Folge 77: Aufgehende Sonne in Mainz, Krise in Berlin

Folge 77: Aufgehende Sonne in Mainz, Krise in Berlin

vor 1 Woche
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Beschreibung

vor 1 Woche
In Rheinland-Pfalz laufen die Sondierungen erstaunlich harmonisch –
trotz einer „asymmetrischen Machtkonstellation“, wie Prof. Dr.
Karl-Rudolf Korte beobachtet. Die Regierungsbildung der ersten
großen Koalition im Land wirkt auf ihn „wie bei einer aufgehenden
Sonne“: respektvoll, konstruktiv, fast schon ungewöhnlich
eingespielt. Die Spitzenkandidaten Alexander Schweitzer und Gordon
Schnieder begegnen sich auf Augenhöhe – das Du ist längst gefunden,
der Ton geprägt von Feingefühl und Professionalität. Nun geht es an
die entscheidenden Fragen: Eckpfeiler setzen, Arbeitsgruppen
bilden, Ministerien zuschneiden. Erste Signale? Kaum. Für Korte ein
gutes Zeichen: „Alles ist professionell und gut, wenn wir nichts
dazu hören.“ Ein ganz anderes Bild zeigt sich in Berlin. Die große
Koalition um Kanzler Friedrich Merz wirkt in der öffentlichen
Wahrnehmung wenig krisenfest. Reformideen werden angekündigt,
zurückgenommen und kontrovers diskutiert. Für Korte entsteht der
Eindruck einer „inszenierten Kompromisslosigkeit“ bei gleichzeitig
schwacher Führung. Der Unmut vieler Wählerinnen und Wähler sei
nachvollziehbar – es dominiere ein „Defensiv-Bündnis“ mit
begrenzter Zukunftsperspektive. Der Kanzler wirke derzeit vor allem
„hilflos“. Ein Angebot der VRM.
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