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08.06.2026
33 Minuten
Ein Blick nach Rheinland-Pfalz: In der vergangenen Woche wurden die Ausschüsse des Landtags besetzt – und sorgen direkt für Diskussionen. In drei Fällen erhielten AfD-Kandidaten trotz Vorschlagsrecht keine Mehrheit, die Vorsitzposten bleiben vorerst unbesetzt. Für Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte zeigt sich in den Ausschüssen die Bedeutung parlamentarischer Arbeit jenseits der großen Bühne: „Der Nachweis eines Arbeitsparlaments lässt sich am besten messen an solchen Ausschüssen, diese sind zentral für parlamentarische Mitsteuerung.“ Gerade dort, im „Schatten der Hierarchie“, werden Gesetze vorbereitet, Positionen austariert und Expertise gebündelt. Für Korte liegt genau darin die eigentliche Kunst parlamentarischer Demokratie. Ein Angebot der VRM.
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01.06.2026
30 Minuten
Aufregung um Lotto Rheinland-Pfalz: Ein angedachter Führungswechsel hat für Diskussionen gesorgt. Im Gespräch waren gleich zwei Geschäftsführer, die künftig die Gesellschaft leiten sollten – neben CDU-Politiker Christian Baldauf auch der frühere Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD). Für VRM-Chefredakteur Dennis Rink ist das ein problematisches Signal: Eine solche „Selbstversorgermentalität“ bestätige Vorurteile gegenüber Politik und politischen Akteuren. Hering gab zuletzt bekannt, dass er auf den Posten verzichtet. Auch bundespolitisch sorgt ein Satz für Unruhe: Die Debatte um ein mögliches „Kanzlertausch“-Szenario nach Äußerungen von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst zeigt, wie schnell mediale und parteiinterne Diskussionen ineinander greifen – und Gerüchte befeuern. Für Korte ist klar: Ein Austausch sei „gar nicht möglich“ – zumindest nicht ohne Rücktritt und formale Neuregelung durch den Bundespräsidenten. Mit Blick auf die kommenden Landtagswahlen im Herbst zeichnet sich laut Korte eine neue politische Mitte ab – offen auch für Konstellationen wie Schwarz-Grün. Gleichzeitig bleibt die Lage der FDP unklar: „Die FDP hat hier einen Weg beschritten, der nach diesem Tag nicht klarer geworden ist.“ Ein Angebot der VRM.
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18.05.2026
35 Minuten
Gordon Schnieder (CDU) ist als neuer Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz vereidigt. Auffällig: Die Regierungsbildung verlief ungewöhnlich ruhig, die Spitzenkandidaten pflegen ein gutes Verhältnis – ganz anders als auf Bundesebene. Auch das neue Kabinett steht. „Die SPD hat auf Erfahrung gesetzt“, ordnet VRM-Chefredakteur Dennis Rink ein. Zugleich sorgen einzelne Personalien für Aufmerksamkeit – etwa die neue Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig aus Bayern. Für Korte eine „überraschende Lösung, aber kein Nachteil“ – vielmehr wirke sie wie „geliehene Expertise“. In der Bildungspolitik sieht er die Chance, „strukturell etwas zu ändern“ – mit dem Ziel, sozialen und gesellschaftlichen Frieden zu sichern. Ein zentrales Feld bleibt die Daseinsvorsorge. Besonders im Fokus: das neue Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur, das Korte als „radikal interessant“ einordnet. Mit Sven Teuber übernimmt ein erfahrener Politiker aus RLP – und steht vor grundlegenden Fragen der Bezahlbarkeit und des politischen Gestaltungsspielraums. Ein Angebot der VRM.
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11.05.2026
37 Minuten
Ein Jahr Große Koalition unter Friedrich Merz – und die Bilanz fällt ernüchternd aus. Für Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte ist die Stimmung im Land geprägt von „aggressiver Ratlosigkeit“. Egal ob im Fernsehstudio, bei der IHK oder in Gesprächen mit Arbeitgeberverbänden: Die Unsicherheit ist greifbar. Diskussionen um die 1.000-Euro-Entlastungsprämie („Verschwendungsharmonie“), durchgestochene Details aus eigentlich vertraulichen Verhandlungen („da dringt zu viel nach außen“) und ein zunehmend scharfer Ton aus dem Kanzleramt („wir wollen umworben werden“) prägen das Bild. Derzeit fehle es der Bundesregierung an emotionaler Ansprache. Der „nüchterne Pathos“ im Führungsstil von Kanzler Merz käme bei den Wählern nicht gut an: „Was er macht, macht er falsch“. Statt klarer Prozesse dominiere ein politisches Versuch-und-Irrtum-Prinzip – ein Masterplan sei nicht erkennbar. „Da hatte man mehr erwartet.“ Und doch sieht Korte eine Chance: „Politik bewegt viele Menschen. Was wir brauchen ist organisierte Zuversicht.“ Reformvorhaben wie die Einkommenssteuer- und Rentenpolitik stehen an – Stillstand herrscht also nicht. Ein Angebot der VRM.
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04.05.2026
31 Minuten
SPD und CDU haben in Rheinland-Pfalz ihre Koalitionsverhandlungen abgeschlossen und den Vertrag vorgestellt – „mit weniger Getöse als in Stuttgart“, bilanziert Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte. Im Zentrum stehen die klassischen Schlüsselressorts Finanzen, Bildung und Inneres. Auffällig: Die SPD ist trotz Wahlniederlage mit fünf Ministerien mittendrin statt nur dabei – darunter ist auch das wichtige Finanzressort. Neu zugeschnitten wird auch die Ministerienlandschaft. Ein eigenes Haus für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur soll künftig zentrale Aufgaben bündeln. Für Korte der richtige Schritt, denn „wer sich um Daseinsvorsorge kümmert, schafft Vertrauen.“ Ein Ministerium, das gezielt soziale Infrastruktur stärkt und Gemeinwohl organisiert, sei ein wichtiges Signal. Nach 35 Jahren Regierungszeit bringt der Machtwechsel dennoch tiefgreifende Veränderungen mit sich. Die CDU müsse sich zunächst orientieren – für Korte läuft das „erstmal auf betreutes Regieren hinaus“. Und wie steht es um die große Koalition im Bund? Dort werde SPD und CDU aktuell als schwaches Bündnis wahrgenommen, das „wenig gemeinsam“ habe, so Rink. Ob die gleiche Konstellation in Rheinland-Pfalz stabiler funktioniert, ist eine der zentralen Fragen der Folge - wie auch in unserer Spotify-Umfrage. Diese findet ihr in der aktuellen Folge auf Spotify unter den Shownotes. Jetzt abstimmen! Ein Angebot der VRM.
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Über diesen Podcast
In dem wöchentlich erscheinenden Podcast „Korte & Rink“
analysiert Dennis Rink, Chefredakteur der VRM, gemeinsam mit dem
renommierten Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte
jeweils ein politisches Thema, das die Menschen in Hessen und
Rheinland-Pfalz bewegt. Produktion: Mike Dornhöfer Ein Angebot der
VRM.
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