Folge 19 – the real Female Rage

Folge 19 – the real Female Rage

vor 2 Tagen
39 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Tagen

️ Triggerwarnung: Diese Folge enthält explizite Inhalte zu Gewalt
gegen Frauen, sexualisierter Gewalt und Femizid.





Female Rage ist keine schlechte Laune. Es ist die akkumulierte
Wut auf ein System, das Frauen strukturell benachteiligt und ihre
Wut pathologisiert – während männliche Wut als Führungsqualität
gilt. Manche Präsidenten fahren sie beispielsweise als komplettes
Jobkonzept.


Die Basis sind Mikrofrustrationen: zu viel Care-Arbeit, Mental
Load, systemische Benachteiligungen im Alltag und Beruf – und die
Tatsache, dass Frauen in der Öffentlichkeit ständig darauf achten
müssen, wie sie emotional wahrgenommen werden, während männliches
Fehlverhalten fast immer als Einzelfall gilt.





Zwischendrin: Girls Day bei Sabine, moderne Märchen in denen
Prinzessinnen sich selbst retten – und warum das einen
Unterschied macht.


Dann wird es schwerer. Marilena spricht über ihren Besuch in der
Gewaltambulanz Heidelberg – rund 1000 Fälle pro Jahr, schwerste
Gewaltverbrechen, fast ausnahmslos von Männern gegen Frauen und
Kinder aus dem engsten Umfeld. Der Vorsitzende des Bundes
Deutscher Kriminalbeamter empfahl Frauen im ZDF statistisch
gesehen, lieber keine Beziehung mit einem Mann einzugehen. Und
das von einem Polizist.


Kein Gewaltverbrechen entsteht aus dem Nichts. Es beginnt Jahre
vorher – mit emotionaler Gewalt, mit Abwertung. Und es fehlen
immer noch Männer, die das wahrhaben und öffentlich
entgegentreten. Für Marilena ist das eine große Quelle für Female
Rage: die schweigenden guten Männer.


Was hilft: Transparenz schaffen, Anzeigen erstatten,
problematisches Verhalten benennen. Eine gesunde Mir-egal-Haltung
gegenüber männlichem Gejammer. Und das Wichtigste: finanziell
unabhängig bleiben, um sich und die Kinder selbst versorgen zu
können. Die gute Nachricht: auch wenn das System träge ist – im
eigenen Umfeld, im persönlichen Einflussbereich, fängt
Veränderung an.
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