Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 2 Tagen
Nachhaltiges Investieren sei nicht out, es sei nur ein
flexibler Begriff, der sich im Laufe der Zeit immer schon
verändert habe, erklärt Armand Colard. Er ist Gründer von
ESG Plus, die Finanzprodukte unter nachhaltigen
Gesichtspunkten bewerten. So sind Waffen seit dem Ukraine-Krieg
und den zunehmendengeopolitischen Konflikten ein zentrales
Investmentthema geworden. Viele Privatanleger würden aber
weiterhinstrikt waffenfrei investieren wollen.
Auch bei institutionellen Investoren geben alleine schon
die Compliance-Richtlinien Begrenzungen für Umsätze mit
Waffen vor. In Österreich sind die Pensions- und
Vorsorgekassen hier sehr strikt. So landen
Staatsanleihen aus Ländern mit einem
Verteidigungsbudget von mehr als drei Prozent des
Bruttoinlandsprodukts derzeit nicht in ihrem Depot. Hier
haben aber vor allem der Ukraine-Krieg und die verschärften
globale Konflikte dazu geführt, dass sie gerade ihre
diesbezüglichen Ausschlusskriterien auf vier Prozent der
Wertschöpfung aufweichen. Dies, weil zu viele Staaten gerade
nicht mehr investierbar werden. Auch fordert etwa das
Nato-Bündnis Verteidigungsausgaben von fünf Prozent des
Bruttoinlandsprodukts von ihren Mitgliedsstaaten ein.
Maximal vier Prozent der Wertschöpfung für Militärausgaben ist
auch das Limit, dass sich eines der strengsten
nachhaltigenGütesiegel in Europa, das österreichische
Umweltzeichen bei Staatsanleihen setzt. Beim deutschen
FNG-Gütesiegel liegt die Toleranzgrenze bei fünf Prozent
für Fonds und ähnlicheInvestmentprodukte.
Cleanvest, die im Internet kostenlos zugängigenDatenbank
von ESG Plus bietet weiterhin auch eine Nullprozent-Grenze. Wer
zwischen „legitimer Verteidigung“ und „aggressiver Aufrüstung“
unterscheiden möchte, für den hat ESG Plus nach der
„Arema“-Methodik ein eigenes Tool entworfen, abrufbar auf
arema.at. Den besonders gefährdeten Nachbarstaaten von
geopolitischen Krisenregionen wird damit ein höheres
Verteidigungsbudget zugebilligt. Auf der Webseite findet
man auch eine interaktive Weltkarte, die die aktuellen
Militärbudgets der Länder ausweist. In Österreich sind es 0,88
Prozent, in Israel 6,2 Prozent des BIP! Hier greift ESG Plus auf
die Daten des renommierten schwedischen
Friedensforschungsinstituts SIPRI zurück.
Weitere Ideen für Vermögen schaffen ohne Waffen hörst Du in der
aktuellen Podcast-Folge der GELDMEISTERIN mit Armand Colard.
Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner
Warnhinweis: Geldanlagen bergen ein Verlustrisiko. Der Host und
die Podcastgäste der GELDMEISTERIN haften nicht für die Inhalte
dieses Mediums.
Musik- &
Soundrechte:
https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/
#Waffen #Frieden #Ausschlusskriterien #nachhaltig #Verteidigung
#Angriff #Staatsanleihen #Aktien
Foto: ESG Plus / Bearbeitung GELDMEISTERIN
Weitere Episoden
24 Minuten
vor 1 Woche
25 Minuten
vor 2 Wochen
25 Minuten
vor 3 Wochen
27 Minuten
vor 1 Monat
21 Minuten
vor 1 Monat
Abonnenten
Wien
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.