Vielleicht stecke ich gar nicht fest

Vielleicht stecke ich gar nicht fest

vor 1 Woche
15 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Woche

Und heute… wird’s wieder ehrlich.


Ich nehme dich mit in ein Thema, das mich gefühlt schon mein
halbes Leben begleitet.


Die Frage:
Was möchte ich eigentlich beruflich machen…
und wo gehöre ich hin?


Wenn ich zurückdenke, beginnt diese Suche schon ziemlich früh
oder geht schon recht lange


Als Teenager hatte ich Ideen, wie zum Beispiel Fotografie oder
Sportartikelverkäuferin. Ich habe auch mal als Coiffeurin
geschnuppert aber die ganzen Haare zwischen meinen Fingern – das
ging nicht.


Am Ende wurde es… die Sportartikelbranche.


Wenn ich heute ganz ehrlich bin: Ich weiss nicht mehr genau,
warum.


Ich mochte Sport – ja.
Aber ich war jetzt nicht diejenige, die sich jede Sportsendung im
Fernsehen angeschaut hat oder komplett darin aufgegangen ist.


Und trotzdem bin ich diesen Weg gegangen. Irgendwas scheint mich
interessiert zu haben


Vielleicht kennst du das…
Man trifft Entscheidungen, die sich im Moment irgendwie stimmig
anfühlen –
und Jahre später denkt man sich:


Spannend… wie genau bin ich eigentlich hier gelandet?


Was ich aber ziemlich früh gemerkt habe:


Es ging für mich nie nur um den Job.
Sondern immer um Menschen.


Und ich durfte viele Rollen ausprobieren:


Verkäuferin – da habe ich für mich herausgefunden, dass ich eine
bessere Beraterin bin
Einrichtungsberaterin.
Führung.
Einkauf.
Verkaufstrainerin.


Also… langweilig wurde es mir definitiv nie.


Und ganz ehrlich:
Vieles hat mir richtig Freude gemacht. Ich mochte es auch sehr,
immer wieder neues kennenzulernen


Ich habe gelernt.
Ich bin gewachsen.
Ich habe mich entwickelt.


Und trotzdem…


war da immer wieder diese eine, aber ziemlich hartnäckige Frage:


Wo gehöre ich eigentlich wirklich hin?


Vor ein paar Jahren dachte ich dann:
Okay… ich hol mir jetzt einfach eine Antwort.


Ich war bei einer astrologischen Berufsberatung.


Und ja – ich war neugierig. Okay, sehr neugierig
Aber ich war auch hoffnungsvoll, dass mir jetzt endlich jemand
sagt:


„Das ist es. Genau das sollst du machen.“


Und es war wirklich spannend.


Ich habe Dinge gehört, die sich total stimmig angefühlt haben:


Dass ich eine gute Intuition habe.
Dass ich Menschen gut wahrnehmen kann.
Dass meine Arbeit etwas mit der „Seele“ des Menschen zu tun haben
darf.


Und ich sass da und dachte:


Ja… das bin ich. Ja…. das fühle ich


Der nächste Gedanke: Super… und was mache ich jetzt genau damit?


Und genau da hat sich etwas verändert.


Ich habe aufgehört, nur im Aussen zu suchen…
und bin mehr nach innen gegangen.


Durch eine Freundin bin ich auf die Ausbildung in systemischer
Aufstellung gestossen – auch bekannt unter Familienstellen.


Und diese Erfahrung war… anders.


Nicht plötzlich. Nicht spektakulär. Aber tief.


Ich habe angefangen, Menschen anders zu sehen.
Zusammenhänge zu spüren und verstehen.
Dinge wahrzunehmen, die man nicht unbedingt erklären und nicht
erzwingen kann.


Jedes Mal spüre ich, wie sehr mich diese Energiearbeit
bereichert.


Und gleichzeitig… fordert es mich auch. Denn bei dieser Arbeit
geht es nicht darum, alles zu verstehen. Sondern zu fühlen,
beobachten wahrnehmen.


Und ganz ehrlich: ich übe mich im «fühlen und nicht im Verstehen
wollen» und das immer wieder.


Wenn ich heute auf meinen Weg schaue, fühlt es sich manchmal an
wie ein Puzzle.


Viele Teile. Manche passen sofort. Andere liegen gefühlt ewig
einfach nur herum.


Ich fühle, dass ich gerade in so einer Phase bin.


Ich spüre ganz klar: Ich möchte einen Teil meiner Zeit
selbstständig tätig sein.


Und gleichzeitig suche ich einen Job.


Und jedes Mal, wenn mich jemand fragt:


„Und was suchst du – in welchem Bereich?“


…brauche ich einen kleinen Moment.


Weil ich merke:
Die einfache und klare Antwort gibt es gerade nicht.


Ich mag vieles.


Ich mag Menschen.
Ich mag Entwicklung.
Ich mag Austausch.
Ich mag Neues lernen.
Ich mag Vielseitigkeit.
Und ja… ich mag auch das Ästhetische, das Kreative & das
Visuelle


Aber wie nennt man das alles in einem Wort? In einer
Jobbezeichnung?


Keine Ahnung. Wirklich nicht. Oder ich bin noch nicht da.


Ich merke, dass mich genau das manchmal ziemlich müde macht.


Frustriert.


Und ja… auch ratlos.


Ich spreche mit Menschen.
Ich suche.
Ich scrolle durch Jobportale.
Ich denke nach.


Ich tausche mich mit Chatgpt aus.


Ich habe die Augen und Ohren offen.


Und manchmal habe ich das Gefühl:


Ich mache so viel…
und sehe trotzdem nicht alles.


Gleichzeitig kommt da ein anderer Gedanke.


Vielleicht geht es gar nicht darum, sofort alles zu sehen.


Vielleicht geht es darum, dranzubleiben.


Neugierig zu bleiben.


Offen zu bleiben.


Und diesen Prozess nicht als Problem zu sehen…
sondern als Teil des Weges.


Vielleicht ist genau dieses „Nicht-genau-Wissen“ kein Stillstand.


Sondern Bewegung.


Auch wenn sie sich manchmal nicht so anfühlt.


Und vielleicht ist „Berufung“ gar kein fixer Ort, den man
irgendwann erreicht und dann abhaken kann.


Sondern etwas, das sich entwickelt.


Mit uns.


Mit jedem Schritt.
Mit jeder Erfahrung.
Und ja… auch mit jedem Zweifel.


Und vielleicht bist du gerade auch an so einem Punkt.


An dem du suchst.
Dich fragst.
Zweifelst.


Und gleichzeitig spürst:
Da ist etwas in Bewegung.


Dann bist du vielleicht nicht falsch.


Sondern genau mittendrin.


Danke, dass du heute meinen Worten gelauscht hast. Bis zum
nächsten Mal bei Bündner Herz – ehrlich unterwegs.
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