Frauenpower im Kloster – das leise Ende einer Ära
vor 21 Stunden
Religiöse Frauengemeinschaften haben sich seit dem 19. Jahrhundert
für die Bildung insbesondere von Frauen eingesetzt. Frauen haben im
Kloster eine berufliche Perspektive und eine sinnstiftende
Tätigkeit gefunden. Eine Ära geht zu Ende.
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Beschreibung
vor 21 Stunden
Religiöse Frauengemeinschaften haben sich seit dem 19. Jahrhundert
für die Bildung insbesondere von Frauen eingesetzt. Frauen haben im
Kloster eine berufliche Perspektive und eine sinnstiftende
Tätigkeit gefunden. Eine Ära geht zu Ende. Sieben leibliche
Schwestern haben das Kloster Baldegg im Kanton Luzern 1830
gegründet. Entstanden sind Bildungseinrichtungen, darunter fünf
Schulen in Baldegg, Hertenstein, Sursee, St. Gallen und Bourguillon
im Kanton Freiburg. Die Blütezeit des Ordens war in den 1960er
Jahren, damals lebten 1060 Ordensfrauen im Kloster. Heute sind es
noch 140 Schwestern. Der Nachwuchs bleibt aus. Die Baldegger
Schwestern und andere religiöse Frauengemeinschaften haben für die
Bildung von Frauen Pionierarbeit geleistet. Generationen von Frauen
haben ihre Schulen besucht. Im 19. Jahrhundert noch stand die
Schulbildung von Knaben im Vordergrund, Mädchen durften in
ländlichen Gebieten gar nicht zur Schule, Frauen waren von höherer
Bildung weitgehend ausgeschlossen. In Klöstern hingegen erhielten
sie eine Ausbildung und eine berufliche Perspektive. Der Eintritt
ins Kloster war die Möglichkeit für einen gesellschaftlichen
Aufstieg: Eine Schwester konnte Leiterin einer Schule oder einer
Gemeinschaft mit mehreren Hundert Mitschwestern werden. Nadja
Bühlmann ist seit drei Jahren Generaloberin der Baldegger
Schwestern. Bereits davor gehörte sie zum Leitungsteam der
Gemeinschaft. In «Perspektiven» schaut sie auf die Geschichte ihres
Klosters und zeigt, wie die Schwestern das Erbe ihres Klosters in
Zukunft weiterführen wollen. Der Kirchenhistoriker Markus Ries
erläutert, welchen Beitrag Klöster für die schweizerische
Gesellschaft und insbesondere für die Bildung von Frauen geleistet
haben. Autor: Norbert Bischofberger
für die Bildung insbesondere von Frauen eingesetzt. Frauen haben im
Kloster eine berufliche Perspektive und eine sinnstiftende
Tätigkeit gefunden. Eine Ära geht zu Ende. Sieben leibliche
Schwestern haben das Kloster Baldegg im Kanton Luzern 1830
gegründet. Entstanden sind Bildungseinrichtungen, darunter fünf
Schulen in Baldegg, Hertenstein, Sursee, St. Gallen und Bourguillon
im Kanton Freiburg. Die Blütezeit des Ordens war in den 1960er
Jahren, damals lebten 1060 Ordensfrauen im Kloster. Heute sind es
noch 140 Schwestern. Der Nachwuchs bleibt aus. Die Baldegger
Schwestern und andere religiöse Frauengemeinschaften haben für die
Bildung von Frauen Pionierarbeit geleistet. Generationen von Frauen
haben ihre Schulen besucht. Im 19. Jahrhundert noch stand die
Schulbildung von Knaben im Vordergrund, Mädchen durften in
ländlichen Gebieten gar nicht zur Schule, Frauen waren von höherer
Bildung weitgehend ausgeschlossen. In Klöstern hingegen erhielten
sie eine Ausbildung und eine berufliche Perspektive. Der Eintritt
ins Kloster war die Möglichkeit für einen gesellschaftlichen
Aufstieg: Eine Schwester konnte Leiterin einer Schule oder einer
Gemeinschaft mit mehreren Hundert Mitschwestern werden. Nadja
Bühlmann ist seit drei Jahren Generaloberin der Baldegger
Schwestern. Bereits davor gehörte sie zum Leitungsteam der
Gemeinschaft. In «Perspektiven» schaut sie auf die Geschichte ihres
Klosters und zeigt, wie die Schwestern das Erbe ihres Klosters in
Zukunft weiterführen wollen. Der Kirchenhistoriker Markus Ries
erläutert, welchen Beitrag Klöster für die schweizerische
Gesellschaft und insbesondere für die Bildung von Frauen geleistet
haben. Autor: Norbert Bischofberger
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