Warum malen Flugzeuge Streifen in den Himmel?

Warum malen Flugzeuge Streifen in den Himmel?

vor 1 Woche
Louis (9) fragt - Leo antwortet
12 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Woche
Wer an einem klaren Tag in den Himmel blickt, sieht sie fast immer:
lange weiße Linien, die Flugzeuge hinter sich herziehen. Diese
sogenannten Kondensstreifen sind ein alltägliches Phänomen. Doch
wie entstehen sie eigentlich? Die Erklärung beginnt im Inneren der
Flugzeugtriebwerke. Düsenflugzeuge verbrennen Kerosin, den
Treibstoff für ihre Motoren. Dabei entstehen unter anderem heißer
Wasserdampf, Kohlendioxid und kleine Rußpartikel. Die Abgase
verlassen das Triebwerk mit sehr hohen Temperaturen. In großer
Flughöhe, meist zwischen etwa 8.000 und 12.000 Metern, trifft
dieser heiße Wasserdampf jedoch auf extrem kalte Luft. Dort
herrschen Temperaturen von etwa minus 50 Grad Celsius. Durch diese
Kälte kühlt der Wasserdampf sehr schnell ab: Er kondensiert
zunächst zu winzigen Wassertröpfchen und gefriert anschließend zu
Eiskristallen. Diese Eiskristalle bilden die sichtbaren weißen
Streifen am Himmel. Allerdings entstehen Kondensstreifen nicht bei
jedem Flugzeug. Besonders deutlich sieht man sie bei
Düsenflugzeugen, die in großer Höhe unterwegs sind.
Propellermaschinen fliegen meist niedriger, wo die Temperaturen
nicht kalt genug sind, damit sich sofort Eiskristalle bilden.
Segelflugzeuge oder Hubschrauber hinterlassen deshalb in der Regel
keine langen Kondensstreifen. Wie lange ein Kondensstreifen
sichtbar bleibt, hängt vor allem von der Luftfeuchtigkeit ab. Ist
die Luft feucht, können die Kondensstreifen lange bestehen bleiben
und sich ausbreiten. Bei trockener Luft lösen sich die Streifen
dagegen rasch wieder auf.
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