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  3. DAS DRITTE REICH - Die Geschichte des Nationalsozialismus Podcast
  4. #60 „Heim ins Reich“ – Himmlers Pläne für Südtirol und das Kanaltal
Vor diesem Hintergrund verkündete Mussolini im Oktober 1936 die
Entstehung der „Achse Rom–Berlin“, um die sich nach seiner
Vorstellung die europäische Politik künftig drehen sollte. Für
Hitler bedeutete dies einen wichtigen außenpolitischen Erfolg.
Gleichzeitig verlor die Südtirolfrage zunehmend an Bedeutung, da
die Interessen der deutschsprachigen Minderheiten den
strategischen Zielen der deutsch-italienischen Partnerschaft
untergeordnet wurden. Diese Entwicklung mündete schließlich in
die sogenannte Option von 1939.

Mit dem Anschluss Österreichs am 12. März 1938 erhielt die
Situation jedoch eine neue Dynamik. Das Deutsche Reich grenzte
nun unmittelbar an Italien, und sowohl in Südtirol als auch im
Kanaltal entstand bei vielen Menschen die Hoffnung auf eine
Rückkehr in den deutschen beziehungsweise österreichischen
Staatsverband. Im Kanaltal löste die Nachricht große Begeisterung
aus, und offen wurde der Wunsch geäußert, wieder zu Österreich zu
gehören. Hitler versicherte Mussolini zwar wiederholt, dass die
Brennergrenze unangetastet bleiben werde – „es ist der Brenner“,
schrieb er kurz vor dem Anschluss –, doch gerade diese
Zusicherung machte die Frage der deutschsprachigen Bevölkerung
südlich der Grenze umso dringlicher. Außenminister Galeazzo Ciano
notierte bereits im April 1938 in seinem Tagebuch die Überlegung,
man werde die Deutschen dazu bewegen müssen, ihre Volksgenossen
zurückzunehmen. Da man die Berge nicht versetzen könne, müsse man
eben die Menschen versetzen. Wenige Tage später sprach
Hermann Göring erstmals von einem „Aut-aut“: Die
Südtiroler sollten sich entscheiden müssen, entweder ins Reich
auszuwandern oder dauerhaft italienische Staatsbürger zu bleiben.
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„#60 „Heim ins Reich“ – Himmlers Pläne für Südtirol und das Kanaltal“

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