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Beschreibung
vor 3 Tagen
In dieser Folge geht es um Planeten, die um andere Sterne kreisen –
extrasolare Planeten oder Exoplaneten genannt (wir haben überspitzt
formuliert, dass „Planet“ laut der IAU (Internationale
Astronomische Union) nur Objekte heißen, die um die Sonne kreisen –
aber bei dieser Definition im Jahr 2006 ging es genaugenommen nur
um unser Sonnensystem). Davor sehen wir uns in den Spacenews eine
interessante aktuelle Forschungsarbeit an, in der es um die nötigen
Lebensbausteine auf habitablen Planeten geht, um CHNOPS
(Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Phosphor,
Schwefel). Ohne diese 6 Elemente kann es kein Leben geben, so wie
wir es kennen („Lawki“, live as we know it). Im Speziellen hat sich
die Forschungsgruppe angesehen, was nötig ist, damit Stickstoff und
Phosphor auf der Oberfläche eines Planeten verfügbar ist. Dazu
braucht es eine ganz bestimmte Sauerstoffkonzentration, sonst gehen
diese Elemente in Richtung Planetenkern oder Atmosphäre verloren –
was bedeutet, dass es vermutlich nur wenige Planeten geben kann,
auf denen eben auch alle sechs Lebensbausteine so vorhanden sind,
dass sich daraus Leben bilden kann. Draugr, Phobetor und
Poltergeist - die ersten „Planeten“, die man entdeckt hat,
umkreisen keinen echten Stern, sondern den Pulsar Lich – und gelten
darum nur als „Quasiplaneten“, da sie wohl nur aus den Resten einer
Supernova entstanden sind. Pegasi 51b war der erste „echte“
Exoplanet, entdeckt mit der Radialgeschwindigkeitsmethode – und
auch das war ein eigenartiges Objekt, ein Hot Jupiter, der seinen
Stern in einer sehr engen Bahn umkreist. Dort kann er nicht
entstanden sein, und seither wissen wir, dass Planeten anfangs ihre
Position sehr stark verändern können – sie migrieren durch das
Sternsystem. Exoplanetensysteme haben viele Objekte, die es so in
unserem Sonnensystem nicht gibt – Supererden, Minineptune,
vielleicht sogar Ozeanplaneten oder Eisenplaneten und viele andere
hypothetische Exoplanetenarten, über die wir derzeit nur
spekulieren können. Dank der ESA-Mission PLATO, die im September
2026 starten sollte, sollten wir bald auch mehr über erdähnliche
Planeten und ihre Sterne herausfinden. Im Astrolexikon geht es
diesmal um Kometen! Im Herbst 2025 war mit C2025 A6 Lemmon ein
recht schönes Exemplar zu sehen – auch wir haben damals eine gute
Aufnahme gemacht.
extrasolare Planeten oder Exoplaneten genannt (wir haben überspitzt
formuliert, dass „Planet“ laut der IAU (Internationale
Astronomische Union) nur Objekte heißen, die um die Sonne kreisen –
aber bei dieser Definition im Jahr 2006 ging es genaugenommen nur
um unser Sonnensystem). Davor sehen wir uns in den Spacenews eine
interessante aktuelle Forschungsarbeit an, in der es um die nötigen
Lebensbausteine auf habitablen Planeten geht, um CHNOPS
(Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Phosphor,
Schwefel). Ohne diese 6 Elemente kann es kein Leben geben, so wie
wir es kennen („Lawki“, live as we know it). Im Speziellen hat sich
die Forschungsgruppe angesehen, was nötig ist, damit Stickstoff und
Phosphor auf der Oberfläche eines Planeten verfügbar ist. Dazu
braucht es eine ganz bestimmte Sauerstoffkonzentration, sonst gehen
diese Elemente in Richtung Planetenkern oder Atmosphäre verloren –
was bedeutet, dass es vermutlich nur wenige Planeten geben kann,
auf denen eben auch alle sechs Lebensbausteine so vorhanden sind,
dass sich daraus Leben bilden kann. Draugr, Phobetor und
Poltergeist - die ersten „Planeten“, die man entdeckt hat,
umkreisen keinen echten Stern, sondern den Pulsar Lich – und gelten
darum nur als „Quasiplaneten“, da sie wohl nur aus den Resten einer
Supernova entstanden sind. Pegasi 51b war der erste „echte“
Exoplanet, entdeckt mit der Radialgeschwindigkeitsmethode – und
auch das war ein eigenartiges Objekt, ein Hot Jupiter, der seinen
Stern in einer sehr engen Bahn umkreist. Dort kann er nicht
entstanden sein, und seither wissen wir, dass Planeten anfangs ihre
Position sehr stark verändern können – sie migrieren durch das
Sternsystem. Exoplanetensysteme haben viele Objekte, die es so in
unserem Sonnensystem nicht gibt – Supererden, Minineptune,
vielleicht sogar Ozeanplaneten oder Eisenplaneten und viele andere
hypothetische Exoplanetenarten, über die wir derzeit nur
spekulieren können. Dank der ESA-Mission PLATO, die im September
2026 starten sollte, sollten wir bald auch mehr über erdähnliche
Planeten und ihre Sterne herausfinden. Im Astrolexikon geht es
diesmal um Kometen! Im Herbst 2025 war mit C2025 A6 Lemmon ein
recht schönes Exemplar zu sehen – auch wir haben damals eine gute
Aufnahme gemacht.
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