Lob der Verletzlichkeit?
vor 4 Tagen
In einer Welt voller Krisen rückt die eigene Verletzlichkeit
schmerzlich ins Bewusstsein – und wird zur Einladung, Stärke neu zu
denken: als Fähigkeit, berührbar zu bleiben. Doch was ist sie
überhaupt für eine Fähigkeit und welche Kraft liegt in der V ...
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Beschreibung
vor 4 Tagen
In einer Welt voller Krisen rückt die eigene Verletzlichkeit
schmerzlich ins Bewusstsein – und wird zur Einladung, Stärke neu zu
denken: als Fähigkeit, berührbar zu bleiben. Doch was ist sie
überhaupt für eine Fähigkeit und welche Kraft liegt in der
Verletzlichkeit? Jetzt, wo weltweit Kriege eskalieren und soziale
Spannungen zunehmen, wird die menschliche Verletzlichkeit
sichtbarer denn je. Was als ferne geopolitische Krise beginnt,
reicht längst in unseren Alltag hinein: Unsicherheit,
Kontrollverlust, das Gefühl, dass Stabilität keine
Selbstverständlichkeit mehr ist. Zugleich wächst das Bedürfnis nach
Solidarität, nach verlässlichen Beziehungen und nach einem neuen
Verständnis von Stärke, das nicht auf Unangreifbarkeit, sondern auf
Berührbarkeit gründet. Die Moderne erzählt gerne die Geschichte der
radikal autonomen Person, die niemanden braucht und ihre
Abhängigkeiten hinter sich lässt. Verletzlichkeit erscheint dabei
als Makel, als Bedrohung der eigenen Souveränität. Die Philosophin
und Autorin Barbara Schmitz und der Philosoph und Mediziner
Giovanni Maio widersprechen dieser Erzählung entschieden. Für sie
gehört Verletzlichkeit zu den grundlegenden Bedingungen des
Menschseins: Sie mache Beziehung überhaupt erst möglich, sei
Voraussetzung von Empathie und könne eine Quelle von Sinn und
Solidarität sein. Olivia Röllin fragt nach, wie wir Verletzlichkeit
neu denken können, wie sich der Blick auf uns selbst, auf andere
und auf die demokratische Gemeinschaft verändert, wenn wir
Abhängigkeit nicht länger stigmatisieren, sondern als ureigene
menschliche Kraft begreifen, und worin diese Kraft eigentlich
besteht.
schmerzlich ins Bewusstsein – und wird zur Einladung, Stärke neu zu
denken: als Fähigkeit, berührbar zu bleiben. Doch was ist sie
überhaupt für eine Fähigkeit und welche Kraft liegt in der
Verletzlichkeit? Jetzt, wo weltweit Kriege eskalieren und soziale
Spannungen zunehmen, wird die menschliche Verletzlichkeit
sichtbarer denn je. Was als ferne geopolitische Krise beginnt,
reicht längst in unseren Alltag hinein: Unsicherheit,
Kontrollverlust, das Gefühl, dass Stabilität keine
Selbstverständlichkeit mehr ist. Zugleich wächst das Bedürfnis nach
Solidarität, nach verlässlichen Beziehungen und nach einem neuen
Verständnis von Stärke, das nicht auf Unangreifbarkeit, sondern auf
Berührbarkeit gründet. Die Moderne erzählt gerne die Geschichte der
radikal autonomen Person, die niemanden braucht und ihre
Abhängigkeiten hinter sich lässt. Verletzlichkeit erscheint dabei
als Makel, als Bedrohung der eigenen Souveränität. Die Philosophin
und Autorin Barbara Schmitz und der Philosoph und Mediziner
Giovanni Maio widersprechen dieser Erzählung entschieden. Für sie
gehört Verletzlichkeit zu den grundlegenden Bedingungen des
Menschseins: Sie mache Beziehung überhaupt erst möglich, sei
Voraussetzung von Empathie und könne eine Quelle von Sinn und
Solidarität sein. Olivia Röllin fragt nach, wie wir Verletzlichkeit
neu denken können, wie sich der Blick auf uns selbst, auf andere
und auf die demokratische Gemeinschaft verändert, wenn wir
Abhängigkeit nicht länger stigmatisieren, sondern als ureigene
menschliche Kraft begreifen, und worin diese Kraft eigentlich
besteht.
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