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Beschreibung
vor 3 Wochen
Freiheit erlangen durch Fasten. Freiheit haben – ist das schon
Frieden? Oder ist Freiheit die Grundlage für
Frieden? Wenn Menschen mir erzählen, dass sie für
bestimmte, ganz konkrete Ereignisse beten, dann kann ich das oft
nicht verstehen. Was soll Gott denn machen? Er greift einfach nicht
pauschal und platt ein. Kann er nicht. Wegen mir. Wegen dir. Wegen
uns. Weil er will, dass wir frei sind. Frei sein
bedeutet eben immer, die Wahl haben. Aber ich glaube auch, dass
Gottes Freiheit, die er mir geschenkt hat, eben mehr ist. Mehr als
bloße Entscheidungsfreiheit. Eine Freiheit, die aus Liebe geschenkt
ist, weil Gott für mich der Ursprung des Lebens ist. Freiheit, die
Liebe und Leben ermöglicht. Das ist eine schwer zu denkende und
vielleicht auch eingeschränkte Freiheit. Weil, wenn Gott
mich echt liebt, so richtig, keine “situationship”, also eine
Beziehung, die man nicht so richtig nach außen als solche zeigen
will, weil man verdammt unsicher ist, sondern eine echte
Beziehung. Also, wenn das stimmt, dass Gott mich liebt
und ich von Anfang an – gewollt, gebraucht und geliebt bin – dann
muss Gott seine ganze Macht aufgeben und kann echt nichts tun. Er
kann wegen meiner – unserer – Freiheit nicht eingreifen. Ganz egal,
wie viel wir beten. Beten ist was ganz anders als Forderungen
stellen. Gott kann nichts tun. Wie Eltern oder
Patentanten, die zuschauen, wie ihre Kinder Fehler machen, damit
sie wachsen können, sich entwickeln und echt leben… Dann
kann man manchmal eben nichts tun, als mit dem Pflaster in der Hand
im Türrahmen warten. Mit Taschentüchern und einem riesigen
Becher voller Eis und Esslöffel am Küchentisch sitzen. Oder eben
einfach nur eine Hand halten am Krankenbett… Mehr kann
Gott auch nicht mehr tun… wenn er uns echt liebt … aber wie viel
mehr kann das sein… als ein blindes Eingreifen und Entscheiden für
und über uns… Freiheit durch Fasten? Freiheit durch
Pflaster, Taschentücher, Eiscreme und Dasein… Der
DOMRADIO-Morgenimpuls: Montag bis Freitag erzählt die Olper
Franziskanerin Schwester Katharina von ihren Gedanken zu Gott und
der Welt. Samstag und Sonntag sprechen im Wechsel die
Religionslehrerin Vanessa Grbavac und Pfarrer Stefan Wißkirchen
darüber, wie sie Glauben und Alltag miteinander verbinden. Im Radio
um viertel nach 6 Uhr und als Podcast.
Frieden? Oder ist Freiheit die Grundlage für
Frieden? Wenn Menschen mir erzählen, dass sie für
bestimmte, ganz konkrete Ereignisse beten, dann kann ich das oft
nicht verstehen. Was soll Gott denn machen? Er greift einfach nicht
pauschal und platt ein. Kann er nicht. Wegen mir. Wegen dir. Wegen
uns. Weil er will, dass wir frei sind. Frei sein
bedeutet eben immer, die Wahl haben. Aber ich glaube auch, dass
Gottes Freiheit, die er mir geschenkt hat, eben mehr ist. Mehr als
bloße Entscheidungsfreiheit. Eine Freiheit, die aus Liebe geschenkt
ist, weil Gott für mich der Ursprung des Lebens ist. Freiheit, die
Liebe und Leben ermöglicht. Das ist eine schwer zu denkende und
vielleicht auch eingeschränkte Freiheit. Weil, wenn Gott
mich echt liebt, so richtig, keine “situationship”, also eine
Beziehung, die man nicht so richtig nach außen als solche zeigen
will, weil man verdammt unsicher ist, sondern eine echte
Beziehung. Also, wenn das stimmt, dass Gott mich liebt
und ich von Anfang an – gewollt, gebraucht und geliebt bin – dann
muss Gott seine ganze Macht aufgeben und kann echt nichts tun. Er
kann wegen meiner – unserer – Freiheit nicht eingreifen. Ganz egal,
wie viel wir beten. Beten ist was ganz anders als Forderungen
stellen. Gott kann nichts tun. Wie Eltern oder
Patentanten, die zuschauen, wie ihre Kinder Fehler machen, damit
sie wachsen können, sich entwickeln und echt leben… Dann
kann man manchmal eben nichts tun, als mit dem Pflaster in der Hand
im Türrahmen warten. Mit Taschentüchern und einem riesigen
Becher voller Eis und Esslöffel am Küchentisch sitzen. Oder eben
einfach nur eine Hand halten am Krankenbett… Mehr kann
Gott auch nicht mehr tun… wenn er uns echt liebt … aber wie viel
mehr kann das sein… als ein blindes Eingreifen und Entscheiden für
und über uns… Freiheit durch Fasten? Freiheit durch
Pflaster, Taschentücher, Eiscreme und Dasein… Der
DOMRADIO-Morgenimpuls: Montag bis Freitag erzählt die Olper
Franziskanerin Schwester Katharina von ihren Gedanken zu Gott und
der Welt. Samstag und Sonntag sprechen im Wechsel die
Religionslehrerin Vanessa Grbavac und Pfarrer Stefan Wißkirchen
darüber, wie sie Glauben und Alltag miteinander verbinden. Im Radio
um viertel nach 6 Uhr und als Podcast.
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