Unfallchirurgie: Die Versorgung von Schwerstverletzten ist Teamwork

Unfallchirurgie: Die Versorgung von Schwerstverletzten ist Teamwork

vor 4 Tagen
mit Prof. Dr. Erol Gercek, Direktor des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie
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Beschreibung

vor 4 Tagen
Nach einem eindrücklichen Fall, der ihm besonders im Gedächtnis
geblieben sei, fragt Prof. Dr. Ralf Kiesslich den Unfallchirurgen
Prof. Dr. Erol Gercek zu Beginn der Folge 10 der Reihe „Inside UM“.
Gercek, der gemeinsam mit Prof. Dr. Philipp Drees das Zentrum für
Orthopädie und Unfallchirurgie leitet, berichtet von einem
Motorradfahrer, der als Schwerstverletzter in den Schockraum der
Universitätsmedizin Mainz kam „und sich quasi sein Bein halb
abgerissen und zusätzlich viele Frakturen erlitten hatte.“ „Wir
haben ihm zunächst nicht viele Überlebenschancen eingeräumt. In
einer sechsstündigen Notoperation haben wir ihn aber retten können.
Einige Jahre später habe ich ihn wiedergetroffen: Er ist auf beiden
Beinen gelaufen und war so glücklich, dass er mich gleich in den
Arm genommen hat.“ Die Versorgung solch schwerstverletzter
Patient:innen ist immer Teamwork. Dabei ist die Universitätsmedizin
Mainz Teil eines Traumanetzwerks mit standardisierten Abläufen und
Untersuchungen, etwa einem Polytrauma-CT. Dabei muss es vor allem
schnell gehen: „In 30 bis 40 Sekunden wissen wir, welche
Verletzungen der Patient hat“, so Gercek. Eine besondere
Herausforderung sei es, wenn in kurzer Zeit viele Schwerstverletzte
in der Klinik ankommen – emotional wie logistisch, schließlich
müsse innerhalb kürzester Zeit entschieden werden, in welcher
Reihenfolge die Verletzten behandelt würden. „Das sind mitunter
sehr schwierige Entscheidungen.“
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