Iran-Krieg spaltet die USA | Von Thomas Röper

Iran-Krieg spaltet die USA | Von Thomas Röper

vor 4 Wochen
19 Minuten
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Beschreibung

vor 4 Wochen

Die politische Woche in den USA


Der wachsende Widerstand gegen den Iran-Krieg beherrscht
die US-Innenpolitik


Der Iran-Krieg beherrscht die Innenpolitik der USA, da
seine Folgen in den USA immer spürbarer werden, sei es durch
steigende Benzinpreise, oder durch neue islamistische
Terroranschläge. Und im Herbst sind in den USA Wahlen.


Ein Standpunkt von Thomas Röper.


In den USA beherrscht der Iran-Krieg das politische Geschehen,
weil er Trumps Wahlversprechen, die Preise in den USA zu senken
und die Kriege im fernen Ausland zu beenden, ad absurdum führt.
Die Demokraten wittern für die Wahlen im Herbst Morgenluft,
während im Lager der Republikaner der Streit zwischen den Falken
und denen, die an Trumps Wahlversprechungen geglaubt haben,
wächst.


Wie jede Woche übersetze ich hier
den Bericht des USA-Korrespondenten, den
das russische Fernsehen am Sonntagabend in seinem wöchentlichen
Nachrichtenrückblick gezeigt hat, um zu zeigen, wie in Russland
über die politische Woche in den USA berichtet wird.


Beginn der Übersetzung:


Amerika hat einen neuen „Kreuzzug“ nach Osten
ausgerufen


Beim Iran-Krieg gibt es in den USA ein wichtiges Detail. In den
Korridoren der Macht in Washington gibt es viele, die den Krieg
als Religionskrieg sehen. Religionskrieg? Das ist doch was aus
dem frühen Mittelalter? Das kann doch nicht sein! Das sind doch
Kreuzzüge? Ja, genau.


Der wohl wichtigste „Kreuzfahrer“ in den USA ist Kriegsminister
Pete Hegseth. Wissen Sie, welche Tattoos er trägt? Auf seinem Arm
prangt ein Tattoo mit dem Schlachtruf der Kreuzfahrer „Deus
vult!“, „Gott will es!“.


Doch was tiefer liegt, was ihn bewegt, hat Pete Hegseth in seinem
Buch „American Crusade“, also „Amerikanischer Kreuzzug“
dargelegt, das 2020 erschien, als er noch als Fernsehmoderator
arbeitete. Darin bewundert Pete Hegseth die Kreuzzüge und zieht
Parallelen zu unserer Zeit:
„Im 11. Jahrhundert sah sich das Christentum im Mittelmeerraum,
einschließlich der heiligen Stätten in Jerusalem, einer so starken
Belagerung durch den Islam ausgesetzt, dass die Christen vor einer
entscheidenden Wahl standen: einen Verteidigungskrieg zu führen
oder die Ausbreitung des Islams und eine existenzielle Bedrohung in
Europa, bei ihnen zu Hause, zuzulassen … Der Papst, die katholische
Kirche und die europäischen Christen entschieden sich für den Kampf
– und so entstanden die Kreuzzüge.“




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