Krieg gegen Russland: Europa jetzt direkt beteiligt? | Von Thomas Röper
vor 2 Wochen
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vor 2 Wochen
Spiel mit dem Feuer
Die baltischen Staaten stellen der Ukraine ihren Luftraum
für Angriffe auf Russland zur Verfügung
In den letzten Tagen sind ukrainische Drohnen bei
Angriffen auf die russische Region St. Petersburg unbestritten
über die baltischen Staaten und auch Finnland geflogen.
Offensichtlich haben die NATO-Staaten ganz offiziell ihren
Luftraum für Angriffe auf Russland geöffnet, was eine offene
Kriegsbeteiligung darstellt.
Ein Standpunkt von Thomas Röper.
Dass die NATO-Staaten Polen, Litauen, Lettland und Estland der
Ukraine erlauben, ihren Luftraum für Drohnenangriffe auf die
russische Region St. Petersburg zu nutzen, ist ein sehr heikles
Thema, denn das würde eine direkte Kriegsbeteiligung dieser
Staaten bedeuten – und zwar mit allen Folgen, denn warum sollte
Russland dann nicht antworten und ebenfalls Ziele in diesen
Ländern angreifen, wenn sie sich an Angriffen auf Russland
beteiligen, indem sie sie über ihren Luftraum erlauben?
Da das Thema für viele unbekannt ist, erzähle ich zunächst die
Vorgeschichte und komme dann zu den aktuellen
Meldungen.
Die Vorgeschichte
Aus russischen Sicherheitskreisen habe ich schon im Spätsommer
2024 die Information bekommen, dass ukrainische Drohnen bei
Angriffen auf St. Petersburg aus den baltischen Staaten in den
russischen Luftraum eindringen. Darüber habe ich damals nicht
berichtet, weil mir das im Vertrauen gesagt wurde. Die russischen
Medien verschließen davor die Augen, weil alles andere einen
Krieg mit der NATO bedeuten würde. Oder zumindest mit der EU,
weil die USA sich daran wohl nicht beteiligen würden, wie es
derzeit aussieht.
Daher sind die Angriffe auf Petersburg in russischen Medien kein
Thema, sie erscheinen bestenfalls als Kurzmeldungen. So auch
jetzt, während Petersburg seit über einer Woche jede Nacht mit
Dutzenden Drohnen angegriffen wurde. Die Meldungen finden sich in
Russland nur im Kleingedruckten.
Die ersten offiziellen russischen Erklärungen dazu gab es im Juli
2025, als ein einflussreicher russischer
Abgeordneter das Thema in sozialen Medien
angesprochen und gewarnt hat, dass diese Länder, aus
denen Russland angegriffen wird, verstehen müssten, sobald
Russland „100-prozentige Beweise dafür“ erhalte, „dass sie an
Angriffen auf Russland beteiligt sind“, „Vergeltung
unvermeidlich“ sei.
Das Baltikum sei nicht die Ukraine, man könne es innerhalb
einer Woche einnehmen.
Spätestens seit Ende August 2025 ist kaum mehr zu bestreiten,
dass die Balten der Ukraine ihren Luftraum für Angriffe auf
Petersburg zur Verfügung stellen. Damals wurde die russische
Raffinerie in Ust-Luga, nahe der estnischen Grenze mit
Drohnen angegriffen und beschädigt. Und just in der
Nacht wurden aus dem Baltikum Drohnensichtungen
gemeldet, die exakt entlang des Kurses lagen, den Drohnen
aus der Ukraine dabei nehmen müssten. Eine der Drohnen ist in
Estland abgestürzt.
Auch das haben die russischen Medien damals „übersehen“,
russischen Medien war das kaum eine Meldung wert, lediglich
russische Blogger haben auf Telegram darüber berichtet.
Die aktuelle Eskalation
Seit nun einer Woche ist in Petersburg täglich Drohnenalarm. Jede
Nacht fliegen Dutzende Drohnen aus dem Baltikum in den Großraum
Petersburg, in einer Nacht war die Rede von über 50
abgeschossenen Drohnen. Auch darüber berichten russische Medien
bisher bestenfalls im Kleingedruckten und sie vermeiden es zu
erwähnen, dass die Drohnen aus dem Baltikum kommen.
Die Angriffe gelten in erster Linie Ust-Luga, wo die Raffinerie
steht und ein wichtiger Verladehafen für Öl und Gas ist,
Kronstadt, wo eine wichtige Marinebasis ist, und dem Hafen
Primorsk. Das Ziel ist es offenbar, die Energie- und
Hafeninfrastruktur sowie Werften zu beschädigen. Und natürlich
sammelt die NATO dabei wichtige Daten, denn während solcher
Angriffe kann man lernen, wie die Luftabwehr des angegriffenen
Landes, ihre Befehlsketten und so weiter funktionieren.
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