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Beschreibung
vor 1 Tag
In dieser Folge von Megawatt & Friends spricht Jan Liepold mit
Heimo Ecker-Eckhofen, Initiator und Geschäftsführer des Projekts
Sonnenspeicher Süd, über eines der ambitioniertesten Wärmeprojekte
Europas. In einem ehemaligen Basaltsteinbruch südlich von Graz soll
ein gigantischer saisonaler Wärmespeicher entstehen, gespeist durch
Solarthermie, Großwärmepumpen und Biomasse. Ziel: Bis zu einem
Drittel der Grazer Fernwärme klimafreundlich bereitzustellen. Im
Zentrum des Gesprächs steht eine oft unterschätzte Erkenntnis der
Energiewende: Stromspeicher stehen aktuell im Fokus der
öffentlichen Wahrnehmung, Wärmespeicher dagegen kaum. Dabei
entscheidet gerade im urbanen Raum die Wärmeversorgung darüber, ob
Dekarbonisierung gelingt. Heimo erklärt anschaulich, wie der
geplante riesige Wasserspeicher in einem Basaltsteinbruch
funktioniert, warum große Volumina physikalische Vorteile haben und
weshalb gespeicherte Sommerwärme im Winter zum strategischen
Wärmeversorgungsfaktor werden kann. Besonders spannend ist die
Verbindung aus Vision und Pragmatismus. Der Steinbruch existiert
bereits, ebenso die Nähe zur Fernwärmeinfrastruktur von Graz. Genau
daraus entstand die Idee, bestehende Landschaftsnutzung mit neuer
Energieinfrastruktur intelligent zu verbinden. Statt auf der grünen
Wiese zu bauen, wird vorhandene Industriefläche transformiert. Dait
ist das Projekt ein Beispiel dafür, wie Kreislaufdenken auch im
Energiesystem funktionieren kann. Im Interview wird auch deutlich,
wie komplex solche Projekte in der Realität sind. Genehmigungen,
Flächenwidmung, Förderlogik, Finanzierung und politische Prozesse
kosten oft mehr Zeit als die Technik selbst. Heimo beschreibt
offen, wie viel Beharrlichkeit notwendig ist, um Großprojekte in
Europa umzusetzen und warum unternehmerischer Mut dabei oft
wichtiger ist als perfekte Rahmenbedingungen. Ein weiterer
Schwerpunkt ist die wirtschaftliche Perspektive. Das Projektvolumen
liegt im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Dennoch
argumentiert Heimo klar: Wer langfristig stabile, regionale und
fossilfreie Wärme liefern will, muss heute in Infrastruktur
investieren, statt morgen dauerhaft hohe Importkosten zu bezahlen.
Wärmespeicher seien kein Luxus, sondern eine Versicherung gegen
Energiekrisen und volatile Märkte. Darüber hinaus erzählt Heimo von
seinem persönlichen Weg: vom biologisch geführten
Landwirtschaftsbetrieb über die dort entwickelte Kiesabbaufläche,
zu kleinen Wasserkraftwerken und schwimmende Photovoltaik bis hin
zum wohl größten Projekt seiner Laufbahn. Seine Geschichte zeigt,
dass Energiewende oft nicht in Konzernzentralen beginnt, sondern
bei Unternehmern, die Chancen erkennen, Verantwortung übernehmen
und beharrlich handeln. Die Folge ist ein spannender Blick auf die
Wärmewende im großen Maßstab: technisch fundiert, wirtschaftlich
relevant und menschlich nahbar. Wer verstehen will, warum Europas
Energiezukunft nicht nur aus Batterien, sondern auch aus smart
genutzten Wärmespeichern bestehen könnte, sollte diese Folge hören.
Heimo Ecker-Eckhofen, Initiator und Geschäftsführer des Projekts
Sonnenspeicher Süd, über eines der ambitioniertesten Wärmeprojekte
Europas. In einem ehemaligen Basaltsteinbruch südlich von Graz soll
ein gigantischer saisonaler Wärmespeicher entstehen, gespeist durch
Solarthermie, Großwärmepumpen und Biomasse. Ziel: Bis zu einem
Drittel der Grazer Fernwärme klimafreundlich bereitzustellen. Im
Zentrum des Gesprächs steht eine oft unterschätzte Erkenntnis der
Energiewende: Stromspeicher stehen aktuell im Fokus der
öffentlichen Wahrnehmung, Wärmespeicher dagegen kaum. Dabei
entscheidet gerade im urbanen Raum die Wärmeversorgung darüber, ob
Dekarbonisierung gelingt. Heimo erklärt anschaulich, wie der
geplante riesige Wasserspeicher in einem Basaltsteinbruch
funktioniert, warum große Volumina physikalische Vorteile haben und
weshalb gespeicherte Sommerwärme im Winter zum strategischen
Wärmeversorgungsfaktor werden kann. Besonders spannend ist die
Verbindung aus Vision und Pragmatismus. Der Steinbruch existiert
bereits, ebenso die Nähe zur Fernwärmeinfrastruktur von Graz. Genau
daraus entstand die Idee, bestehende Landschaftsnutzung mit neuer
Energieinfrastruktur intelligent zu verbinden. Statt auf der grünen
Wiese zu bauen, wird vorhandene Industriefläche transformiert. Dait
ist das Projekt ein Beispiel dafür, wie Kreislaufdenken auch im
Energiesystem funktionieren kann. Im Interview wird auch deutlich,
wie komplex solche Projekte in der Realität sind. Genehmigungen,
Flächenwidmung, Förderlogik, Finanzierung und politische Prozesse
kosten oft mehr Zeit als die Technik selbst. Heimo beschreibt
offen, wie viel Beharrlichkeit notwendig ist, um Großprojekte in
Europa umzusetzen und warum unternehmerischer Mut dabei oft
wichtiger ist als perfekte Rahmenbedingungen. Ein weiterer
Schwerpunkt ist die wirtschaftliche Perspektive. Das Projektvolumen
liegt im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Dennoch
argumentiert Heimo klar: Wer langfristig stabile, regionale und
fossilfreie Wärme liefern will, muss heute in Infrastruktur
investieren, statt morgen dauerhaft hohe Importkosten zu bezahlen.
Wärmespeicher seien kein Luxus, sondern eine Versicherung gegen
Energiekrisen und volatile Märkte. Darüber hinaus erzählt Heimo von
seinem persönlichen Weg: vom biologisch geführten
Landwirtschaftsbetrieb über die dort entwickelte Kiesabbaufläche,
zu kleinen Wasserkraftwerken und schwimmende Photovoltaik bis hin
zum wohl größten Projekt seiner Laufbahn. Seine Geschichte zeigt,
dass Energiewende oft nicht in Konzernzentralen beginnt, sondern
bei Unternehmern, die Chancen erkennen, Verantwortung übernehmen
und beharrlich handeln. Die Folge ist ein spannender Blick auf die
Wärmewende im großen Maßstab: technisch fundiert, wirtschaftlich
relevant und menschlich nahbar. Wer verstehen will, warum Europas
Energiezukunft nicht nur aus Batterien, sondern auch aus smart
genutzten Wärmespeichern bestehen könnte, sollte diese Folge hören.
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