Folge 15 – Ehegattensplitting

Folge 15 – Ehegattensplitting

vor 3 Tagen
36 Minuten
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Beschreibung

vor 3 Tagen

To marry or not to marry. In Deutschland verheiratet zu sein
macht einen gewaltigen Unterschied – nicht nur im Alltag, sondern
auf dem Lohnzettel.


Das Ehegattensplitting belohnt nämlich eine ganz bestimmte
Vorstellung von Familie: zwei Verheiratete, einer verdient mehr,
der andere weniger. Je größer die Lücke, desto größer der
Steuervorteil. Was das in der Praxis bedeutet: Mehr Arbeit lohnt
sich für den Zweitverdienst – meistens die Frau – finanziell oft
schlicht nicht. Steuerklasse V, weniger Elterngeld, weniger
Rente. Das System greift tief.


Und wer nicht heiratet, merkt das auch an anderen Stellen. Zum
Beispiel bei der Vaterschaft: Ohne Trauschein muss sie erst
anerkannt werden – aktiv, bürokratisch, nicht selbstverständlich.


In dieser Folge nehmen wir das Ehegattensplitting einmal
systematisch auseinander – und fragen, warum ein Steuermodell aus
den 50ern, das Familien in eine bestimmte Form zwingt, immer noch
nicht da steht, wo es hingehört: nämlich oben auf die politische
und gesellschaftliche Tagesordnung.
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