AK054 Die Werkzeuge der Astronomie Teil I

AK054 Die Werkzeuge der Astronomie Teil I

vor 2 Tagen
Auge, Teleskop und Fotografie
31 Minuten
Podcast
Podcaster

Beschreibung

vor 2 Tagen
Mit welchen Methoden beobachten wir eigentlich den Weltraum? Wir
starten eine Themenreihe in unserem Podcast und sehen uns die
Werkzeuge der Astronomie an. Davor sprechen wir in den Astronews
über die zum Aufnahmezeitpunkt laufende Artemis 2 – Mission, die
mit der Rückkehr der Astronaut:innen am 10. April 2026 nun auch
erfolgreich zu Ende gegangen ist. Die längste Zeit der
Menschheitsgeschichte bis zum Ende des 16. Jahrhunderts konnte man
den (allerdings perfekt dunklen) Nachthimmel nur mit freiem Auge
beobachten. Trotzdem gab es ganze Observatorien wie Stonehenge, das
jahrtausendealte Sonnenobservatorium von Goseck und – als letztes
seiner Art – Sternjeborg mit seinen astrometrischen
Präzsesionsinstrumenten, dass sich der berühmte Astronom Tycho
Brahe gegen Ende des 16. Jahrhunderts erbauen ließ. Mit
Instrumenten wie dem Quadrant, dem Sextant oder der Amillarsphäre
(Astrolabium) wurden die Positionen der Sterne bestimmt und
vermessen. Anfang des 17 Jahrhunderts wurde dann das Fernrohr
erfunden, Galileo Galilei verbesserte es und war der erste, der
damit die Krater des Mondes, die 4 großen Jupitermonde und die
„mondartigen“ Phasen der Venus entdeckte – und dass die Milchstraße
aus unzähligen Sternen besteht. Fernrohre und Ferngläser eröffneten
der Astronomie einen völlig neuen Blick auf das Universum – auf
Objekte, die ohne optische Hilfsmittel unsichtbar blieben. Später
entwickelten auch Johannes Kepler, Isaak Newton und viele weitere
immer bessere Versionen von Teleskopen, und die Instrumente wurden
immer größer. Die Erfindung der Fotografie revolutionierte nochmals
die Himmelsbeobachtung: nicht nur, dass man nun die Beobachtungen
objektiv festhalten konnte, durch Langzeitbelichtung war es nun
möglich, bisher unsichtbar bleibende lichtschwache Objekte
abzubilden: die Grenzen der menschlichen Sehkraft wurden damit
überschritten, und auch heute noch zeigen Fotos mit selbst
einfachen Kameras (wie Smartphonekameras) viel mehr, als das
menschliche Auge sehen kann.
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