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Episoden

9 Minuten
Die Faszination für die Bewegung und die Anpassungsfähigkeit des Körpers an diese Bewegung treiben mich an“, berichtet Dr. Ulrich Betz, Direktor des Instituts für Physikalische Therapie, Prävention und Rehabilitation (IPTPR) im Gespräch mit Prof. Dr. Ralf Kiesslich. In Bewegung und aktiv zu bleiben, ist auch die Prämisse des Programms Medizin Aktiv, das Ulrich Betz mit seinem Team initiiert hat. „Wir wissen inzwischen, dass es auch im Krankenhaus, während der Erkrankung, besser ist, aktiv zu bleiben“, sagt Ulrich Betz. „Eine ganz neue Vorstellung.“ Dazu müssen in der Klinik Rahmenbedingungen geschaffen werden, die den Patient:innen überhaupt erst ermöglichen, aktiv zu sein. Das Ergebnis ist sehr überzeugend: „Vor fünf Jahren mussten Patientinnen und Patienten, die eine Hüft- oder Knieprothese bekommen haben, 13 Tage im Krankenhaus bleiben, heute sind es zwei bis drei Tage – und dann sind die Patientinnen und Patienten in einer besseren funktionellen Situation als damals nach 13 Tagen.“ Dies gelingt, indem die Patient:innen während des gesamten Aufenthalts aktiv in Bewegung bleiben und bereits am Tag der OP das Bett selbständig verlassen. Am Ende verrät Ulrich Betz auch, wie er in Bewegung bleibt – er integriert Bewegung in seinen Alltag und fährt Tag für Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit.
13 Minuten
„Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“, beschreibt Prof. Dr. Corinna Grasemann in einem Satz die Herausforderungen ihres Faches und erläutert: „Dieser Spruch will verdeutlichen, dass bei uns so vieles anders ist als in der Erwachsenenmedizin. Beispielsweise sind viele Medikamente, die wir einsetzen, gar nicht zugelassen für die Behandlung bei Kindern und Jugendlichen. Wir haben da andere Herausforderungen.“ Mit ihrem Schwerpunkt Seltene Erkrankungen kann Corinna Grasemann in Mainz auf eine lange Tradition aufbauen: „Mainz war der Vorreiter in der Behandlung von Kindern mit Seltenen Erkrankungen.“ Wissenschaftlich beschäftigt sie sich vor allem mit der Versorgungsforschung: Gerade ist das Projekt B(e) NAMSE gestartet – ein Projekt zur Verbesserung der ambulanten Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Seltenen Erkrankungen. „Wir möchten den Menschen vor allem Schulungen anbieten, damit sie Expert:innen ihrer eigenen Erkrankung werden können.“ Insgesamt deckt die Kinderklinik ein sehr breites Spektrum ab – jede Fachdisziplin ist innerhalb der Klinik abgebildet. „Wir behandeln die ganze Breite der Erkrankungen, die im Kindes- und Jugendalter auftreten können“, sagt Corinna Grasemann.
9 Minuten
„Der anatomische Präparationskurs bleibt vielen Medizinerinnen und Medizinern in prägender Erinnerung, auch in ihrem späteren Berufsalltag“, so unterstreicht der Direktor des Instituts für Anatomie, Prof. Dr. Dr. Michael Schmeißer, in dieser Folge der Reihe „Inside UM“ die zentrale Bedeutung der Anatomie im Medizinstudium. „Die Studierenden lernen ärztliche Basiskompetenzen, sie lernen Sorgfalt und Empathie, sie lernen, im Team zu arbeiten und einen pietätvollen Umgang mit Verstorbenen.“ Körperspenden sind dabei ein wichtiges Thema – wie eine solche vonstattengeht und wer seinen Körper spenden kann, erfährt Prof. Dr. Ralf Kiesslich ebenfalls im Gespräch mit Michael Schmeißer. In der Forschung beschäftigt sich Michael Schmeißer vor allem mit der Anatomie des Gehirns. Konkret erforschen er und sein Team die Entwicklung des Gehirns und der Synapsen als Kontaktstelle zwischen zwei Nervenzellen – und zwar auf der molekularen Ebene. Und noch ein Projekt liegt dem Direktor des Instituts für Anatomie besonders am Herzen: Bereits Kinder im Kindergarten können seit Kurzem etwas über Anatomie erfahren – mithilfe von Plastikmodellen des Körpers, die sie auseinandernehmen und wieder zusammensetzen können. Wie funktionieren die Knochen in den Gelenken? Wie verteilt sich der Sauerstoff aus der Luft im Körper? Wie sieht, fühlt und hört das Gehirn? Hätten Sie’s gewusst?
