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Beschreibung
vor 2 Tagen
Im Spiegel der KI Himmel & Erdung-Reihe zu Künstlicher
Intelligenz und wie sie das Menschsein neu reflektieren lässt.
Wahrscheinlich haben Menschen noch nie so nachdrücklich nach dem
genuin Menschlichen gefragt wie heute. Danach, was uns ausmacht,
was uns unersetzlich macht. Und wo wir vielleicht zu sicher waren,
dass uns Maschinen nicht übertrumpfen. In dieser Folge von Himmel
& Erdung geht es um die Frage: Was geschieht mit Spiritualität,
wenn Maschinen in Räume eindringen, die einmal von Präsenz,
Offenheit und leiblicher Begegnung lebten? Der Theologe Jonas
Simmerlein, international bekannt durch seine ChatGPT-Gottesdienste
und Experimente mit religiöser Robotik, zieht Bilanz, auch ganz
persönlich: Wo Maschinen in religiöse Praktiken treten, befällt ihn
«eine Schwere der Belanglosigkeit». Warum ist das so? Was fehlt der
Maschinenwelt? Im Gespräch wird deutlich: Das Problem ist nicht
nur, dass KI halluziniert oder unzuverlässig bleibt. Tiefer liegend
ist ein Mangel an Zeitlichkeit, an echter Offenheit, an
Fleischlichkeit. Maschinen haben keine Endlichkeit, sie riskieren
nichts, sie schenken keine Lebenszeit, sie sind auf Funktionieren
angelegt. Gerade deshalb, so die These, erzeugen sie oft keine
Resonanz, sondern Indifferenz. Widerstand statt Reibungslosigkeit
Das Gespräch führt mitten hinein in eine Frage, die selten gestellt
wird: Braucht Spiritualität vielleicht gerade das Widerständige?
Nicht das System, das uns jederzeit bestätigt, sondern das
Gegenüber, das sich nicht völlig verfügbar macht. Nicht die glatte
Antwort, sondern Herausforderung und echte Begegnung. Von Levinas
bis Michel Henry, von KI-Chatbots bis zur christlichen Inkarnation
kreist diese Folge um die Einsicht, dass Bedeutung nicht einfach
erzeugt werden kann. Was rettet uns vor der Belanglosigkeit? Es
geht auch um die konkrete Gegenwart: um Kinder, die mit Maschinen
aufwachsen, um die Versuchung, Denken auszulagern, um ökologische
und politische Kosten von KI. Und es geht um die Gegenbewegung: um
Offline-Räume, um analoge Präsenz, um Gespräche, in denen wirklich
etwas auf dem Spiel steht. Einen solchen Offline-Raum, das
Schenkhaus in Zürich, leitet Jonas Simmerlein. Kürzlich
veröffentlichte er einen Beitrag zu religiösen Robotern in dem
Buch: «Instrumente Gottes Werkzeuge. Soziale Roboter und KI-Tools
in religiösen Kontexten». RefLab bietet weitere Podcast-Formate zu
Spiritualität, Philosophie, Kultur, Psychologie und Popkultur.
Zudem erscheinen wöchentlich neue Blogbeiträge. Wenn du informiert
bleiben möchtest, abonniere den RefLab-Newsletter.
Intelligenz und wie sie das Menschsein neu reflektieren lässt.
Wahrscheinlich haben Menschen noch nie so nachdrücklich nach dem
genuin Menschlichen gefragt wie heute. Danach, was uns ausmacht,
was uns unersetzlich macht. Und wo wir vielleicht zu sicher waren,
dass uns Maschinen nicht übertrumpfen. In dieser Folge von Himmel
& Erdung geht es um die Frage: Was geschieht mit Spiritualität,
wenn Maschinen in Räume eindringen, die einmal von Präsenz,
Offenheit und leiblicher Begegnung lebten? Der Theologe Jonas
Simmerlein, international bekannt durch seine ChatGPT-Gottesdienste
und Experimente mit religiöser Robotik, zieht Bilanz, auch ganz
persönlich: Wo Maschinen in religiöse Praktiken treten, befällt ihn
«eine Schwere der Belanglosigkeit». Warum ist das so? Was fehlt der
Maschinenwelt? Im Gespräch wird deutlich: Das Problem ist nicht
nur, dass KI halluziniert oder unzuverlässig bleibt. Tiefer liegend
ist ein Mangel an Zeitlichkeit, an echter Offenheit, an
Fleischlichkeit. Maschinen haben keine Endlichkeit, sie riskieren
nichts, sie schenken keine Lebenszeit, sie sind auf Funktionieren
angelegt. Gerade deshalb, so die These, erzeugen sie oft keine
Resonanz, sondern Indifferenz. Widerstand statt Reibungslosigkeit
Das Gespräch führt mitten hinein in eine Frage, die selten gestellt
wird: Braucht Spiritualität vielleicht gerade das Widerständige?
Nicht das System, das uns jederzeit bestätigt, sondern das
Gegenüber, das sich nicht völlig verfügbar macht. Nicht die glatte
Antwort, sondern Herausforderung und echte Begegnung. Von Levinas
bis Michel Henry, von KI-Chatbots bis zur christlichen Inkarnation
kreist diese Folge um die Einsicht, dass Bedeutung nicht einfach
erzeugt werden kann. Was rettet uns vor der Belanglosigkeit? Es
geht auch um die konkrete Gegenwart: um Kinder, die mit Maschinen
aufwachsen, um die Versuchung, Denken auszulagern, um ökologische
und politische Kosten von KI. Und es geht um die Gegenbewegung: um
Offline-Räume, um analoge Präsenz, um Gespräche, in denen wirklich
etwas auf dem Spiel steht. Einen solchen Offline-Raum, das
Schenkhaus in Zürich, leitet Jonas Simmerlein. Kürzlich
veröffentlichte er einen Beitrag zu religiösen Robotern in dem
Buch: «Instrumente Gottes Werkzeuge. Soziale Roboter und KI-Tools
in religiösen Kontexten». RefLab bietet weitere Podcast-Formate zu
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