Trump bestraft Merz

Trump bestraft Merz

vor 3 Wochen
Die USA ziehen Tausende Soldaten aus Deutschland ab. Tun sie damit sich selbst mehr weh oder uns? Und: Umgang mit neuen Alzheimer-Medikamenten verunsichert Patienten.
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Beschreibung

vor 3 Wochen
US-Präsident Donald Trump hat am Wochenende nachgelegt: In der
Nacht zum Sonntag hat er gedroht, »weit mehr« als die zunächst
angekündigten 5.000 US-Soldaten aus Deutschland abziehen zu
wollen. In den nächsten sechs bis zwölf Monaten will das
US-Verteidigungsministerium einen Teil seiner Truppen aus der
Bundesrepublik verlegen. Welche der überwiegend im Südwesten
Deutschlands gelegenen rund 20 Standorte betroffen sein könnten,
ist noch unklar. Neben den sicherheitspolitischen Auswirkungen, die
dieser Schritt für Deutschland und Europa hätte, könnte er für die
betroffenen Regionen auch wirtschaftliche Folgen haben.
Auslöser für die Entscheidung der US-Regierung könnten die
Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz an einer Schule im
Sauerland gewesen sein. Dort hat Merz das amerikanische Vorgehen im
Iran kritisiert und Zweifel an der Strategie der USA
geäußert. Wie wichtig Deutschland als Drehkreuz für die USA
für ihre Aktivitäten im Nahen und Mittleren Osten ist und wem ein
solcher Teilabzug US-amerikanischer Truppen mehr schaden würde,
erklärt Paul Middelhoff, US-Korrespondent der ZEIT. Die
Hoffnung im Kampf gegen Alzheimer hat derzeit zwei Namen: Lecanemab
und Donanemab. Seit Herbst 2025 sind die neuen Medikamente auch in
Deutschland verfügbar, und erstmals greifen sie nicht nur Symptome
an, sondern zielen auf eine der Ursachen für die Krankheit.
Forschende sprechen von einem Wendepunkt, manche sogar von einer
neuen Ära. Alzheimer ist mit zwei Dritteln aller Fälle die mit
Abstand häufigste Demenzerkrankung. Doch zumindest in Deutschland
werden die Fortschritte vorübergehend gebremst: Denn der Gemeinsame
Bundesausschuss sieht bislang keinen klaren Zusatznutzen gegenüber
bestehenden Therapien. Sein Urteil ist maßgeblich für die
Preisverhandlungen zwischen Krankenkassen und Herstellern. Welche
Folgen hat das für Patientinnen und Patienten? Und was bedeutet das
Urteil des G-BA für den weiteren Kampf gegen die Krankheit? Darüber
spricht Tom Kattwinkel, Redakteur im Gesundheitsressort der ZEIT,
im Podcast.   Und sonst so? Yoko Ono gegen französische
Biermarke »John Lemon«   Moderation und Produktion: Moses
Fendel Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Christina Felschen
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter
wasjetzt@zeit.de.  Weitere Links zur Folge: Reduzierung der
US-Truppenstärke in Deutschland: Trump rächt sich US-Militär in
Deutschland: Trump will »weit mehr« als 5.000 Soldaten abziehen
USA: Donald Trump erwägt Truppenabzug auch aus Italien und Spanien
Alzheimer-Antikörper: Der Durchbruch im Kampf gegen das Vergessen
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