Beschreibung
vor 1 Woche
Von 17. bis 20. April 2026 fand zum 7. Mal das KTT statt, das
Kepler Teleskoptreffen, das unsere Schule gemeinsam mit dem
Steirischen Astronomenverein StAV ins Leben gerufen hat und bei dem
wir astronomieinteressierte Jugendliche mit Amateurastronomen und
Wissenschaftlern aus der Weltraumforschung zusammen, um gemeinsam
unter dunklem Nachthimmel die Wunder des Universums zu bestaunen –
und in nachmittäglichen Fachvorträgen auch was darüber zu lernen.
Und heuer waren beide Bereiche fantastisch, sowohl der Himmel, der
uns zwei sehr gute Beobachtungsnächte beschert hat, als auch das
Tagesprogramm! Und daraus hört ihr hier einige Ausschnitte,
außerdem Interviews mit einigen der Vortragenden und
Teilnehmer:innen. Zum Einstieg am Freitag gab uns Frau Dr. Ramona
Augustin vom AIP, dem Leibnitz Institut für Astrophysik Potsdam,
einen spannenden Onlinevortrag über das zirkumgalaktische Medium,
zu dem sie forscht. Aufmerksam wurden wir auf sie durch ihr
kürzlich erschienenes Video zu diesem Thema auf dem Kanal Urknall,
Weltall und das Leben. Dr. Bruno Besser vom Grazer Institut für
Weltraumforschung IWF der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften hatte dann als Kontrapunkt ein ganz regionales Thema
für uns, einen Blick in die Geschichte der Astronomie in der
Steiermark. Dave Gloistein vom StAV lieferte uns in wundervollem
British English augenzwinkernd den nachvollziehbaren Beweis, dass
auf der Erde Aliens leben. Dr. Thomas Klügel vom geodätischen
Observatorium Wettzell (D) sprach unter anderem von der Technik der
Entfernungsmessung zum Mond mittels Laserranging und vermittelte
uns eindrucksvoll, wie spannend Geodäsie sein kann und in welch
unerwarteten Bereichen sie angewandt werden könnte
(Gravitationswellendedektion!). Und Nico Lampl vom
Universitätsobservatorium Lustbühel der Uni Graz präsentierte seine
Bachelorarbeit, in der er einen faszinierenden Zeiss-Refraktor
wieder verwendbar machen wird. Das Gerät mit dem etwas gruseligen
Namen „Ballistische Messkammer“ (BMK) wurde eigentlich einst
gebaut, um Satellitenbewegungen zu vermessen, hat ein riesiges
Gesichtsfeld von im Prinzip 20° am Himmel und existiert nur zweimal
auf der Welt. Das Schwestergerät war einst in Wettzell im
geodätischen Observatorium und ist nun in Chile in der
Atacamawüste, um mit einem riesigen 10x10cm Kamerachip das
Beobachtungsfeld des Weltraumteleskops PLATO vorzubeobachten
(Projektleiter ist übrigens ein Grazer Astronom, Dr. Jörg
Weingrill). Mit Dr. Szilárd Csizmadia, eigentlich
Exoplanetenforscher vom DLR Berlin, aber auch Obmann des
ungarischen Amateurastronomievereins VCSE, tauchen wir ein bisschen
in die Geschichte der Amateurastronomie ein, und mit DI Gerhard
Paar von Joanneum Research Graz geht es dann in die
Sonnensystemforschung: er ist Co-Investigator der
Mastcam-Z-Stereokamera auf dem Marsrover Perseverance und hat die
3D-Visualisierung entwickelt, die auch auf der HERA-Mission zum
Asteroiden Dimorphos verwendet werden wird, und gab uns dazu einige
Einblicke. Den Schlusspunkt unserer Vorträge bildete ein
Doppelvortrag von Dr. Örs Hunor Detre, einer der Hauptentwickler
des Instruments MIRI am James Webb Space Telescope, mit einem Blick
hinter die Kulissen seiner Arbeit bei der NASA für das JWST und
seiner aktuellen Tätigkeit als Wissenschaftsvermittler in der er
neben dem CanSatLab in Ungarn auch erfolgreich ein Projekt
gestartet hat, bei dem Schüler:innen tatsächlich Instrumente für
einen echten Cubesat entwickeln konnten, der nun im Erdorbit ist.
Schließlich kommen auch noch die Stimmen der Teilnehmer:innen nicht
zu kurz! Insbesondere habe ich Thomas Holzhäuser von der
Keplergesellschaft Weil der Stadt noch zum Interview gebeten.
