Nicole Deitelhoff: Frieden statt Friedhofsruhe – Wie geht dauerhafte Konfliktlösung?

Nicole Deitelhoff: Frieden statt Friedhofsruhe – Wie geht dauerhafte Konfliktlösung?

vor 1 Woche
Der Mutmacher-Podcast
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Podcaster

Beschreibung

vor 1 Woche

Wie kann in Zeiten wie diesen überhaupt noch Frieden entstehen?
Der Krieg gegen Iran ist weiter eskaliert, in der Ukraine ist ein
Ende des Krieges nicht in Sicht – und gleichzeitig merken wir,
wie schnell wir uns daran gewöhnen, fast nur noch in Kategorien
von Eskalation, Abschreckung und militärischer Stärke zu denken.
Genau darüber sprechen wir in dieser Folge mit Prof. Dr.
Nicole Deitelhoff, Direktorin der Hessischen Stiftung
Friedens- und Konfliktforschung und eine der bekanntesten
deutschen Friedens- und Konfliktforscherinnen. 


Nicole Deitelhoff erklärt, warum es gerade in laufenden Kriegen
wichtig ist, weiter über Frieden zu sprechen – nicht naiv,
sondern realistisch. Sie macht deutlich: Verteidigungsfähigkeit
und Friedenssuche schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Gerade
in Zeiten realer Bedrohung kommt es darauf an, auch die kleinen
Öffnungen zu erkennen, in denen Kooperation noch möglich ist. Als
Beispiel nennt sie den Gefangenenaustausch zwischen Russland und
der Ukraine – ein Hinweis darauf, dass selbst in hochverfeindeten
Konflikten Gesprächs- und Handlungsspielräume bestehen
bleiben. 


Im Gespräch geht es außerdem um die Frage, was Frieden heute
überhaupt bedeutet. Deitelhoff unterscheidet zwischen einem
„negativen Frieden“, also dem Ende organisierter Gewalt, und
einem „positiven Frieden“, der darüber hinaus auf Gerechtigkeit,
Teilhabe und tragfähige gesellschaftliche Ordnung zielt. Ihr
nüchterner Befund: Im Moment wären wir schon froh, wenn zumindest
der „dürre Hahn“ des negativen Friedens wieder erreichbar
würde. 


Und schließlich spricht sie darüber, was Friedensforschung heute
konkret leisten kann: nicht den großen Wurf versprechen, sondern
in festgefahrenen Konflikten genau hinschauen, wo Kooperation
noch trägt, wo Vermittlung möglich ist und wie aus kleinen
Schritten irgendwann tragfähigere Friedensordnungen werden
können. Friedensfähigkeit, so ihr Mutmacher-Gedanke, ist lernbar
– durch gerechte Sprache, klares Denken und strategische
Geduld. 


Eine Folge über Krieg und Frieden, über strategische Geduld,
europäische Verantwortung – und über die Frage, wie man auch in
sehr dunklen Zeiten die Möglichkeit von Verständigung nicht
aufgibt.


Und wenn Sie unsere Gespräche auch jenseits des Podcasts
nachlesen möchten:


Unser neues Buch ist erschienen:


„2 alte wei(s)e Männer: Mutmacher für schwere Zeiten –
was hoffen lässt“


Jetzt im Buchhandel und auf allen gängigen Plattformen
erhältlich.


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