Alzheimer-Forschung

Alzheimer-Forschung

mit Prof. Dr. Christian Behl, Direktor des Instituts für Pathobiochemie
9 Minuten

Beschreibung

vor 1 Tag
„Man weiß heute, dass gut 50 Prozent aller Alzheimer-Fälle durch
Faktoren, die wir selbst beeinflussen können – Sport, Ernährung,
Schul- und Ausbildung, Herz-Kreislauf Aktivierung – zu verhindern
wären“, sagt Prof. Dr. Christian Behl, Direktor des Instituts für
Pathobiochemie, im Gespräch mit Ralf Kiesslich. Dabei gibt er
weitere spannende Einblicke in die Entwicklung der
Alzheimer-Forschung und berichtet von der Entstehung verschiedener
Krankheitshypothesen, u.a. der sehr lange verfolgten sogenannten
Amyloid Hypothese in den 90er Jahren. Diese führt die
Alzheimer-Erkrankung auf Ablagerungen von Proteinklumpen im Gehirn,
genannt Plaques, zurück, was aber bis heute wissenschaftlich noch
nicht geklärt ist. Dreißig Jahren später ist die
Alzheimer-Erkrankung immer noch ein wichtiger Forschungsschwerpunkt
von Christian Behl – 2023 hat er dazu ein Buch veröffentlicht: „Ich
habe mir erlaubt, kritisch über die Amyloid-Hypothese zu schreiben
und auch zu reden, die nach wie vor das Feld dominiert. Ich bin im
Laufe der Zeit immer mehr davon abgekommen, Amyloid als einzigen
Auslöser dieser Erkrankung zu sehen.“ Für ihn ist heute vielmehr
klar, dass Alzheimer eine multifaktorielle Erkrankung ist. „Ich
glaube, wir haben Aussicht auf neue und wirksamere Medikamente,
wenn wir den Forschungsbereich öffnen und weitere Faktoren neben
den Plaques in den Blick nehmen.“

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