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Beschreibung
vor 1 Woche
Der heutige Karfreitag ist durch die Stille geprägt. Es ist sogar
im ganzen Land ein Feiertag und es ist auch in der Stadt
ruhiger. Aber dieser Tag ist auch geprägt von sehr besonderen
Liturgien und Abläufen. Jetzt gleich fahren wir ins
Nachbarstädtchen zu einer besonderen Form des Betens in diesen
Kartagen.Es sind die Karmetten, die an diesen drei Tagen gefeiert
werden und einen ganz eigenen Stil und Inhalt haben. In den
Gebeten und Gesängen der Karmette werden die Klagelieder des
Propheten Jeremia gelesen und gesungen. Das Leid der zerstörten
Stadt Jerusalem wird beklagt und auf das, sehr viele spätere Leiden
Christi hingedeutet. Psalmen werden gebetet und gesungen, die
Leiden und Bedrängnis zum Thema haben, besonders Psalm 22: "Mein
Gott mein Gott, warum hast du mich verlassen" und Psalm 69 und 88.
Lesungen aus den alten Kirchenvätern, insbesondere von Augustinus,
werden vorgetragen und dann Berichte über das erlebte Leiden
Christi im Hebräerbrief, die die theologische Bedeutung der
Kreuzigung erklären. Gesänge und Antiphonen vertiefen die Texte und
stellen uns das unglaubliche Leiden Christi sehr deutlich vor Herz
und Sinne.Was mich aber in dieser Liturgie wirklich packt, ist der
begleitende, sehr packende Lichtritus. Ein großer Leuchter mit 15
Kerzen steht in der Mitte und immer nach einem Psalm oder Canticum
wird eine Kerze ausgelöscht. Dieses Auslöschen und zeigt die Flucht
der Jünger sehr markant dar und die unglaubliche Einsamkeit und
Dunkelheit Christi, die zum Schluss nur noch von einer Kerze
erleuchtet wird.Irgendwann vor Jahren wurde mir dadurch erst klar,
was der wunderbare Lichtritus der Osternacht bedeutet. Während am
Karfreitag alle Lichter ausgelöscht werden, wird dann an Ostern
durch die eine Flamme der Osterkerze, die in die Kirche getragen
wird, die ganze Kirche erleuchtet und an der einen, neu
auferstandenen Flamme, kann sich die ganze Osterhoffnung auf das
ewige Leben entzünden und die Welt wieder hell machen.
im ganzen Land ein Feiertag und es ist auch in der Stadt
ruhiger. Aber dieser Tag ist auch geprägt von sehr besonderen
Liturgien und Abläufen. Jetzt gleich fahren wir ins
Nachbarstädtchen zu einer besonderen Form des Betens in diesen
Kartagen.Es sind die Karmetten, die an diesen drei Tagen gefeiert
werden und einen ganz eigenen Stil und Inhalt haben. In den
Gebeten und Gesängen der Karmette werden die Klagelieder des
Propheten Jeremia gelesen und gesungen. Das Leid der zerstörten
Stadt Jerusalem wird beklagt und auf das, sehr viele spätere Leiden
Christi hingedeutet. Psalmen werden gebetet und gesungen, die
Leiden und Bedrängnis zum Thema haben, besonders Psalm 22: "Mein
Gott mein Gott, warum hast du mich verlassen" und Psalm 69 und 88.
Lesungen aus den alten Kirchenvätern, insbesondere von Augustinus,
werden vorgetragen und dann Berichte über das erlebte Leiden
Christi im Hebräerbrief, die die theologische Bedeutung der
Kreuzigung erklären. Gesänge und Antiphonen vertiefen die Texte und
stellen uns das unglaubliche Leiden Christi sehr deutlich vor Herz
und Sinne.Was mich aber in dieser Liturgie wirklich packt, ist der
begleitende, sehr packende Lichtritus. Ein großer Leuchter mit 15
Kerzen steht in der Mitte und immer nach einem Psalm oder Canticum
wird eine Kerze ausgelöscht. Dieses Auslöschen und zeigt die Flucht
der Jünger sehr markant dar und die unglaubliche Einsamkeit und
Dunkelheit Christi, die zum Schluss nur noch von einer Kerze
erleuchtet wird.Irgendwann vor Jahren wurde mir dadurch erst klar,
was der wunderbare Lichtritus der Osternacht bedeutet. Während am
Karfreitag alle Lichter ausgelöscht werden, wird dann an Ostern
durch die eine Flamme der Osterkerze, die in die Kirche getragen
wird, die ganze Kirche erleuchtet und an der einen, neu
auferstandenen Flamme, kann sich die ganze Osterhoffnung auf das
ewige Leben entzünden und die Welt wieder hell machen.
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