Schule, Hass und Hakenkreuz – Konflikt im Klassenzimmer

Schule, Hass und Hakenkreuz – Konflikt im Klassenzimmer

vor 3 Tagen
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Beschreibung

vor 3 Tagen
Kaum jemand will darüber sprechen - und das ist ein Problem:
Rassismus und Antisemitismus zählen zum Schulalltag, aber oft
werden die Erfahrungen damit verdrängt oder relativiert. Zwar
steigen die Zahlen offizieller Vorfälle, aber sie erzählen nur
einen Teil der Wahrheit. Es heißt, vieles wird gar nicht erst
gemeldet: aus Angst, Überforderung oder weil Schulen oder Eltern
den Konflikt scheuen. Die Dunkelziffer dürfte also hoch sein. Aber
wie groß ist das Problem? Warum die Abwehr, das Schweigen und wie
geht es eigentlich den Opfern des Hasses? Während über Prävention
und Programme diskutiert wird, agieren rechte Gruppen längst
strategisch. Sie erreichen junge Menschen über soziale Medien,
Codes und scheinbar harmlose Provokationen oder Witze. Und
mittendrin Lehrkräfte unter Druck, die sich fragen, wie weit sie
gehen dürfen. Neutral sollen sie bleiben und gleichzeitig eine
demokratiebezogene Haltung zeigen. Aber geht das überhaupt? Oder
ist die vielbeschworene Neutralität längst Teil des Problems?
Schule gilt als Spiegel der Gesellschaft und darum stellt sich auch
dort die Frage, wie sie ein sicherer Ort für alle sein kann.
Darüber sprechen wir mit der Lehrerin und Autorin Laura Nickel, mit
dem Jugendforscher Frank Greuel, der Psychologin Marina Chernivsky
und mit dem Rechtswissenschaftler Felix Wirth Hanschmann.
Podcast-Tipp: BR24 Reportage - Rechtsextremismus an Schulen - Wie
Lehrkräfte damit umgehen Es ist schwierig, Lehrkräfte oder Schüler
zu finden, die sich trauen von Vorfällen aus dem rechten oder
rechtsextremen Spektrum an ihren Schulen zu erzählen. Zu groß ist
die Angst, selbst ins Visier rechtsextremer Akteure zu geraten oder
den guten Ruf ihrer Schule zu gefährden. Ende letzten Jahres hatte
der Bayerische Rundfunk staatliche und kommunale Schulen im
Freistaat angeschrieben: Bei der nicht-repräsentativen Befragung
machten fast 600 Schulen mit. 66 Prozent von ihnen berichten von
menschen- und demokratiefeindlichen Vorfällen im Schuljahr 2024/25.
74 Prozent ordneten die Vorfälle dem politisch rechten Spektrum zu.
Eine bayernweite Statistik gibt es nicht. Nun haben einige
Betroffene für diese BR24-Reportage von Claudia Steiner ihr
Schweigen gebrochen und von menschenfeindlicher Hetze berichtet -
aber auch von Zeichen der Hoffnung, wie positiv Demokratiebildung
im Unterricht wirken kann.
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:78e5531300687dda/
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