9 Minuten
Ihr Lieblingsinstrument ist die Tabaksbeutelnaht-Klemme, ihr Video ging bei TikTok viral und mit Ralf Kiesslich möchte sie einen Tag lang die Arbeit tauschen – Helen König macht an der Universitätsmedizin Mainz eine Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin (OTA) und ist zu Gast in der Reihe „Inside UM“. Das Gespräch dreht sich um die Aufgaben einer OTA, um Teamwork und Mythen im OP, um Berufsaussichten, um die große Bedeutung von Social Media, um junge Menschen für eine Ausbildung im OP zu gewinnen – aber vor allem um die Begeisterung für den Beruf, die in jeder Antwort mitschwingt. In dem Sinne fasst auch Ralf Kiesslich das Gespräch am Ende zusammen: „Das war auch für mich ein besonderes Interview. Es zeigt mit welcher Faszination und Hingabe unsere Auszubildenden ihrem Job nachgehen.“ Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten – reinhören lohnt sich!
12 Minuten
Seit Oktober 2025 ist Prof. Dr. Nana-Maria Wagner Direktorin der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Mainz. „Viele besondere Aspekte“ haben sie bewogen, sich für den Standort Mainz zu entscheiden, verrät sie im Gespräch mit Ralf Kiesslich: „Wir vertreten die operative Anästhesiologie und Intensivmedizin und dürfen die boden- und luftgebundene Rettung mitgestalten. Dadurch haben wir die gesamte Rettungskette und innerklinische Weiterversorgung mit in unserer Hand. Das macht den Charme hier am Standort für unser Fach aus.“ Patient:innen als Notärzt:innen erstzuversorgen und während des Klinikaufenthalts zu begleiten, ist für Nana-Maria Wagner darüber hinaus „eine unheimlich dankbare Aufgabe, die aber auch die Herausforderung hat abzuwägen, ob das, was die Hochleistungsmedizin bieten kann, im Einzelfall auch sinnvoll ist.“ Ein sogenanntes Patient Blood Management in Mainz umfassend umzusetzen, liegt Nana-Maria Wagner besonders am Herzen: Ziel ist es, die Anzahl von Bluttransfusionen während einer Operation zu verringern. Hierfür werden Patient:innen vor einer Operation gezielt auf verschiedene Formen einer Blutarmut untersucht. Liegt eine solche Blutarmut vor, wird diese noch vor der Operation ausgeglichen. In Mainz ist Nana-Maria Wagner schon nach wenigen Monaten angekommen und „richtig Mainzerin geworden. Die Geselligkeit gefällt mir an der Mainzer Mentalität besonders gut.“
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Über diesen Podcast

In unserem Podcast „Inside Universitätsmedizin Mainz“ – kurz „Inside UM“ – interviewt der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand, Professor Ralf Kiesslich, Persönlichkeiten der Universitätsmedizin Mainz. Im Fokus steht der kollegiale Austausch zu Themen rund um die UM – von A wie Alzheimer-Forschung bis Z wie Zahnmedizin. Es geht um besondere medizinische oder wissenschaftliche Expertisen, fachliche Schwerpunkte sowie die persönliche Faszination der Interviewgäste für ihr jeweiliges Tätigkeitsfeld. Hört regelmäßig rein, wenn es wieder heißt „Vorhang auf“ für eine neue, spannende Folge „Inside UM“!
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