Leadershit. Menschen führen, die Sie (noch) nicht mögen - Buchtipp in 120 Sekunden

Leadershit. Menschen führen, die Sie (noch) nicht mögen - Buchtipp in 120 Sekunden

vor 1 Woche
2 Minuten
0
0 0

Beschreibung

vor 1 Woche
Was Sie erwartet

In dieser Serie stellen wir regelmäßig Bücher vor, die für
Führungskräfte und Unternehmerinnen und Unternehmer relevante
Themen behandeln. 

Zum längeren Interview mit dem Autor Matthias Nöllke 
geht es HIER.

Im Interview: Matthias Nölke Unser Buchtipp in 120 Sekunden

Die Zeiten, in denen Lean Management im Vordergrund stand – mit
seinem Fokus auf empathische Zusammenarbeit, gleichberechtigte
Teamstrukturen und transparente Kommunikation – scheinen
inzwischen von neuen Leadership-Konzepten abgelöst worden zu
sein. Diese orientieren sich an Visionären wie Steve Jobs oder
Elon Musk und setzen auf inspirierende Führungspersönlichkeiten,
die ihre Mitarbeitenden durch Innovationen mitreißen und
begeistern.
Nach Ansicht des Autors greifen jedoch beide Ansätze zu kurz. Sie
basieren auf der Annahme, dass Mitarbeitende grundsätzlich gerne
zusammenarbeiten, ihre Führungskräfte schätzen und gemeinsam auf
ein Ziel hinarbeiten. Dabei wird unterstellt, dass persönliche
Emotionen, Vorlieben und Abneigungen im Arbeitsalltag weitgehend
ausgeblendet werden können.
Genau hier setzt Nöllke in seinem Buch an: Er stellt die Realität
in den Vordergrund, in der es keine idealtypischen Teamplayer
gibt. Stattdessen begegnet man im Arbeitsumfeld einer Vielzahl
schwieriger Persönlichkeiten – von Querulanten über Drama-Queens
bis hin zu Egoisten, Mimosen, Nörglern und Intriganten.
Spätestens bei der Kapitelüberschrift „Die Liste der Unsympathen“
könnte man den Autor für einen Misanthropen halten, der lieber
zurückgezogen arbeitet als sich mit Personalführung
beschäftigt.
Doch gerade aus dieser Perspektive entwickelt er spannende
Gedanken: Besonders viel lernen kann man von den Menschen, die
man als besonders schwierig empfindet.
Der Schlüssel liegt dabei in zwei zentralen Auseinandersetzungen:
erstens mit den eigenen Abneigungen – also der Frage, was genau
einen an anderen stört und warum – und zweitens mit dem eigenen
Bedürfnis, gemocht zu werden. Daraus entwickelt sich die
Strategie des „kühlen Kopfes“, die laut Nöllke die Grundlage für
eine professionelle und zugleich zufriedenstellende
Personalführung bildet.


Zum AutorDr. Matthias Nöllke ist ein Autor mit einer
ungewöhnlichen Spannbreite. So schreibt er Bücher über Management
und Kommunikation: Über Schlagfertigkeit, Vertrauen, Machtspiele,
Psychologie für Führungskräfte und Managementbionik (»Was
Unternehmen und Führungskräfte von der Natur lernen können«).
Zweiter Schwerpunkt: Bücher für Vermieter und Mieter. Dritter
Schwerpunkt: Was sonst noch übrig bleibt. Zum Beispiel, wie man
gut durchs Leben kommt, ohne sich angestrengt auf Glück und
Erfolg programmieren zu müssen (»Der gut gelaunte Pessimist«).
Über einige seiner Themen hält er Vorträge. Und er macht
Hörfunksendungen für den Bayerischen Rundfunk: »Menschenaffen.
Wie die Tiere sprechen lernten«, »Einstürzende Sandhaufen. Die
einfachen Gesetze der Katastrophen«, »Träume von der
Unsterblichkeit«, »Über Intelligenz. Warum wir alle so klug sein
wollen« und viele mehr. Seine Promotion finanzierte er sich
damit, dass er die deutschen Dialogbücher für die »Simpsons«
schrieb (die ersten drei Staffeln). (Quelle: Verlag Vahlen)


Zum Buch LEADERSHIT HAPPENS…
Menschen führen, die Sie (noch) nicht mögen


Führungskräfte sind nicht nur von Freunden umgeben, sondern auch
von Menschen, die ihnen nicht besonders sympathisch sind.
Selbstverliebte Besserwisser, Nörgler, Fallensteller, Mimosen,
Opportunisten, Querköpfe, Blender und andere »Reizfiguren«, die
ihnen mit ihrer Art auf die Nerven gehen. Mit denen müssen Sie
auskommen. Mehr noch: Sie müssen sie führen und dafür sorgen,
dass sie möglichst gute Leistungen erbringen.


Leadership hilft hier nicht weiter. Wer Sie nicht leiden kann,
der reagiert eher verhalten auf Versuche, ihn zu inspirieren oder
mitzureißen. Empathie ist auch keine Lösung. Und schon gar nicht
können Sie punkten, wenn Sie »authentisch« sind. Menschen zu
führen, die man nicht mag, erfordert die gegenteilige
Einstellung. Statt Empathie professionelle Distanz und das
Prinzip des kühlen Kopfs. Statt Authentizität gilt es, die eigene
Führungsrolle zu entwickeln. Sich nicht von Sympathien und
Abneigungen leiten zu lassen, sondern taktische Manöver und
Fallen zu durchschauen. Besonnen zu reagieren und dadurch Respekt
zu erwerben. Und am Ende zeigt sich: Es sind die unangenehmen
Menschen, an denen wir wachsen



Autor: Matthias Nöllke


Herausgeber: Verlag Franz Vahlen München, 2024


Seiten: 164


Erscheinungsdatum: 2024-06-11


ISBN:

eBook: 9783800673551

ePUB:  9783800673568





. (Quelle: Verlag Vahlen, 2024)


Die Top-5-Gründe für das Buch


Es zeigt sich, dass es oftmals gerade die etwas
schwierigen Menschen sind, an denen wir wachsen.

Und die manchmal besonders wertvolle
Beiträge leisten – wenn man sie mit
Fingerspitzengefühl

Zugleich aber kommt es darauf an, deutlich Grenzen zu
ziehen und


Spielregeln durchzusetzen, an die sich jeder halten
muss.

Eine Führungsrolle, die sich auszeichnet durch ihre
Nüchternheit, Bodenständigkeit und
professionelle Distanz.



Links  und Informationen


Kontakt und weitere Informationen zum Autor:
Dr. Matthias Nöllke 

Link zum Buch

15
15
Close