"Meine Brüder sind beide umgekommen" - #63 - Ilse Grünewald II

"Meine Brüder sind beide umgekommen" - #63 - Ilse Grünewald II

vor 2 Wochen
Ilse Grünewald erzählt von Verlust und Exil
24 Minuten
Podcast
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49 Menschen, 49 bewegende Geschichten

Beschreibung

vor 2 Wochen
In der zweiten ausführlichen Folge erzählt Ilse Grünewald von ihrer
Ankunft im Exil, davon, wie sie und ihr Mann sich mit einem Freund
eine kleine Wohnung teilen und improvisieren müssen, denn es gibt
keine Küche und sie besitzen kaum etwas. Ilse ist hochschwanger,
spricht kein Spanisch, und das junge Paar hat kein Geld. Am
städtischen Krankenheus Rivadavia findet sie einen wohlwollenden
Arzt, der sie unterstützt. Hier bringt Ilse bringt ihr erstes Kind
zur Welt. Die ersten Jahre sind hart für die junge Familie. Helmut
verdient zunächst nur wenig. Mit ihrer Tochter im Kinderwagen läuft
sie von Haus zu Haus, um ihre Dienste als Wäscherin anzubieten.
Mühsam und Schritt für Schritt bauen sie sich ein Leben im Exil
auf. Nach dem Krieg erfährt Ilse, dass ihre Brüder von den
Nationalsozialisten ermordet wurden. Gemeinsam mit Martina Krickel,
der Stadtarchivarin von Seelze, besucht die Autorin die
Gedenkstätte Ahlem. Auf der „Wand der Namen“ finden sie den Namen
von Ilses jüngerem Bruder Berthold.

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