Krieg, Politik und der Preis des Gehorsams | Von Claudia Töpper

Krieg, Politik und der Preis des Gehorsams | Von Claudia Töpper

vor 1 Tag
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Beschreibung

vor 1 Tag

Ein Kommentar von Claudia Töpper.


Am Montag, den 27. April 2026 reiste der iranische Außenminister,
Abbas Araghchi nach Russland, St. Petersburg, um sich dort mit
dem russischen Präsidenten, Wladimir Putin zu treffen. Das
Treffen diente dazu, die russische Unterstützung im Irankrieg zu
festigen.(1) Der iranische Botschafter in Russland, Kazem Jalali
erklärte,
„dass die Präsidenten des Irans und Russlands seit Beginn des
Krieges bereits drei Telefonate geführt hätten und beide in
nationalen und internationalen Fragen ähnliche Positionen vertreten
würden“.(2)

Araghchi habe zudem erklärt, dass die Beziehungen zwischen
Teheran und Moskau auf höchstem Niveau seien und weiter gefestigt
würden. Zudem dankte er Russland für die Unterstützung.(3) Putin
fügte hinzu:
„Wir sehen, wie tapfer und heldenhaft das iranische Volk um
seine Unabhängigkeit kämpft, um seine Souveränität. Wir werden von
unserer Seite alles tun, was in ihrem Interesse liegt und den
Interessen aller Völker der Region entspricht, damit der Frieden so
schnell wie möglich erreicht werden kann."(4)

Seit Beginn des Irankrieges stellt sich Wladimir Putin offen auf
die Seite des Irans. Laut der russischen Nachrichtenagentur
Interfax erklärte Putin,
„er habe vorige Woche eine Botschaft des obersten Führers
Modschtaba Chamenei erhalten und könne bestätigen, dass Russland
und der Iran ihre strategische Partnerschaft fortsetzten.“(5)

Neues Friedensangebot aus Teheran


Dieses Treffen fand kurz nach den gescheiterten Verhandlungen
zwischen dem Iran und den USA statt, das ursprünglich am
vergangenen Wochenende erneut in Pakistan stattfinden sollte.
Jedoch untersagte der US-Präsident, Donald J. Trump seiner
Delegation die Anreise nach Pakistan.(6) Laut der Tagesschau.de
begründete Trump die Absage mit einem neu eingebrachten
Friedensvorschlag von dem Iran, den Trump und auch sein
Außenminister, Marco Rubio als inakzeptabel bezeichnet haben
sollen.(7)


Laut Tagesschau.de und dem österreichischen Nachrichtenportal,
AUF1 soll der Vorschlag beinhalten, dass die Straße von Hormuz
geöffnet und der Krieg dadurch beendet wird. Über das iranische
Atomprogramm soll später entschieden werden.(8)


USA lehnt Angebot ab


In einem Interview mit dem amerikanischen Sender Fox News
erklärte Rubio zum Friedensangebot des Irans: „Die Öffnung des
für Öl- und Gaslieferungen aus der Golfregion global wichtigen
Handelsweges unter strikten Bedingungen sei weder für die USA
noch für andere Staaten hinnehmbar.“ Weiter erklärte er:
„Die Islamische Republik habe eine andere Sicht auf die
Wasserstraße als der Großteil der Welt. Was Teheran mit einer
Öffnung meine, sei, dass Schiffe passieren könnten, solange das mit
dem Iran koordiniert und von ihm erlaubt werde, oder wir jagen euch
hoch und ihr bezahlt uns. Das ist keine Öffnung. Es handelt sich um
internationales Gewässer. Der Iran könne kein System normalisieren,
und der Rest der Welt kein System akzeptieren, in dem Teheran
entscheide, wer in der Straße von Hormus verkehren könne.“(9)

Beide Seiten bezichtigen sich seit Wochen gegenseitig,
inakzeptable Vorschläge einzubringen.(10) Jedoch lässt die
Aussage von Marco Rubio die Vermutung zu, dass hier die Tatsachen
verdreht werden. Schließlich will die USA mit dem Irankrieg genau
das erreichen, was sie momentan dem Iran vorwerfen. Nämlich die
Hoheit über die Öl- und Gaslieferungen, die aus dem Iran kommen
und durch die Straße von Hormuz transportiert werden.


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