Katja Wünsche: «Mir war es wichtig, die Menschen zu berühren»
vor 3 Tagen
Wenn sie tanzte, kamen dem Publikum die Tränen. 23 Jahre lang war
Katja Wünsche professionelle Balletttänzerin, zuletzt Erste
Solistin am Ballett Zürich. Ein lang gehegter Traum, der in
Erfüllung ging? Nicht unbedingt. Sie habe sich nämlich gar nie be
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Beschreibung
vor 3 Tagen
Wenn sie tanzte, kamen dem Publikum die Tränen. 23 Jahre lang war
Katja Wünsche professionelle Balletttänzerin, zuletzt Erste
Solistin am Ballett Zürich. Ein lang gehegter Traum, der in
Erfüllung ging? Nicht unbedingt. Sie habe sich nämlich gar nie
bewusst dazu entschieden, Tänzerin zu werden. Als Katja Wünsche
acht Jahre alt ist, stossen ihre Eltern in der Zeitung auf ein
Inserat für eine Ballettschule. Und denken sich: Ballett, das würde
diesem Mädchen mit dem grossen Bewegungsdrang doch guttun. Damit
fängt alles an. Acht Jahre später belegt Katja Wünsche am «Prix de
Lausanne», dem berühmten Tanzpreis, den dritten Platz, im Jahr
darauf den zweiten. Wird nach Abschluss der Ausbildung in Stuttgart
in die Kompagnie aufgenommen. Wechselt 2012 nach Zürich – und wird
schliesslich Erste Solistin. Ein Publikumsliebling sei sie,
schreibt die Kritik, ein «Popstar des Balletts» mit
unwahrscheinlichem Talent. «Mir war immer wichtig, dass ich auf der
Bühne authentisch rüberkomme, dass ich die Menschen berühre», sagt
Katja Wünsche selbst. Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem
sie merkt: Es ist Zeit, aufzuhören. Christian Spuck, ihr
langjähriger Weggefährte und Direktor des Balletts Zürich, wechselt
nach Abschluss der Saison 2022/23 nach Berlin. Und Katja Wünsche
beschliesst, in Zürich zu bleiben und ihre Karriere zu beenden. Ein
neuer Lebensabschnitt beginnt; die Suche nach einem neuen Alltag,
einer neuen Struktur. Im Gespräch mit Melanie Pfändler erzählt
Katja Wünsche, wie sie diesen Prozess erlebt und welche
Herausforderungen er mit sich bringt. Und auch von wichtigen,
prägenden Kapiteln ihres Privatlebens: dem Kennenlernen ihres
Mannes, den sie beim dritten Date gleich schon zum Opernball
mitnahm. Und der Geburt ihres Sohnes, der zu den jüngsten (und
grössten!) Fans von Dirigent Paavo Järvi zählen dürfte. Die
Musiktitel: - Sergej Rachmaninov: Prélude cis-Moll (Sergej
Rachmaninov, Klavier – Aufnahme 1919) - Les voix bulgares: Dilmano,
dilbero. Humoresque - Peter Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5, 2. Satz
Andante cantabile (Tonhalle-Orchester Zürich; Paavo Järvi, Leitung)
- Sebastian Mullaert & Joris Voorn: You’re an Orchestra in the
Cosmos - Johnny Cash: Hurt
Katja Wünsche professionelle Balletttänzerin, zuletzt Erste
Solistin am Ballett Zürich. Ein lang gehegter Traum, der in
Erfüllung ging? Nicht unbedingt. Sie habe sich nämlich gar nie
bewusst dazu entschieden, Tänzerin zu werden. Als Katja Wünsche
acht Jahre alt ist, stossen ihre Eltern in der Zeitung auf ein
Inserat für eine Ballettschule. Und denken sich: Ballett, das würde
diesem Mädchen mit dem grossen Bewegungsdrang doch guttun. Damit
fängt alles an. Acht Jahre später belegt Katja Wünsche am «Prix de
Lausanne», dem berühmten Tanzpreis, den dritten Platz, im Jahr
darauf den zweiten. Wird nach Abschluss der Ausbildung in Stuttgart
in die Kompagnie aufgenommen. Wechselt 2012 nach Zürich – und wird
schliesslich Erste Solistin. Ein Publikumsliebling sei sie,
schreibt die Kritik, ein «Popstar des Balletts» mit
unwahrscheinlichem Talent. «Mir war immer wichtig, dass ich auf der
Bühne authentisch rüberkomme, dass ich die Menschen berühre», sagt
Katja Wünsche selbst. Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem
sie merkt: Es ist Zeit, aufzuhören. Christian Spuck, ihr
langjähriger Weggefährte und Direktor des Balletts Zürich, wechselt
nach Abschluss der Saison 2022/23 nach Berlin. Und Katja Wünsche
beschliesst, in Zürich zu bleiben und ihre Karriere zu beenden. Ein
neuer Lebensabschnitt beginnt; die Suche nach einem neuen Alltag,
einer neuen Struktur. Im Gespräch mit Melanie Pfändler erzählt
Katja Wünsche, wie sie diesen Prozess erlebt und welche
Herausforderungen er mit sich bringt. Und auch von wichtigen,
prägenden Kapiteln ihres Privatlebens: dem Kennenlernen ihres
Mannes, den sie beim dritten Date gleich schon zum Opernball
mitnahm. Und der Geburt ihres Sohnes, der zu den jüngsten (und
grössten!) Fans von Dirigent Paavo Järvi zählen dürfte. Die
Musiktitel: - Sergej Rachmaninov: Prélude cis-Moll (Sergej
Rachmaninov, Klavier – Aufnahme 1919) - Les voix bulgares: Dilmano,
dilbero. Humoresque - Peter Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5, 2. Satz
Andante cantabile (Tonhalle-Orchester Zürich; Paavo Järvi, Leitung)
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