Schmerzwahrnehmung: Darum sind Rückenschmerzen häufig Kopfsache (Catrin Marnitz)
vor 1 Woche
Matthias Baum & Catrin Marnitz
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 1 Woche
„Ohne Gehirn kein Schmerz.“ – Catrin Marnitz untersucht seit
Jahren, warum Rückenschmerzen bleiben, selbst dann, wenn
strukturell längst alles abgeheilt ist. Als Diplom-Psychologin,
Verhaltenstherapeutin und Schmerzpsychotherapeutin richtet sie den
Blick auf das Zusammenspiel von Gehirn, Nervensystem und Erfahrung
und damit auf die eigentliche Schaltzentrale des Schmerzes. In
dieser Episode des PARACELSUS LAB spricht Podcast-Host Matthias
Baum mit der Expertin über eine zentrale Erkenntnis der modernen
Schmerzforschung: Rückenschmerz entsteht nicht allein im Gewebe,
sondern wird im Gehirn konstruiert, bewertet und verstärkt.
Chronische Schmerzen sind Ausdruck veränderter Signalverarbeitung.
Das Nervensystem kann lernen, Schmerz zu intensivieren und
dauerhaft präsent zu halten. Es bildet ein Schmerzgedächtnis aus,
bei dem selbst harmlose Reize schneller als bedrohlich eingeordnet
werden. Neuronale Netzwerke sensibilisieren sich, Schmerz wird zum
stabilen Muster. Dabei wirken weit mehr Faktoren als nur
körperliche Strukturen. Studien zeigen, dass Stress, Angst,
Erwartungen und biografische Erfahrungen die Schmerzwahrnehmung
maßgeblich prägen. Das Gehirn verknüpft eingehende Signale mit
bereits gespeicherten Erfahrungen und entscheidet auf dieser
Grundlage über Intensität und Bedeutung. Besonders entscheidend ist
der Umgang mit dem Schmerz. Vermeidung, Schonverhalten und negative
Erwartungen verstärken die Beschwerden und fördern die
Chronifizierung. Moderne Therapieansätze setzen genau hier an.
Aufklärung, gezielte Bewegung und das aktive Verlernen von
Angstreaktionen können die Bewertung von Schmerz im Gehirn
nachhaltig verändern. Wie entsteht ein Schmerzgedächtnis? Welche
Rolle spielen Stress und Emotionen für den Rücken? Und wie lässt
sich die Kontrolle über den eigenen Schmerz zurückgewinnen?
Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB. Ein ALL EARS ON YOU
Original Podcast.
Jahren, warum Rückenschmerzen bleiben, selbst dann, wenn
strukturell längst alles abgeheilt ist. Als Diplom-Psychologin,
Verhaltenstherapeutin und Schmerzpsychotherapeutin richtet sie den
Blick auf das Zusammenspiel von Gehirn, Nervensystem und Erfahrung
und damit auf die eigentliche Schaltzentrale des Schmerzes. In
dieser Episode des PARACELSUS LAB spricht Podcast-Host Matthias
Baum mit der Expertin über eine zentrale Erkenntnis der modernen
Schmerzforschung: Rückenschmerz entsteht nicht allein im Gewebe,
sondern wird im Gehirn konstruiert, bewertet und verstärkt.
Chronische Schmerzen sind Ausdruck veränderter Signalverarbeitung.
Das Nervensystem kann lernen, Schmerz zu intensivieren und
dauerhaft präsent zu halten. Es bildet ein Schmerzgedächtnis aus,
bei dem selbst harmlose Reize schneller als bedrohlich eingeordnet
werden. Neuronale Netzwerke sensibilisieren sich, Schmerz wird zum
stabilen Muster. Dabei wirken weit mehr Faktoren als nur
körperliche Strukturen. Studien zeigen, dass Stress, Angst,
Erwartungen und biografische Erfahrungen die Schmerzwahrnehmung
maßgeblich prägen. Das Gehirn verknüpft eingehende Signale mit
bereits gespeicherten Erfahrungen und entscheidet auf dieser
Grundlage über Intensität und Bedeutung. Besonders entscheidend ist
der Umgang mit dem Schmerz. Vermeidung, Schonverhalten und negative
Erwartungen verstärken die Beschwerden und fördern die
Chronifizierung. Moderne Therapieansätze setzen genau hier an.
Aufklärung, gezielte Bewegung und das aktive Verlernen von
Angstreaktionen können die Bewertung von Schmerz im Gehirn
nachhaltig verändern. Wie entsteht ein Schmerzgedächtnis? Welche
Rolle spielen Stress und Emotionen für den Rücken? Und wie lässt
sich die Kontrolle über den eigenen Schmerz zurückgewinnen?
Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB. Ein ALL EARS ON YOU
Original Podcast.
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