Kepler Teleskoptreffen, das unsere Schule gemeinsam mit dem
Steirischen Astronomenverein StAV ins Leben gerufen hat und bei dem
wir astronomieinteressierte Jugendliche mit Amateurastronomen und
Wissenschaftlern aus der Weltraumforschung zusammen, um gemeinsam
unter dunklem Nachthimmel die Wunder des Universums zu bestaunen –
und in nachmittäglichen Fachvorträgen auch was darüber zu lernen.
Und heuer waren beide Bereiche fantastisch, sowohl der Himmel, der
uns zwei sehr gute Beobachtungsnächte beschert hat, als auch das
Tagesprogramm! Und daraus hört ihr hier einige Ausschnitte,
außerdem Interviews mit einigen der Vortragenden und
Teilnehmer:innen. Zum Einstieg am Freitag gab uns Frau Dr. Ramona
Augustin vom AIP, dem Leibnitz Institut für Astrophysik Potsdam,
einen spannenden Onlinevortrag über das zirkumgalaktische Medium,
zu dem sie forscht. Aufmerksam wurden wir auf sie durch ihr
kürzlich erschienenes Video zu diesem Thema auf dem Kanal Urknall,
Weltall und das Leben. Dr. Bruno Besser vom Grazer Institut für
Weltraumforschung IWF der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften hatte dann als Kontrapunkt ein ganz regionales Thema
für uns, einen Blick in die Geschichte der Astronomie in der
Steiermark. Dave Gloistein vom StAV lieferte uns in wundervollem
British English augenzwinkernd den nachvollziehbaren Beweis, dass
auf der Erde Aliens leben. Dr. Thomas Klügel vom geodätischen
Observatorium Wettzell (D) sprach unter anderem von der Technik der
Entfernungsmessung zum Mond mittels Laserranging und vermittelte
uns eindrucksvoll, wie spannend Geodäsie sein kann und in welch
unerwarteten Bereichen sie angewandt werden könnte
(Gravitationswellendedektion!). Und Nico Lampl vom
Universitätsobservatorium Lustbühel der Uni Graz präsentierte seine
Bachelorarbeit, in der er einen faszinierenden Zeiss-Refraktor
wieder verwendbar machen wird. Das Gerät mit dem etwas gruseligen
Namen „Ballistische Messkammer“ (BMK) wurde eigentlich einst
gebaut, um Satellitenbewegungen zu vermessen, hat ein riesiges
Gesichtsfeld von im Prinzip 20° am Himmel und existiert nur zweimal
auf der Welt. Das Schwestergerät war einst in Wettzell im
geodätischen Observatorium und ist nun in Chile in der
Atacamawüste, um mit einem riesigen 10x10cm Kamerachip das
Beobachtungsfeld des Weltraumteleskops PLATO vorzubeobachten
(Projektleiter ist übrigens ein Grazer Astronom, Dr. Jörg
Weingrill). Mit Dr. Szilárd Csizmadia, eigentlich
Exoplanetenforscher vom DLR Berlin, aber auch Obmann des
ungarischen Amateurastronomievereins VCSE, tauchen wir ein bisschen
in die Geschichte der Amateurastronomie ein, und mit DI Gerhard
Paar von Joanneum Research Graz geht es dann in die
Sonnensystemforschung: er ist Co-Investigator der
Mastcam-Z-Stereokamera auf dem Marsrover Perseverance und hat die
3D-Visualisierung entwickelt, die auch auf der HERA-Mission zum
Asteroiden Dimorphos verwendet werden wird, und gab uns dazu einige
Einblicke. Den Schlusspunkt unserer Vorträge bildete ein
Doppelvortrag von Dr. Örs Hunor Detre, einer der Hauptentwickler
des Instruments MIRI am James Webb Space Telescope, mit einem Blick
hinter die Kulissen seiner Arbeit bei der NASA für das JWST und
seiner aktuellen Tätigkeit als Wissenschaftsvermittler in der er
neben dem CanSatLab in Ungarn auch erfolgreich ein Projekt
gestartet hat, bei dem Schüler:innen tatsächlich Instrumente für
einen echten Cubesat entwickeln konnten, der nun im Erdorbit ist.
Schließlich kommen auch noch die Stimmen der Teilnehmer:innen nicht
zu kurz! Insbesondere habe ich Thomas Holzhäuser von der
Keplergesellschaft Weil der Stadt noch zum Interview gebeten.
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