Predigt über Johannes 19,16–30: Schweigen

Predigt über Johannes 19,16–30: Schweigen

vor 3 Tagen
An Karfreitag, 03.04.2026 Jesus wurde abgeführt. Er trug sein Kreuz selbst aus der Stadt hinaus zu der so genannten Schädelstätte; auf hebräisch heißt sie Golgata. Dort kreuzigte man ihn und mit ihm zwei andere, einen auf jeder Seite; Jesus hi
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vor 3 Tagen

An Karfreitag, 03.04.2026


Jesus wurde abgeführt. Er trug sein Kreuz selbst aus der Stadt
hinaus zu der so genannten Schädelstätte; auf hebräisch heißt sie
Golgata. Dort kreuzigte man ihn und mit ihm zwei andere, einen
auf jeder Seite; Jesus hing in der Mitte. Pilatus ließ ein Schild
am Kreuz anbringen, das die Aufschrift trug: »Jesus von Nazaret,
König der Juden.« Dieses Schild wurde von vielen Juden gelesen;
denn der Ort, an dem Jesus gekreuzigt wurde, war ganz in der Nähe
der Stadt, und die Aufschrift war hebräisch, lateinisch und
griechisch abgefasst. Die führenden Priester des jüdischen Volkes
erhoben Einspruch. »Es darf nicht heißen: ›König der Juden‹«,
sagten sie zu Pilatus. »Schreibe: ›Dieser Mann hat behauptet: Ich
bin der König der Juden.‹« Pilatus erwiderte: »Was ich
geschrieben habe, habe ich geschrieben.« Die Soldaten, die Jesus
gekreuzigt hatten, nahmen seine Kleider und teilten sie unter
sich auf; sie waren zu viert. Beim Untergewand stellten sie fest,
dass es von oben bis unten durchgehend gewebt war, ohne jede
Naht. »Das zerschneiden wir nicht«, sagten sie zueinander. »Wir
lassen das Los entscheiden, wer es bekommt.« So sollte sich
erfüllen, was in der Schrift vorausgesagt war: »Sie haben meine
Kleider unter sich verteilt; um mein Gewand haben sie das Los
geworfen.« (Ps 22,19) Genau das taten die Soldaten. Bei dem
Kreuz, an dem Jesus hing, standen seine Mutter und ihre Schwester
sowie Maria, die Frau von Klopas, und Maria aus Magdala. Als
Jesus seine Mutter sah und neben ihr den Jünger, den er besonders
geliebt hatte, sagte er zu seiner Mutter: »Liebe Frau, das ist
jetzt dein Sohn!« Dann wandte er sich zu dem Jünger und sagte:
»Sieh, das ist jetzt deine Mutter!« Da nahm der Jünger die Mutter
Jesu zu sich und sorgte von da an für sie. —Johannes 19,16–30
(Neue Genfer Übersetzung)
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