Umgang mit Traumatisierten: Sensibel sein für Trauma
vor 3 Wochen
70% aller Menschen erleiden im Leben ein Trauma. Heilt das Trauma
nicht, quält es weiter. Das stresst die Traumatisierten selbst am
meisten, aber auch ihre Mitmenschen. Angehörige und Laien wollen
Traumatisierten helfen. Wie geht das? Wie überfordern ...
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 3 Wochen
70% aller Menschen erleiden im Leben ein Trauma. Heilt das Trauma
nicht, quält es weiter. Das stresst die Traumatisierten selbst am
meisten, aber auch ihre Mitmenschen. Angehörige und Laien wollen
Traumatisierten helfen. Wie geht das? Wie überfordern sie sich
nicht? Zwei Fachfrauen geben Tipps. Traumatisierte reagieren für
ihre Mitwelt oft seltsam bis unverständlich: Wie aus dem Nichts
reagieren sie über oder ziehen sich zurück, manchmal auch in eine
Sucht. – Dafür sensibel zu werden, sei der Schlüssel für einen
guten Umgang mit traumatisierten Menschen. Dafür braucht es Wissen.
Gabriela Zindel vom christlichen Hilfswerk Agape bildet Laien
weiter, die sich um traumatisierte geflüchtete Menschen aus
Kriegsgebieten kümmern. Laien könnten das Trauma zwar nicht
«heilen», aber sie können Traumatisierte begleiten und für sie «da
sein». Die Botschaft zu spüren: «Ich bleibe bei Dir. Ich lasse Dich
nicht allein» sei für traumatisierte Menschen zentral hilfreich.
Aber auch vor Selbstüberforderung warnt Gabriela Zindel engagierte
Angehörige und Laien. Beim Umgang mit hochgestressten
traumatisierten Menschen gelte es, auch sich selbst gegenüber
sensibel zu bleiben. Die eigenen Motive zu hinterfragen, das eigene
Stress-Management im Griff zu haben. Solche Arbeit hat eine
gesellschaftspolitische Dimension, betont Dagmar Nolden. Sie
arbeitet freiberuflich als Traumapädagogin, Systemische Beraterin
und Prozessbegleiterin, studierte Internationale Beziehungen und
Friedensforschung. Warum Menschen «austicken», könne immer auch
etwas mit einer Traumatisierung zu tun haben. Dafür müsste die
Umwelt, also etwa Lehrpersonen, Arbeitsteam oder auch Angehörige,
Sensibilität entwickeln, damit das Zusammenleben besser klappe, -
in der Familie ebenso wie in der Gesellschaft, meint Dagmar Nolden.
Autorin: Judith Wipfler
nicht, quält es weiter. Das stresst die Traumatisierten selbst am
meisten, aber auch ihre Mitmenschen. Angehörige und Laien wollen
Traumatisierten helfen. Wie geht das? Wie überfordern sie sich
nicht? Zwei Fachfrauen geben Tipps. Traumatisierte reagieren für
ihre Mitwelt oft seltsam bis unverständlich: Wie aus dem Nichts
reagieren sie über oder ziehen sich zurück, manchmal auch in eine
Sucht. – Dafür sensibel zu werden, sei der Schlüssel für einen
guten Umgang mit traumatisierten Menschen. Dafür braucht es Wissen.
Gabriela Zindel vom christlichen Hilfswerk Agape bildet Laien
weiter, die sich um traumatisierte geflüchtete Menschen aus
Kriegsgebieten kümmern. Laien könnten das Trauma zwar nicht
«heilen», aber sie können Traumatisierte begleiten und für sie «da
sein». Die Botschaft zu spüren: «Ich bleibe bei Dir. Ich lasse Dich
nicht allein» sei für traumatisierte Menschen zentral hilfreich.
Aber auch vor Selbstüberforderung warnt Gabriela Zindel engagierte
Angehörige und Laien. Beim Umgang mit hochgestressten
traumatisierten Menschen gelte es, auch sich selbst gegenüber
sensibel zu bleiben. Die eigenen Motive zu hinterfragen, das eigene
Stress-Management im Griff zu haben. Solche Arbeit hat eine
gesellschaftspolitische Dimension, betont Dagmar Nolden. Sie
arbeitet freiberuflich als Traumapädagogin, Systemische Beraterin
und Prozessbegleiterin, studierte Internationale Beziehungen und
Friedensforschung. Warum Menschen «austicken», könne immer auch
etwas mit einer Traumatisierung zu tun haben. Dafür müsste die
Umwelt, also etwa Lehrpersonen, Arbeitsteam oder auch Angehörige,
Sensibilität entwickeln, damit das Zusammenleben besser klappe, -
in der Familie ebenso wie in der Gesellschaft, meint Dagmar Nolden.
Autorin: Judith Wipfler
Weitere Episoden
28 Minuten
vor 2 Tagen
28 Minuten
vor 4 Tagen
29 Minuten
vor 1 Woche
29 Minuten
vor 2 Wochen
29 Minuten
vor 4 Wochen
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.