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Beschreibung
vor 6 Tagen
Über den alten Mann mit der Zahnlücke, Heisenbergs
Erkenntnistheorie und die Frage, was Schönheit mit dem Beobachten
zu tun hat.
Ein alter Mann in der Straßenbahn. Mantel zu groß, Haare
ungepflegt, Plastiktüte zwischen den Füßen. Ich habe ihn in
Sekundenschnelle eingeordnet und dann hat er mich angesehen.
Zahnlücke, Lachfältchen, schiefes warmes Grinsen. Und plötzlich
saß da jemand ganz anderes vor mir.
Was war passiert? Er hatte sich nicht verändert. Ich hatte anders
geschaut.
Diese Episode dreht sich um eine Frage, die mich seitdem nicht
loslässt: Liegt Schönheit in den Dingen oder entsteht sie erst im
Moment, in dem wir hinschauen? Werner Heisenberg hat für die
Quantenphysik entdeckt, dass Teilchen keinen eindeutigen Zustand
zeigen, solange niemand misst. Erst die Beobachtung entscheidet,
was da ist. Vielleicht gilt das auch für Schönheit. Vielleicht
liegt sie nicht fertig in der Welt herum und wartet darauf,
gefunden zu werden. Vielleicht wird sie durch uns erst sichtbar.
Warum ein lächelnder alter Mann mit Zahnlücke mein Bild von
Schönheit durcheinandergebracht hat
Was Werner Heisenberg und die Quantenphysik mit dem
Hinschauen zu tun haben
Über Elma Esrigs Satz vom „Mehr" und warum er mich noch Tage
später beschäftigt [ Episode 8]
Ob sich der Blick verändert. Oder die Welt. Oder beides.
Vielleicht lächelt ja jemand zurück.
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