Trotz Krisen: Auf Gott vertrauen!

Trotz Krisen: Auf Gott vertrauen!

vor 4 Wochen
Morgenimpuls mit Schwester Katharina
5 Minuten
Podcast
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Der Start in den Tag

Beschreibung

vor 4 Wochen
In vielen Klöstern und Konventen und Häusern von franziskanischen
Menschen weltweit, hängt das Kreuz von San Damiano. Es sind
Nachbildungen des Originals, das in Santa Chiara in Assisi hängt.
Es ist ein Tafelkreuz, wie es das in den Jahren um 1200 in Italien
nicht selten gegeben hat. Wir haben diese Art Kreuze in den Zimmern
hängen und auf dem Flur und im Wohnzimmer. Und manchmal bleibe
ich davor stehen und kann immer wieder Dinge entdecken, die darauf
dargestellt sind. Das schwarze Grab hinter den Armen des
Gekreuzigten zum Beispiel. Es ist leer und weist unmissverständlich
daraufhin, dass der Gekreuzigte nicht mehr darin liegt. In den
Evangelien der Ostertage werden wir immer wieder davon hören und
ich bekomme ehrlich gesagt, nie genug davon, wenn die Engel sagen:
„Was sucht ihr den der lebt, bei den Toten? Er ist nicht hier. Er
ist auferstanden.“In den schwierigen und zum Teil unmöglichen
Situationen, in denen die Welt zurzeit steht, bekomme ich echt die
Krise. Ein Präsident, der ein Land bombardieren lässt, einfach so,
ohne auf Diplomatie und Menschenrechte zu achten. Ein
Wahlverlierer, der komische Forderungen an den Sieger stellt. Eine
Kirche, die immer erst nach und nach die Missbrauchsvorwürfe zugibt
und immer neu Entsetzen auslöst. Es ist eine Fastenzeit, die
mich immer neu herausfordert zu schauen, was kann ich tun, was muss
ich ändern, was fordert mich heraus. Und manchmal geht mir da echt
auch die Puste aus und ich wünschte mir, Ostern wäre morgen oder
spätestens am nächsten Sonntag. Aus dem Buch Jesaja stammt der
heutige Lobgesang und heißt: "Von Herzen will ich mich freuen
über den Herrn. Meine Seele soll jubeln über meinen Gott. Denn
er kleidet mich in Gewänder des Heils, er hüllt mich in den Mantel
der Gerechtigkeit, Denn wie die Erde die Saat wachsen lässt
und der Garten die Pflanzen hervorbringt, so bringt Gott, der
Herr, Gerechtigkeit hervor und Ruhm vor allen Völkern."Und auch
diese Verse sind aus Zeiten, in denen Krise auf Krise gefolgt ist
und das Volk kaum noch auf Gott und seine Verheißungen hoffen
konnte. Aber ein kleiner Teil hat immer weiter geglaubt und
vertraut und gehofft. Seien wir heute dieser, vielleicht gar nicht
so kleine Teil derer, die ihr Vertrauen auf den Gott setzen, der
die Toten aus dem Grab holen und seine Gerechtigkeit vor allen
Völkern zeigen wird.
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