Chancen für die Produktive Stadt

Chancen für die Produktive Stadt

vor 2 Monaten
Wie im und mit dem Bestand bezahlbare Räume für Kultur und Gewerbe gesichert werden
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Beschreibung

vor 2 Monaten
Gewerbeareale, Büro- und Funktionsbauten geraten in urbanen
Ballungsräumen zunehmend unter Transformationsdruck: Veränderte
Produktions- und Arbeitsweisen lassen viele gebaute Strukturen
obsolet erscheinen, während wachsende Wohnraumnachfrage und
Investitionsinteressen materielle Produktion und kulturelle
Nischennutzungen aus innerstädtischen Lagen verdrängen. Das
Paradox: Urbane Räume brauchen mehr als Wohnungen – Gewerbe, Kultur
und urbane Produktion sind konstitutiv für eine funktionierende,
vielfältige Stadtgesellschaft. Der Bestand kann hier eine Chance
sein. Diese Episode stellt zwei exemplarische Projekte einander
gegenüber – und lässt sie im Gespräch voneinander lernen: die
Werkstadt Zürich, ein ehemaliges SBB-Reparaturzentrum, das seit
2016 schrittweise in ein Areal für urbane Produktion transformiert
wird – und das Haus der Statistik in Berlin, ein
DDR-Verwaltungsensemble am Alexanderplatz, das durch eine Koalition
aus Zivilgesellschaft, Politik und landeseigenen Unternehmen zu
einem gemeinwohlorientierten Areal für Verwaltung, Kultur, urbane
Produktion und Wohnen wird. Zürich und Berlin, verschiedene
Situationen, unterschiedliche Governance-Logiken – und doch
ähnliche Fragen. Judit Solt und Tabea Michaelis sprechen mit
Barbara Zeleny (SBB Immobilien), Andrea Hofman (Zusammenkunft eG,
Koop5) und Sebastian Güttinger (Denkstatt) über eine «lernende
Planungskultur» und die Spannungsfelder offener
Transformationsstrategien: Welches Wissen muss in
Transformationsprozesse gewonnen und einbezogen werden? Wie gelingt
es, Governance-Modelle für urbane Lernprozesse zu verstetigen? Wie
tief darf oder muss der Eingriff in den Bestand sein? Wie
funktionieren Pioniernutzungen als Lernräume, und was passiert,
wenn Personenkontinuität fehlt und institutionelles Wissen verloren
geht? Und: Wann wird aus einem offenen Prozess ein verbindliches
Projekt? Produziert in Zusammenarbeit von Denkstatt, B/IAS und
espazium im Rahmen der Carte Blanche XX im Architekturforum Zürich
(Dez. 2024 – März 2025). Die Podcast-Gespräche sind Teil eines
Forschungsprojektes von B/IAS zu urbanen Lernprozessen. Die
Transkripte sind mit DOI versehen, zitierfähig und dauerhaft
archiviert. Ben Pohl (B/IAS / Denkstatt sàrl) — Konzeption und
Research.
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