu den Todesmärschen. Janine Fubel beschreibt im Gespräch mit Jannes Bergmann das Schicksal der vielen Menschen, die 1945 in Brandenburg und darüber hinaus aus den Konzentrations- und Arbeitslagern in Bewegung gesetzt wurden. Sie beleuchtet insbesondere die Vorgänge im Konzentrationslager Sachsenhausen. Dabei geht sie auf die Häftlinge ebenso ein wie auf das Wachpersonal, die ansässige Zivilbevölkerung sowie die Flüchtlinge aus anderen Teilen des Deutschen Reichs. Letztgenannte waren als Zeugen, Mitwirkende oder Helfer an diesen Verbrechen beteiligt. In einem Fazit wird der historiografische sowie erinnerungskulturelle Umgang mit diesem letzten Abschnitt des Holocausts erörtert, wobei der Bogen von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart geschlagen wird. Vor 80 Jahren endete in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht der Zweite Weltkrieg, den Nazideutschland entfesselt hatte. Der 8. Mai 1945 war aber nicht nur ein Endpunkt, sondern gleichzeitig ein Neubeginn. Um die Zäsuren und Kontinuitäten geschichtswissenschaftlich einzuordnen, widmet sich die Sonderreihe ausgewählten Ereignissen, wie sie die Menschen in Berlin und Brandenburg im Jahr 1945 unmittelbar durchlebten. Titelbild: Lager im Freien bei Wittstock, April 1945; Foto: Willy Pfister. ICRC Genf, V-P-HIST-01548-08.
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38 I HiKoPod I Stadtgeschichte Eberswalde & Kreisarchiv Barnim
09.12.2025
53 Minuten
Etwa 30 Kilometer nordöstlich der Berliner Stadtgrenze, am Rande des Barnim, liegt die Stadt Eberswalde. An ihrer Stadtgeschichte lassen sich – wie in anderen Orten auch – die großen politischen Ereignisse in der Mark Brandenburg und darüber hinaus im Kleinen ablesen. Die entscheidenden Quellen zur Erforschung solcher Stadt- und Lokalgeschichten liegen in der Regel in kommunalen Archiven, wie hier im Kreisarchiv Barnim. Im Gespräch mit Jannes Bergmann unternehmen Brigitta Heine und Lucas Lebrenz als Eberswalder Stadtarchivar*innen einen historischen Parforceritt durch das ‚märkische Wuppertal‘ oder die ‚Waldstadt‘, wie Eberswalde auch genannt wurde. Sie zeichnen die Stadtgeschichte von ihren Anfängen im Zuge des hochmittelalterlichen Landesausbaus bis zu ihrer Entwicklung zum märkischen Industriezentrum nach. Außerdem berichten sie aus ihrer Arbeit im Kreisarchiv Barnim und sprechen über Chancen, Herausforderungen und verborgene Schätze in kleineren Archiven am Schnittpunkt zwischen lokaler Überlieferung und historischer Öffentlichkeitsarbeit.
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37 I HiKoPod I Max Weber und die Großstadt Berlin
25.11.2025
48 Minuten
In ihrem neuen Buch ‘Das Berlin Max Webers. Erfahrungswelten einer Großstadt‚ widmen sich die Historikerin Rita Aldenhoff-Hübinger und der Historiker Gangolf Hübinger der deutschen Hauptstadt im Kaiserreich und ihrem Einfluss auf die Entwicklung des berühmten Soziologen. Im Gespräch mit Jannes Bergmann folgen die beiden ausgewiesenen Expert*innen der Max-Weber-Forschung dessen Spuren in der Metropole, mit ihren sozialen und politischen Spannungen. Dabei geht es von seiner Schulzeit in Charlottenburg am humanistischen Gymnasium über die Anfänge seines juristischen Berufslebens bis zu den akademischen Zirkeln, in denen sich Weber bewegte. Der historische wie geografische Rundgang spürt so den Einflüssen der Großstadt und ihrer groß- sowie bildungsbürgerlichen Milieus auf Max Weber nach und verdeutlicht, wie diese sein späteres Denken prägten.
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36 I HiKoPod I 1945. Kriegsende und Neubeginn 3 I Das Geheime Staatsarchiv 1945
10.11.2025
35 Minuten
Das Jahr 1945 stellte eine große Zäsur in der Geschichte des Geheimen Staatarchivs Preußischer Kulturbesitz dar. Im Gespräch mit Jannes Bergmann schildert Ulrike Höroldt die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges auf die Mitarbeiter*innen, den Betriebsalltag und die sogenannten ‘Chaostage’ nach Kriegsende mit Plünderungen und Versorgungsmängeln. Auch die Auslagerungen der Bestände, die größtenteils erst nach dem Ende der deutschen Teilung wieder zusammengeführt werden konnten, kommen zur Sprache. Vor 80 Jahren endete in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht der Zweite Weltkrieg, den Nazideutschland entfesselt hatte. Der 8. Mai 1945 war aber nicht nur ein Endpunkt, sondern gleichzeitig ein Neubeginn. Um die Zäsuren und Kontinuitäten geschichtswissenschaftlich einzuordnen, widmet sich die Sonderreihe ausgewählten Ereignissen, wie sie die Menschen in Berlin und Brandenburg im Jahr 1945 unmittelbar durchlebten.
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Über diesen Podcast

HiKoPod – der Wissenschaftspodcast der Historischen Kommission zu Berlin – Geschichte aus erster Hand! Ausgewiesene Expert*innen geben Ihnen historische Informationen zu Berlin, Brandenburg und Preußen – von A wie Alexanderplatz bis Z wie Zisterzienser. Wollen Sie zum Beispiel wissen, welche Bedeutung die historische Mitte für die Entwicklung Berlins hat, was Sie aus dem politischen Testament Friedrichs des Großen erfahren können oder wie sich der 9. November als besonderes Datum in der Deutschen Geschichte in Berlin auswirkte? Dann hören Sie rein.

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