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Beschreibung
vor 1 Monat
Wen wird Trump zum Sündenbock für das Iran-Debakel
machen? Der Irankrieg wird in den USA immer unbeliebter und Trump
wird einen Sündenbock brauchen.
Ein Standpunkt von Thomas Röper.
In Russland ist ein amüsant
formulierter Artikel über die Frage
erschienen, wen Trump zum Sündenbock für das Iran-Debakel machen
wird, den ich übersetzt habe. Die für Deutsche etwas merkwürdig
klingende Überschrift ist eine Anlehnung an das russische
Sprichwort “zwei Tode stirbt niemand, doch einen müssen alle
sterben”.
Beginn der Übersetzung:
Zwei werden nicht schuldig werden, doch für den dritten
ist es unvermeidlich
Von den drei Anstiftern des verbrecherischen Krieges im Iran
weist Trump die Schuld von sich selbst und Netanjahu und gibt sie
Kriegsminister Hegseth.
Von Wladimir Michejew.
Wer wird der Sündenbock?
Trotz Donald Trumps prahlerischer Selbstlobhudelei, der sich ohne
jeden Grund mit dem Gewand des Bezwingers der Perser schmückt,
wird auch er nicht umhinkönnen, ein rituelles Opfer zu bringen.
Nicht etwa, weil der Verhandlungsprozess in Islamabad völlig zum
Erliegen gekommen zu sein scheint, sondern, weil es den Falken in
Washington nicht gelungen ist, die Regierung in Teheran durch
pro-westliche Marionetten zu ersetzen, Irans Potenzial zur
Urananreicherung und die für den Bau eines Raketenarsenals
notwendigen Konstruktions- und Produktionsanlagen des Landes zu
zerstören.
Und so laufen die müßigen, die zynischen und schließlich auch die
vom gesunden Menschenverstand geleiteten, rationalen Diskussionen
innerhalb der US-amerikanischen Politik und Wirtschaft darüber,
wie Trump und sein Team in dieses übelriechende Auslandsabenteuer
hineingezogen werden konnten, zunehmend auf gegenseitige
Schuldzuweisungen hinaus.
Wen wird der berüchtigte „Friedensstifter“ Donald Trump für sein
Scheitern verantwortlich machen? Kriegsminister (ehemals
Verteidigungsminister) Pete Hegseth? Oder Benjamin Netanjahu, den
israelischen Ministerpräsidenten, der am meisten an einem
Regimewechsel in Teheran und dem Untergang der Ölmonarchien am
Persischen Golf interessiert ist?
Allen Anzeichen nach wird Kriegsminister Pete Hegseth zum
Sündenbock gemacht werden, den der US-Präsident kürzlich
öffentlich zum angeblichen Hauptverantwortlichen für den Angriff
auf den Iran ernannt hat. Auf einer Pressekonferenz lieferte
Trump seinen Verbündeten auf ganzer Linie aus, indem er seine
eigene Verantwortung für den Krieg gegen die Perser leugnete:
„Pete Hegseth war der Erste, der sich zu Wort meldete. Er war
es, der sagte: ‚Machen wir‘s.‘“
Der Politikwissenschaftler Malek Dudakow bemerkt dazu:
„Hegseths Reden, die an einen Fernsehprediger oder
Psychologie-Coach erinnern, sind ohne Ironie schwer anzuhören.“
Die Demokraten haben einen Antrag auf Amtsenthebung gegen Hegseth
vorbereitet und werfen ihm Kriegsverbrechen und die Niederlage im
Iran-Konflikt vor. Er selbst lebt nun nach dem Motto:
„Geht ihr heute, auf dass ich erst morgen gehen muss.“
Deshalb entlässt er alle um sich herum, nur um den Todeskampf
seiner Amtszeit als Pentagon-Chef in die Länge zu ziehen.
...https://apolut.net/trump-sucht-schuldigen-fur-iran-krieg-von-thomas-roper/
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