Heute beginnt der Ernst des Lebens
vor 3 Tagen
Morgenimpuls mit Pfarrer Stefan Wißkirchen
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Beschreibung
vor 3 Tagen
"Heute beginnt der Ernst des Lebens." Das hat mir vor ein paar
Jahren einmal eine Großmutter erzählt, als ihr Enkel den ersten Tag
in den Kindergarten ging. Vielleicht ein bisschen übertrieben,
dachte ich damals. Schließlich geht es doch zunächst nur darum,
spielerisch Neues zu entdecken, Freundschaften zu schließen und den
Alltag ein bisschen selbstständiger zu gestalten. Vielleicht hat
sich manch eine Großmutter auch heute Morgen am Weißen Sonntag dazu
entschieden, ihrem Enkelkind genau das mitzugeben auf dem Weg zur
Feier der Erstkommunion.Heute beginnt der Ernst des Lebens. Darin
steckt vielleicht schon der Ernst des Lebens, immer wieder und in
allen Lebensphasen, überall dort, wo wir etwas Neues beginnen,
Verantwortung übernehmen und nicht genau wissen, wohin der Weg
führt. Das gilt auch für die Erstkommunionkinder, die heute Morgen
zum ersten Mal an den Tisch des Herrn treten. Studentinnen und
Studenten stehen auch oft an einem solchen Punkt. Sie ziehen in
eine neue Stadt und organisieren ihr Leben selbst, treffen
Entscheidungen über Haushalt, Zeitplanung und die eigenen Ziele.
Plötzlich merken sie, Freiheit und Verantwortung gehen Hand in
Hand.Schritte ins Ungewisse kennen nicht nur Studierende. Wer einen
neuen Job beginnt, in eine andere Stadt zieht, eine Familie
gründet, der erlebt den Ernst des Lebens. Gerade an diesem Punkt
ist Austausch wichtig, Begegnung und Gespräch, das Teilen von
diesen Erfahrungen. All das hilft, die Herausforderungen des Lebens
leichter zu tragen. Die Kinder, die heute Morgen zum Tisch des
Herrn, zur Eucharistie treten, haben hoffentlich genau diese innere
Freiheit, Ja zu sagen zu diesem Leben, das Gott ihnen heute
verspricht. Ein Leben, in dem er mittendrin sein will. Das ist
Freude, das ist aber natürlich auch Ernst des Lebens.Der heilige
Thomas von Aquin, einer der großen Gelehrten des Mittelalters,
fasste es einmal so zusammen: Für Wunder muss man beten, für
Veränderungen aber arbeiten. Das ist der Ernst des Lebens.
Verantwortung und Einsatz gehören zum Leben, getragen von der
Hoffnung, Freude und der Bereitschaft, das Leben ernst zu nehmen,
ohne es zu vergrämen, ohne daran zu verzweifeln. Dann wird aus der
Verantwortung, die wir für unser Leben, für unseren Glauben
übernehmen, eine Freiheit und ein Ernst des Lebens, der sich leicht
tragen lässt, der uns herausfordert, aber eben auch erfüllt. So
hoffentlich heute die Kinder, wenn sie zum Tisch des Herrn treten
und Ja sagen und Amen sagen zu dem Gott, der in ihr Leben mit allem
Ernst aber eben auch aller Freude hineintreten will. Heute beginnt
der Ernst des Lebens.
Jahren einmal eine Großmutter erzählt, als ihr Enkel den ersten Tag
in den Kindergarten ging. Vielleicht ein bisschen übertrieben,
dachte ich damals. Schließlich geht es doch zunächst nur darum,
spielerisch Neues zu entdecken, Freundschaften zu schließen und den
Alltag ein bisschen selbstständiger zu gestalten. Vielleicht hat
sich manch eine Großmutter auch heute Morgen am Weißen Sonntag dazu
entschieden, ihrem Enkelkind genau das mitzugeben auf dem Weg zur
Feier der Erstkommunion.Heute beginnt der Ernst des Lebens. Darin
steckt vielleicht schon der Ernst des Lebens, immer wieder und in
allen Lebensphasen, überall dort, wo wir etwas Neues beginnen,
Verantwortung übernehmen und nicht genau wissen, wohin der Weg
führt. Das gilt auch für die Erstkommunionkinder, die heute Morgen
zum ersten Mal an den Tisch des Herrn treten. Studentinnen und
Studenten stehen auch oft an einem solchen Punkt. Sie ziehen in
eine neue Stadt und organisieren ihr Leben selbst, treffen
Entscheidungen über Haushalt, Zeitplanung und die eigenen Ziele.
Plötzlich merken sie, Freiheit und Verantwortung gehen Hand in
Hand.Schritte ins Ungewisse kennen nicht nur Studierende. Wer einen
neuen Job beginnt, in eine andere Stadt zieht, eine Familie
gründet, der erlebt den Ernst des Lebens. Gerade an diesem Punkt
ist Austausch wichtig, Begegnung und Gespräch, das Teilen von
diesen Erfahrungen. All das hilft, die Herausforderungen des Lebens
leichter zu tragen. Die Kinder, die heute Morgen zum Tisch des
Herrn, zur Eucharistie treten, haben hoffentlich genau diese innere
Freiheit, Ja zu sagen zu diesem Leben, das Gott ihnen heute
verspricht. Ein Leben, in dem er mittendrin sein will. Das ist
Freude, das ist aber natürlich auch Ernst des Lebens.Der heilige
Thomas von Aquin, einer der großen Gelehrten des Mittelalters,
fasste es einmal so zusammen: Für Wunder muss man beten, für
Veränderungen aber arbeiten. Das ist der Ernst des Lebens.
Verantwortung und Einsatz gehören zum Leben, getragen von der
Hoffnung, Freude und der Bereitschaft, das Leben ernst zu nehmen,
ohne es zu vergrämen, ohne daran zu verzweifeln. Dann wird aus der
Verantwortung, die wir für unser Leben, für unseren Glauben
übernehmen, eine Freiheit und ein Ernst des Lebens, der sich leicht
tragen lässt, der uns herausfordert, aber eben auch erfüllt. So
hoffentlich heute die Kinder, wenn sie zum Tisch des Herrn treten
und Ja sagen und Amen sagen zu dem Gott, der in ihr Leben mit allem
Ernst aber eben auch aller Freude hineintreten will. Heute beginnt
der Ernst des Lebens.
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