#337 Heliad mit Co-CEO Falk Schäfers: Vom IPO-Banker zum Pre-Seed-Investor

#337 Heliad mit Co-CEO Falk Schäfers: Vom IPO-Banker zum Pre-Seed-Investor

vor 1 Woche
Warum der Gründer der Kunde ist und Wertschöpfung längst vorbörslich passiert
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Beschreibung

vor 1 Woche

Wenn Innovation heute entsteht, dann selten an der Börse. Sie
entsteht in privaten Märkten, in den ersten zwölf Monaten eines
Unternehmens, in einem Gespräch zwischen Gründer und Investor,
das auf Augenhöhe geführt wird. Genau dort setzt Falk Schäfers
an.


Falk ist Co-CEO der börsennotierten Heliad AG, einer Frankfurter
Venture-Investorin mit Evergreen-Struktur. Permanent Capital,
kein Fondsdruck, keine vorgegebenen Halteperioden. Heliad
begleitet Gründerinnen und Gründer von Pre-Seed bis weit über den
Börsengang hinaus und versteht sich dabei nicht als reiner
Kapitalgeber, sondern als Produktanbieter mit einem klar
definierten Kunden: dem Gründer selbst.


Sein Weg dorthin führt über Berenberg, wo er 2014 als Praktikant
in einem fünfköpfigen Team in Frankfurt den Rocket Internet IPO
begleitete und in den Folgejahren an den Börsengängen von
HelloFresh, Delivery Hero und vielen weiteren mitwirkte. Die
Erkenntnis, dass die wesentliche Wertschöpfung längst vorbörslich
stattfindet, führte ihn 2021 auf die andere Seite des Tisches.


Im Gespräch mit Max spricht Falk über das, was Heliad
differenziert. Über Capital-Markets-Expertise als
institutionalisierten Mehrwert, über GovTech als strategischen
Zugang zu staatlichen Strukturen, über das Selbstverständnis,
jeden Gründer persönlich zu treffen, egal wo dieser sitzt. Er
erzählt von einer konträren Wette im Food-Delivery-Segment, die
heute profitabel wächst, von einem Robotics-Team in Ljubljana,
das er innerhalb von 24 Stunden besuchte, und davon, warum er
bereits mehrfach in denselben Gründer investiert hat.


Es geht um Europa und seine ungenutzte Talentdichte. Um den
Druck, dem dieser Kontinent gerade ausgesetzt ist, und um die
Generation, die diesen Druck als Aufbruch versteht. Um Quality of
Life als europäische Selbstverständlichkeit und um die Tatsache,
dass die kritischen Industrien der nächsten Dekade im privaten
Markt entstehen, nicht im DAX. 70 bis 80 Prozent des Kapitals
investiert Heliad in Europa, der Rest fließt über den Atlantik
nach Kalifornien, dorthin, wo der Founder Spirit seit fünf
Jahrzehnten gewachsen ist.


Falk teilt, was er aus unzähligen Gründergesprächen über
Bauchgefühl und Magnetwirkung gelernt hat, warum das richtige
Team wichtiger ist als das richtige Modell, und warum drei
Startups manchmal genau die richtige Anzahl sind, bevor das
vierte zum Outlier wird. Er spricht über persönliche Zweifel,
über die Notwendigkeit, in einer Industrie ohne kurzfristige
Feedback-Zyklen der eigenen Linie zu vertrauen, und über das
Mantra, das ihm sein Vater mitgegeben hat: beweglich bleiben.
Pantarei. Alles ist im Fluss.


Eine Folge über Venture Capital als Handwerk, über Gründer als
Kunden und über die Frage, was es heißt, in Europa heute eine
Firma zu bauen, die in zehn Jahren noch zählt.


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