Beschreibung
vor 1 Monat
Meissner glaubt, dass Magdas Hinwendung zur NSDAP aus purer
Langeweile und dem Wunsch, Teil von etwas Größerem zu sein,
resultierte. Wäre Dr. Goebbels Rabbiner gewesen, hätte sie sich
vielleicht dem Judentum zugewandt. Sie sehnte sich nach Aufregung
und Leidenschaft und, da sie intelligent war, bevorzugte sie es,
diese in eine politische, moralische oder philosophische Bewegung
zu kanalisieren. Da sie einen Großteil ihrer Kindheit in einem
Kloster verbracht hatte, schätzte sie Disziplin, sehnte sich aber
nach emotionaler Leidenschaft, die nicht damit einherging. Sie
wollte auch Veränderung, eine Art allgemeine Befreiung, von der
sie sich erhoffte, sie von der Eintönigkeit ihres Alltags zu
erlösen.
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